Donnerstag, 26. Mai 2022

2:1 (1:1) ++ "Die Eisernen" stoppen die Serie der TSG Hoffenheim

erstellt am Sonntag, 16 Januar 2022
Hoffenheims Keeper Baumann unterlief ein unglückliches Eigentor. Hoffenheims Keeper Baumann unterlief ein unglückliches Eigentor. Bild: Siegfried Lörz Kraichgaufoto

sport-kurier. Die Serie von sieben ungeschlagenen Spielen endete für die TSG Hoffenheim am 19. Bundesligaspieltag beim 1. FC Union Berlin.

Bei den Köpenickern kassierten die Kraichgauer eine unglückliche 2:1-Niederlage und rutschten in der Tabelle hinter Bayer 04 Leverkusen zurück auf Platz 4 und rangieren dank des besseren Torverhältnisses noch vor den nun punktgleichen Unionern.

Ein Eigentor von Baumgartl brachte die Gäste in Führung (16.), doch ein unglückliches Eigentor von Torhüter Baumann (22.) sowie ein Treffer von Prömel (73.) drehten die Partie vor begeisterten 3.000 Zuschauern für die Eisernen. TSG-Trainer Hoeneß hatte schon im Vorfeld gewarnt: "Es wird ein richtig harter Brocken, sie sind zu Hause sehr gut unterwegs, spielen sehr diszipliniert und kassieren wenig Gegentore." In der Tat: Die Berliner konnten durch den Sieg ihre außergewöhnlich starke Heimbilanz mit nur einer Niederlage aus 26 Partien an der Alten Försterei ausbauen. Die Bilanz der bisherigen sechs Duelle ist mit jeweils zwei Siegen und zwei Niederlagen nun ausgeglichen.

Die Hoffenheimer spielten wie schon in den vergangenen Wochen aus einer kompakten Defensive technisch stark, zielstrebiger und sehr spielsicher. Die erste dicke Möglichkeit bot sich Abwehrspieler Posch, der mit einem Kopfball aus kurzer Distanz am reaktionsschnellen Torhüter Luthe scheiterte (11.). Fünf Minuten später gingen die Gäste in Führung: Bebou hatte sich über rechts energisch gegen Knoche durchgesetzt, und seine scharfe Hereingabe beförderte Baumgartl in seinem 100. Bundesligaspiel per Kopf ins eigene Tor (16.).

Nur eine Minute später fast der Ausgleich, als Prömel aus kurzer Distanz an Keeper Baumann scheiterte (17.). Bei der nächsten Chance der Gastgeber hatte der Hoffenheimer Schlussmann dann aber Pech, als nach einer Oczipika-Flanke einem Kopfball von Voglsammer der Ball zunächst an die Latte, von dort an Baumanns Schulter und schließlich ins eigene Tor prallte (22.). In der Folge waren die Kraichgauer zwar die spielerisch bessere und aktivere Mannschaft, konnten aber in einer zunehmend härter umkämpften Partie gute Möglichkeiten durch Dabbur (32.) und Bebou (40.) nicht verwerten.

Auch in der zweiten Hälfte war die Hoeneß-Truppe das aktivere, bessere Team mit spielerischem Übergewicht. Die große Chance zur erneuten Gästeführung vergab der seit Wochen glücklose Torjäger Kramaric, der frei vor dem Tor etwas zu lange zögerte und attackiert von Baumgartl den Ball weit übers Tor drosch (51.). Ein Kramaric in Normalform hätte aus dieser Möglichkeit mit Sicherheit mehr gemacht.

Die Gastgeber wurden durch die Hereinnahme von Becker nach etwas über eine Stunde aktiver und erspielten sich einige gute Toraktionen. Zunächst köpfte Becker knapp neben den rechten Pfosten (71.) und kurz darauf war er maßgebend an der Berliner Führung beteiligt. Nach seiner Vorarbeit prallte ein abgefälschter Schuss von Kruse an die Querlatte, und den Abpraller drückte Prömel per Flugkopfball zur 2:1-Führung über die Linie (73.). Es war bereits der sechste Kopfballtreffer, den die TSG aus den letzten neun Gegentoren kassierte.

Die Blau-Weißen setzten nun alles auf eine Karte und drängten verstärkt auf den Ausgleich. Doch die defensivstarken Unioner boten wenige Freiräume und verteidigten leidenschaftlich. Bei weiteren Tormöglichkeiten durch Baumgartner (76.), Bruun Larsen (78.) und Geiger (79.) war der starke Luthe jeweils zur Stelle. Schließlich blieb es beim knappen, glücklichen Heimsieg für die Fischer-Truppe, die mit den Hoffenheimern mit 31 Punkten gleichzog.

Die Hoffenheimer Spieler taten sich nach dem Abpfiff schwer, die unglückliche Niederlage zu verarbeiten. Abwehrchef Vogt: "Ich habe auch ein wenig Wut im Bauch, denn viele Chancen für Union habe ich nicht gesehen. Aber sie sind zweimal da und erzielen die Tore." Linksverteidiger Raum: "Es ist brutal bitter und wir sind sehr enttäuscht. Wir waren eigentlich das dominante Team, aber der letzte Pass hat leider gefehlt. Es war nicht viel verkehrt. Wir haben nicht viel zugelassen, aber Union war sehr kaltschnäuzig und hat die Tore im richtigen Moment erzielt."

Am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr) empfangen die Hoffenheimer den badischen Rivalen SC Freiburg im DFB-Pokal-Achtelfinale, ehe am Samstag (15.30 Uhr) am 20. Bundesliga-Spieltag der Tabellenzweite Borussia Dortmund in Sinsheim seine Visitenkarte abgibt.

Union Berlin - TSG Hoffenheim 2:1 (1:1)

1.FC Union Berlin: Luthe - Baumgartl, Knoche, Heintz (79. Jaeckel) - Trimmel, Khedira, Oczipka (89. Ryerson) - Prömel, Öztunali (65. Becker) - Kruse (89. Behrens), Voglsammer (79. Haraguchi)
TSG Hoffenheim: Baumann - Posch (89. Stiller), Vogt, Richards - Akpoguma (59. Rutter), Geiger (89. Rudy), Raum - Baumgartner, Kramaric - Dabbur, Bebou (72. Bruun Larsen)

Tore: 0:1 Baumgartl (16./Eigentor), 1:1 Baumann (22./Eigentor), 2:1 Prömel (73.)
Schiedsrichter: Petersen
Zuschauer: 3.000 (ausverkauft)

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 16 Januar 2022

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