Dienstag, 18. Januar 2022

Hoeneß: Die Akkus sind wieder aufgeladen, daher bin ich optimistisch." ++ Hoffenheim empfängt den FC Augsburg

erstellt am Freitag, 07 Januar 2022
Hoffenheims Andrej Kramaric am Ball. Hoffenheims Andrej Kramaric am Ball. Bild: Siegfried Lörz.

sport-kurier. Nach einer kurzen zweiwöchigen Winterpause haben die Fußballprofis der TSG Hoffenheim zu Wochenbeginn wieder das Training für die Bundesliga-Rückrunde aufgenommen.

TSG-Trainer Sebastian Hoeneß verspürte bei seinen Spielern bereits wieder deutlich die Lust auf Kicken: "Die Jungs sollten mental etwas runterkommen, aber sie haben einen harten Trainingsplan mitbekommen. Das haben sie gut durchgezogen, das haben die ersten Einheiten gezeigt. Die Akkus sind wieder aufgeladen und die Stimmung ist gut, daher bin ich optimistisch."

Bereits am kommenden Samstag empfangen die Kraichgauer um 15.30 Uhr in Sinsheim den Tabellenfünfzehnten FC Augsburg. Die Fuggerstädter zählen zu Hoffenheims Lieblingsgegnern, was zwölf Siege, fünf Niederlagen und vier Unentschieden deutlich belegen. Deutlicher wird die Bilanz aus den vergangenen 13 Duellen, wo die TSG jeweils neun Mal als Sieger vom Platz ging. Auf Tabellenplatz 5 rangieren die Nordbadener punktgleich mit Bayer 04 Leverkusen nur einen Zähler hinter dem Dritten SC Freiburg, was eine äußerst positive Ausgangslage für die zweite Saisonhälfte ist.

Das Hoeneß-Team geht nach dem überraschend positiven Abschneiden der Hinrunde mit 28 Punkten aus 17 Spielen sehr selbstbewusst an die zweite Halbserie heran. Ein Hauptgrund für das drittbeste Abschneiden zur Saisonhälfte ist die Heimstärke. Aus den letzten sechs Heimspielen holten die Blau-Weißen 16 der 18 möglichen Punkte. Diese Serie möchte man gegen Augsburg natürlich weiter ausbauen.

Trifft die TSG auf den FCA, kommt zwangsläufig der Name Kramaric ins Spiel. Hoffenheims kroatischer Nationalstürmer bereitete im Hinspiel beim 4:0-Auswärtssieg drei Treffer vor und erhöhte sein persönliches Scorer-Punkte-Konto gegen die Augsburger damit auf zehn Torbeteiligungen. Nachdem Kramaric im bisherigen Saisonverlauf erst zwei Treffer erzielen konnte, hofft der 30-Jährige endlich seinen 100. Pflichtspieltreffer für die TSG erzielen zu können. Statistisch gesehen trifft Kramaric vor allem in der Rückrunde, was 55 seiner bisher erzielten 84 Bundesligatreffer belegen.

Auch wenn der Torjäger zuletzt Ladehemmung hatte, sind eben andere Kollegen in den Vordergrund getreten. Die 35 erzielten Saisontreffer verteilen sich auf 16 Spieler, was ein Liga-Topwert ist. Doch nicht nur diese Unberechenbarkeit war ein Indiz für das bisher gute Abschneiden, auch die Comeback-Qualität waren außergewöhnlich: Zwölf Punkte nach Rückstand und zwölf Treffer in der Schlussviertelstunde sind jeweils Liga-Bestwert. Hinzu kam in so mancher Partie auch das glückliche Händchen von Trainer Hoeneß bei Einwechslungen, was sieben Joker-Tore eindrucksvoll belegen.

Augsburg kam nach schlechtem Saisonstart zuletzt immer besser zurecht und holte aus den letzten acht Partien zwölf Punkte. Zudem ist der FCA in den vergangenen drei Auswärtsspielen ungeschlagen, holte dabei einen Sieg und zwei Unentschieden. Für TSG-Coach Hoeneß ein deutliches Zeichen zur Vorsicht: "Vor der Pause waren sie sehr gut drauf und haben unter anderem gegen den FC Bayern gewonnen. Personell hat es sich bei ihnen etwas entspannt, vor allem in der Defensive. Sie bringen eine gute Mannschaft auf den Platz. Wir wollen dennoch mit einem Heimsieg in die Rückrunde starten."

Personell konnten die Augsburger mit der überraschenden Verpflichtung des 18-jährigen Talents Ricardo Pepi auf dem Transfermarkt für Aufsehen sorgen. Die Konkurrenz um den Amerikaner, der zuletzt beim FC Dallas spielte, war riesig. Angeblich war halb Europa am Offensivspieler, dem großem Entwicklungspotenzial nachgesagt wird, interessiert. Am Ende erhielt überraschend der FCA den Zuschlag, den er sich für die Rekordsumme von 13 Mio. Euro Ablöse plus möglichen Erfolgsnachzahlungen kosten ließ.

Bei der Pressekonferenz vor dem 18. Spieltag sagte Hoeneß zur aktuellen Corona-Situation in der Liga: "Wir haben die Sinne geschärft, unser Hygienekonzept hat gegriffen. Wir werden wieder mit eigenen Autos bei Heimspielen anreisen und haben unsere gemeinsamen Treffen auf ein Minimum reduziert. Wir bereiten uns auf die Spiele vor und hoffen, dass es nicht zu vielen Fällen kommt. Es muss viel passieren, damit ein Spiel abgesagt wird. Der Wettbewerb soll fair bleiben."

Zum Rückrundenauftakt sind am Samstag in Sinsheim keine Zuschauer zugelassen. Der von allen ungeliebte "Geisterkick" nimmt zu Coronazeiten eine weitere Fortsetzung!

 

 

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