Donnerstag, 07. Juli 2022

Die TSG Hoffenheim will den Champions-League-Rang bei Bayer Leverkusen verteidigen

erstellt am Dienstag, 14 Dezember 2021
Hoffenheims Coach Sebastian Hoeneß zeigt es an - "Wir wollen oben bleiben." Hoffenheims Coach Sebastian Hoeneß zeigt es an - "Wir wollen oben bleiben." Bild: Marc Schüler Sportpics

sport-kurier. Am vorletzten Hinrundenspieltag der Fußball-Bundesliga kommt es am Mittwochabend um 20.30 Uhr in der

...Leverkusener BayArena zum Topspiel des 16. Spieltages zwischen Gastgeber Bayer 04 Leverkusen und der derzeitigen Überraschungsmannschaft TSG Hoffenheim. Dritter gegen Vierter - diese Konstellation konnten sich vor wenigen Wochen nur die kühnsten Optimisten bei diesem Duell vorstellen.

Die Kraichgauer stürmten zuletzt durch vier Siege in Folge auf einen Champions-League-Rang und wollen diesen möglichst auch vor dem letzten Spiel des Jahres am Samstag zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach verteidigen. TSG-Trainer Sebastian Hoeneß tut dennoch gut daran den Ball weiter flach zu halten, keine Überheblichkeit aufkommen zu lassen und Bescheidenheit vorzuleben. Der 39-jährige gebürtige Münchner weiß sehr wohl, dass es auch wieder sehr schnell in die andere Richtung gehen kann: "Im Moment sind wir ein Spitzenteam. Aber das ist eine Momentaufnahme. Dennoch ist es ein Stück weit auch das Ziel, sich in Regionen festzusetzen, die richtig spannend sind."

Hoeneß stehen beim Werksklub neben dem Langzeitverletzten Ermin Bicakcic auch Marco John, Jacob Bruun Larsen und Dennis Geiger nicht zur Verfügung. Ob der junge Georginio Rutter, der sich beim 2:1-Derbysieg in Freiburg eine starke Prellung bei einem Zweikampf zugezogen hatte, am Niederrhein auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig. Ebenso fraglich ist der Einsatz von Angelo Stiller, der sich ebenfalls im Breisgau am Fuß verletzte.

Dennoch stehen Hoeneß personell einige Alternativen zur Verfügung, um eine schlagkräftige Mannschaft in der Englischen Woche aufzubieten. Der Hoffe-Coach über den bevorstehenden Gegner: "Ich bin mir sicher, dass Leverkusen nach der Niederlage gegen Frankfurt extrem sensibilisiert ist. Sie werden sicher eine Reaktion zeigen wollen."

Dass sich die 2:5-Niederlage allerdings auch negativ aufs Selbstvertrauen der Bayer-Truppe auswirken könnte, wollte Hoeneß nicht verneinen: "Solch eine Niederlage hat immer Wirkung, deshalb müssen wir es hinbekommen, dass sie einen kleinen Gedanken an das vergangene Spiel verschwenden. Davor waren sie aber sehr gut unterwegs und haben ihre Klasse bewiesen. Deswegen werde ich die Partie in Frankfurt nicht überbewerten. Wir werden sie bearbeiten und versuchen, sie durch unsere Art Fußball zu spielen zu verunsichern."

In der vergangenen Saison verloren die Kraichgauer in einer engen und größtenteils ausgeglichenen Partie ergebnistechnisch zwar deutlich mit 1:4 unterm Bayer-Kreuz, was so manchen Hoffenheimer heute noch aufgrund des Spielverlaufs ärgern wird. Die Qualität des um einen Zähler besser platzierten Tabellendritten ist, trotz der letzten Niederlage, unumstritten. Das Bayer-Team verfügt über sehr viel Qualität. Schick mit 14 Toren und Wirtz mit acht Vorlagen sind Schlüsselspieler. Allgemein ist das Team von Trainer Gerardo Seoane sehr offensiv ausgerichtet, versucht immer in Eins-gegen-Eins-Situationen zu kommen.

Demgegenüber hat die TSG auch einiges dagegen zu setzen: Ein Erfolgsgeheimnis der Blau-Weißen ist unter anderem auch der gute Teamspirit, der Glaube an die eigene Stärke. Die Mannschaft hat gute Fitnesswerte, konnte schon einige Spiele erst in der Schlussphase für sich entscheiden. Neun Treffer in Schlussviertelstunden sind Liga-Topwert.

Nachdem sich in der vergangenen Saison hauptsächlich der kroatische Nationalstürmer Andrej Kramaric für das Tore schießen verantwortlich zeigte, verteilt sich die Verantwortung auf mehreren Schultern, was 15 verschiedene Torschützen eindrucksvoll belegen. Die Hoffenheimer sind schwerer berechenbar und konnten sich auch bei Standards deutlich mehr in torgefährliche Situationen bringen. Ein weiterer Beleg: Mit 32 Toren nach 15 Spieltagen hat Hoffe die beste offensive Zwischenbilanz seit acht Jahren (2013/14: 34 Treffer). Noch besser ist aktuell jedoch Leverkusen: Nach zuletzt zwölf Toren aus den letzten drei Bundesliga-Spielen kommt Bayer auf 37 Tore, was ligaweit der zweitbeste Wert ist.

Im direkten Vergleich liegen die Rheinländer aus den bisherigen 26 Duellen mit 15 Siegen, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen deutlich vor den Nordbadenern.

 

 

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