Donnerstag, 26. Mai 2022

Überlegene Hoffenheimer unterliegen effektiveren Dortmundern

erstellt am Sonntag, 23 Januar 2022
Hoffenheims Andrej Kramaric (blau) im Zweikampf mit Dortmunds Mats Hummels. Hoffenheims Andrej Kramaric (blau) im Zweikampf mit Dortmunds Mats Hummels. Bild: Kraichgaufoto

sport-kurier. Die Ausbeute der zurückliegenden Englischen Woche war aus Sicht der TSG Hoffenheim alles andere als zufriedenstellend.

Zwei Niederlagen in der Bundesliga gegen Union Berlin (1:2) und Borussia Dortmund (2:3) sowie das Pokal-Aus im DFB-Achtelfinale gegen den SC Freiburg (1:4) haben den Höhenflug der Kraichgauer jäh gestoppt.

Am 20. Bundesliga-Spieltag kassierten die Hoffenheimer trotz starker Leistung gegen besonders effektive Dortmunder ihre erste Liga-Heimniederlage seit vier Monaten. Die Treffer in einer abwechslungsreichen und unterhaltsamen Partie erzielten für den BVB Haaland (6.), Reus (58.) und Raum (67./Eigentor). Für die TSG trafen Kramaric (45. +1) und Rutter (77.). Die TSG rutschte durch die siebte Saisonniederlage von einem Champions League-Platz runter auf Rang 6.

Für TSG-Trainer Hoeneß kein Grund zur Besorgnis: "Wir haben eine starke Leistung geboten und waren die spielbestimmende Mannschaft. Am Ende können wir erhobenen Hauptes vom Platz gehen". Lob gab es auch vom glücklichen Sieger, der alle seine drei Ligaspiele im neuen Jahr gewinnen konnte. Trainer Rose: "Ab der 15. Minute hat uns Hoffenheim das Leben sehr schwer gemacht. Es war ein schmeichelhafter Sieg für uns." BVB-Kapitän Reus: "Es war für uns ein Sieg des Willens und der Effektivität."

Zum Spiel: Kapitän Hübner feierte vor den zulässigen 500 lautstarken Zuschauern - darunter auch Bundestrainer Flick - nach mehr als eineinhalb Jahren und 66 Pflichtspielen Verletzungspause sein Startelf-Comeback. Der Verteidiger wurde wie seine Kollegen bereits nach fünf Minuten eiskalt erwischt. Die Gäste gingen mit ihrer ersten Toraktion nach herrlichem Spielzug und der Vorarbeit von Malen durch Torjäger Haaland 1:0 in Führung. Dem kurz darauf für den verletzten Baumgartner eingewechselten Rutter blieb wenig später der Ausgleich verwehrt, als er mit einem Kopfball am rechten Innenpfosten scheiterte (11.).

Das Pech blieb den Gastgebern treu, als ein weiterer Kopfball von Richards an die Latte prallte (23.). Gegen die immer stärker werdenden Blau-Weißen hatten die Ostwestfalen nichts entgegenzusetzen, agierten viel zu passiv und konnten sich keine Chancen erspielen. Hoffe drückte und erspielte sich zahlreiche Chancen. Die Beste bot sich Rutter in der 41. Minute, als er frei vor dem Tor noch mal quer auf den mitgelaufenen Kramaric legte, aber Akanji mit einem langen Bein den Ball vor dem leeren Tor gerade noch zur Ecke klären konnte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel er dann doch, der längst fällige Ausgleich. Eine Flanke von Bebou auf den zweiten Pfosten setzte der zuletzt glücklose Kramaric mit einer Volleyabnahme ins rechte unter Eck zum 1:1 (45.+1). Für den Kroaten war es der achte Treffer im zehnten Duell gegen den BVB und der insgesamt 100. Pflichtspieltreffer für die Kraichgauer.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte bestimmte die Hoeneß-Truppe weiter das Geschehen. Nachdem Rutter aus spitzem Winkel frei vor Torhüter Kobel nur das Außennetz traf (47.), stellten die Gäste auf Dreier-/Fünferkette um und gingen kurz darauf mit ihrem zweiten Torschuss in Führung. Nach herrlichem Pass von Malen, bei dem Hübner schlecht aussah, vollendete Reus frei vor Baumann zur erneuten Führung (58.). Dem nicht genug, während die TSG weiter drückte, führte ein weiterer Konter über den starken Malen, der von links scharf in die Mitte passte und Hoffenheims Nationalspieler Raum beim Klärungsversuch vor Hazard den Ball ins eigene Tor beförderte zum 3:1 (67.). Zwei Torschüsse - 3:1-Führung, mehr Effektivität geht wirklich nicht!

Doch die Gastgeber gaben nicht auf und verkürzten nach herrlichem Pass von Dabbur durch den stets gefährlichen Rutter mit seinem fünften Saisontreffer auf 2:3 (77.). In der Schlussphase warf die TSG nochmals alles nach vorn und hatte durch Rudy Pech, als dieser aus acht Metern den Ball knapp neben das Tor setzte (89.). Dabei blieb es letztendlich. Während der BVB einen glücklichen Sieg feiern konnte, musste sich die TSG aufgrund der Vielzahl an vergebenen Chancen und des fehlenden Spielglücks über sich selbst ärgern. Nach einer zweiwöchigen Pause gastieren die Nordbadener am 21. Spieltag am Samstag, den 5. Februar um 15.30 Uhr beim FSV Mainz 05.

TSG Hoffenheim: Baumann - Richards, Vogt, Hübner (62. Nordtveit) - Bebou, Geiger (62. Rudy), Raum (83. Bruun Larsen) - Baumgartner (9. Georginio), Stiller - Dabbur, Kramaric
Borussia Dortmund: Kobel - Wolf (56. Zagadou), Akanji (84. Moukoko), Hummels, Guerreiro - Dahoud - Brandt (56. Hazard), Bellingham - Reus, Malen (84. Pongracic) - Haaland (63. Witsel)

Tore: 0:1 Haaland (6.), 1:1 Kramaric (45. +1), 1:2 Reus (58.), 1:3 Raum (67./Eigentor), 2:3 Georginio (77.)
Schiedsrichter: Aytekin
Zuschauer: 500 (ausverkauft)

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 23 Januar 2022

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