Dienstag, 18. Januar 2022

Torspektakel ++ 9 Tore bei der Partie Greuther Fürth - TSG Hoffenheim

erstellt am Sonntag, 28 November 2021
Hoffenheims Bebou erzielte drei Tore bei der Greuther Fürth. Hoffenheims Bebou erzielte drei Tore bei der Greuther Fürth. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Der lang ersehnte erste Auswärtssieg der Saison ist geglückt.

Die TSG Hoffenheim siegte in einem Torspektakel 6:3 beim Tabellenschlusslicht Greuther Fürth. Matchwinner war dabei Stürmer Bebou, der drei Treffer erzielte. Die weiteren Treffer steuerten zwei Mal Rutter sowie Fürths Meyerhöfer per Eigentor bei.

Für den Aufsteiger waren zudem Leweling, Tillmann und Hrgota erfolgreich. Eine wohl entscheidende Szene fiel in der 31. Minute, als Fürths Tillmann beim Stande von 1:0 aus spitzem Winkel den Pfosten traf und die Hoffenheimer den anschließenden Konter zum 1:1-Ausgleich abschlossen. Wer weiß, was zu diesem Zeitpunkt losgewesen wäre, wenn den Kleeblättern eine Zwei-Tore-Führung gelungen wäre.

Das Team von Trainer Leitl, der sein 100. Bundesligaspiel als Trainer feierte, hat nach elf Bundesliga-Pleiten in Serie ausgerechnet die Negativmarke vom ewigen Rivalen 1. FC Nürnberg eingestellt. Nur ein Punkt aus 13 Spielen sprechen für sich. Hoffenheim, bei dem der für den erkrankten Torhüter Baumann Pentke im Kasten stand, kletterte vorerst auf Platz 5.

Der überglückliche dreifache Torschütze nach dem Abpfiff im Interview: "Das war ein schwieriges Spiel, deswegen freue ich mich umso mehr, dass ich erstmals in der Bundesliga drei Tore in einer Partie geschossen habe. Die Fürther waren in der ersten Hälfte von der ersten Minute an hellwach und genauso in der zweiten Spielhälfte, als ihnen schnell das 2:2 gelungen ist. Am Ende haben wir unsere spielerische Überlegenheit ausgespielt und verdient gewonnen."

Das Torfestival im Schnelldurchgang: Leweling brachte die Gastgeber mit einem herrlichen Schuss 1:0 in Führung (22.). Danach traf Tillmann nur den Pfosten, und im Gegenzug erzielte Bebou den 1:1-Ausgleich (32.). Kurz vor der Pause brachte Rutter nach einer Raum-Flanke die TSG per Kopfball erstmals in Führung (40.).

In der zweiten Hälfte waren gerade Mal 20 Sekunden gespielt, als Tillmann nach Doppelpass mit Hrgota aus elf Metern zum 2:2 ausgleichen konnte (46.). Doch die Freude währte nicht lange. Der sehr agile Rutter erzielte mit einem herrlichen Schlenzer das 2:3 (57.). Dann war wieder Bebou an der Reihe, der nach herrlichem Zuspiel von Dabbur allein vors gegnerische Tor sprintete und zum 2:4 traf (62.). Wenige Minuten später leistete sich Meyerhöfer mit einem Eigentor das 2:5 (66.).

Auch wenn kurzfristig etwas Hoffnung aufkam, als Hrgota nochmals auf 3:5 verkürzen konnte (67.), stellte Hoffenheims Bebou nach Vorarbeit von Kramaric mit dem 3:6 das endgültige Endergebnis her (80.).
Für den ehemaligen, langjährigen Fürther Raum, der im Sommer ablösefrei nach Hoffenheim wechselte, war die erste Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte ein besonderes Erlebnis: "Am Ende war der Sieg natürlich verdient und ich bin überglücklich. Es tut gut, dass wir auch mal wieder auswärts gewonnen haben. Es war natürlich ein besonderes Spiel für mich. Ich wurde hier ausgebildet und bin zum Profi geworden. Ich habe es im Spiel versucht auszublenden."

Hoeneß (Hoffenheim): "Wir haben heute unsere komplette Palette gesehen. Es gab Phasen, mit denen wir nicht zufrieden sein können, zum Beispiel mit den ersten Minuten und dem Start in der zweiten Hälfte. Es gab aber auch Phasen, wie das Ende der beiden Hälften, als es fußballerisch richtig gut war. Es ging heute darum, den Sieg der vergangenen Woche zu bestätigen. Wir nehmen den Sieg mit, die Partie war mir aber etwas zu turbulent."

Leitl (Greuther Fürth): "Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen und hatten gute Momente im Anlaufen. Aus meiner Sicht war die Führung auch verdient und wir hatten sogar die Chance das 2:0 zu erzielen. Leider bekommen wir direkt nach diesem Pfostenschuss den Ausgleich. Das 1:1 war ein Spiegelbild unseres Defensivverhaltens. Deshalb kassieren wir auch sechs Gegentore. Ich bin sehr angefressen, weil drei eigene Treffer zu einem Sieg reichen müssen."

Am nächsten Spieltag empfängt die TSG Hoffenheim am Samstag, den 4. Dezember um 15.30 Uhr in Sinsheim die Frankfurter Eintracht.


SpVgg Greuther Fürth - TSG Hoffenheim 3:6 (1:2)

SpVgg Greuther Fürth: Funk - Asta (70. Barry), Bauer, Sarpei, Meyerhöfer - Christiansen - Tillmann (79. Dudziak), Nielsen (87. Griesbeck) - Leweling, Abiama (70. Itten), Hrgota
TSG Hoffenheim: Pentke - Posch, Grillitsch, Vogt - Akpoguma (57. Kramaric), Geiger, Samassekou (57. Stiller), Raum - Bebou, Dabbur (83. Adamyan), Rutter (83. Nordtveit)

Tore: 1:0 Leweling (22.), 1:1 Bebou (32.), 1:2 Rutter (40.), 2:2 Tillmann (46.), 2:3 Rutter (57.), 2:4 Bebou (62.), 2:5 Meyerhöfer (66./ET), 3:5 Hrgota (68.), 3:6 Bebou (80.)
Schiedsrichter: Dankert
Zuschauer: 3.385

 

 

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