Donnerstag, 26. Mai 2022

Haaland und Co. wollen Hoffenheimer Schwächephase für sich nutzen

erstellt am Freitag, 21 Januar 2022
Wie alle Clubs, so auch die TSG Hoffenheim. Auf Erling Haaland wird man ein besonders wachsames Auge werfen müssen. Wie alle Clubs, so auch die TSG Hoffenheim. Auf Erling Haaland wird man ein besonders wachsames Auge werfen müssen. Bild: Marc Schüler Sportpics.

sport-kurier. Für die TSG Hoffenheim steht zum Abschluss der englischen Woche am Samstag (15.30 Uhr) das dritte Pflichtspiel auf dem Programm.

Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage am letzten Spieltag bei Union Berlin und dem enttäuschenden Ausscheiden im DFB-Pokal-Achtelfinale nach 1:4-Heimpleite gegen den SC Freiburg, erhofft man sich jetzt eine Kehrtwende.

Diese soll nun ausgerechnet im Top-Spiel des 20. Spieltages gegen Borussia Dortmund erfolgen. Rückblickend auf das Pokalaus sagte TSG-Trainer Sebastian Hoeneß auf der heutigen Pressekonferenz: "Die Enttäuschung war riesengroß. Wir hatten uns viel vorgenommen und ein gutes Gefühl. Die Energie ist leider in der Kabine geblieben. Vor allem in der ersten Hälfte konnten wir es nicht auf den Platz bringen. Jetzt geht der Blick aber nach vorn. Die Niederlage wird uns nicht umwerfen."

Das Duell zwischen dem aktuell Vierten und dem Zweiten stand in der Vergangenheit schon des Öfteren für emotionale, packende und spannende Partien. Auf die heimstarken Hoffenheimer, die in der Liga seit sieben Partien (sechs Siege, ein Remis) ungeschlagen sind, wartet ein derzeit schwer einschätzbarer Gegner. Zum einen sind die Schwarz-Gelben mit zwei Siegen gegen Frankfurt (3:2) und Freiburg (5:1) optimal in die Rückrunde gestartet, doch zuletzt schied der Titelverteidiger nach einer 1:2-Niederlage bei Zweitligist FC St. Pauli aus dem Pokalwettbewerb aus. Auch wenn die Ostwestfalen ihr letztes Gastspiel in Sinsheim mit 1:0 für sich entscheiden konnten, gab es in den bisherigen 13 Gastspielen an der A6 bei fünf Unentschieden und fünf Niederlagen wenig zu holen.

Hoeneß sieht Parallelen zum letzten Gegner: "Dortmund kann genau wie Freiburg mit wenigen Kontakten schnell vor unser Tor kommen. Daher werden wir die Fehler abschalten müssen. Dortmund hat eine hohe individuelle Klasse. Da müssen wir gut strukturiert auftreten und leichte Ballverluste verhindern. Wir trauen es uns zu, etwas zu holen." Vor allem auf Torjäger Erling Haaland müssen die Hoffenheimer ein wachsames Auge richten. Hoeneß: "Er ist natürlich ein besonderer Stürmer. Wir werden ihn als Mannschaft verteidigen müssen. Wir müssen verhindern, dass er gut in Szene gesetzt werden kann. Vor allem in den Kontersituation ist er enorm gefährlich."

Ganz anders ist es auf der anderen Seite beim Hoffenheimer Rekordtorschützen Andrej Kramaric. Während die TSG-Verantwortlichen weiterhin versuchen, den am Saisonende ablösefreien Kroaten zum langfristigen Bleiben an der Elsenz zu überzeugen, läuft dieser weiter seiner Normalform hinterher. Bezeichnend, dass ihn Hoeneß im Pokalspiel gegen Freiburg zunächst auf die Bank setzte und erst zu Beginn der zweiten Hälfte aufs Feld schickte. "Andrej hatte in den letzten Spielen nicht die glücklichsten Aktionen, hatte auch keine Torbeteiligungen mehr. Es war genau die Hoffnung, dass er über eine Einwechslung das Momentum kreiert", begründete der TSG-Coach seine überraschende Entscheidung.

Der Vizeweltmeister lässt jene Torgefährlichkeit schon seit Wochen vermissen, die ihn seit Jahren auszeichnet. Selbst hochkarätige Chancen lässt der 30-Jährige inzwischen ungenutzt. Die Hoffnung bei den Blau-Weißen ist dennoch groß, dass Kramaric seine seit Oktober 2021 andauernde Torflaute ausgerechnet am Samstag gegen den BVB beendet, gegen den er in neun Partien bereits siebenmal erfolgreich war. In den bisherigen 205 Pflichtspielen für die Hoffenheimer erzielte er bereits 99 Treffer - fällt das Jubiläumstor nun ausgerechnet gegen Dortmund?

Den bisherigen Saisonverlauf haben sich die Ostwestfalen sicherlich anders vorgestellt. Das Team von Trainer Marco Rose ist bereits aus zwei Wettbewerben (Champions League und DFB-Pokal) ausgeschieden. Die Titelhoffnungen beschränken sich nun auf die Europa League, in die Borussen als Gruppendritter der Königsklasse abgestiegen sind.

Und um in der Bundesliga womöglich noch einen Platz weiter nach oben zu klettern, darf man sich angesichts des aktuellen 6-Punkte-Rückstandes auf Spitzenreiter Bayern München keine unnötigen Patzer mehr erlauben. Rose: "Die Enttäuschung über das Pokalaus ist nach wie vor groß. Aber am Samstag steht ein anderer Wettbewerb an. Das bedeutet, wir müssen den Fokus wieder auf die neue Aufgabe lenken. Auf Dinge, die wir besser machen wollen - und die wir auch schon besser gemacht haben."

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 21 Januar 2022

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