Dienstag, 30. November 2021

TSG Hoffenheim zwingt RB Leipzig in die Knie ++ 2:0 (1:0)

erstellt am Sonntag, 21 November 2021
Hoffenheims Munas Dabbur sorgte mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Hoffenheims Munas Dabbur sorgte mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim feierte am 12. Bundesligaspieltag einen hochverdienten 2:0-Heimerfolg über RB Leipzig und klettert wieder in die obere Tabellenhälfte.

Der bereits fünfte Heimsieg in Folge war zugleich der 100. Bundesligaheimerfolg seit ihrer Bundesligazugehörigkeit.

Die stark ersatzgeschwächten Kraichgauer, die unter anderem auf die Stürmer Kramaric (Kopfverletzung) und Bruun Larsen (muskuläre Probleme) sowie die beiden Mittelfeldspieler Baumgartner und Rudy (beide ebenfalls muskuläre Probleme) verzichten mussten, boten über die gesamte Partie eine spielerisch und kämpferisch starke Leistung und hätten bei besserer Chancenverwertung deutlich höher gewinnen können, ja müssen.

Wie überlegen die Blau-Weißen gegen völlig enttäuschende Sachsen waren, verdeutlicht das Torschussverhältnis von 24:4. Das Team von Trainer Marsch wartet nach der vierten Auswärtsniederlage weiterhin auf sein erstes Erfolgserlebnis in der Ferne. Die einzige Enttäuschung an diesem kühlen Novembernachmittag aus Hoffenheimer Sicht war der spärliche Zuschauerbesuch von nur 13.233 Besuchern, zumal 30.150 mit 2G-Regel und Maskenpflicht zulässig waren.

Die Gastgeber hatten bereits nach vier Minuten durch Rutter ihre erste gute Tormöglichkeit. Es dauerte jedoch nicht mehr lange, bis Stadionmoderator Diehl erstmals die Torhymne spielen durfte. Nach einer Standardsituation verschätzte sich RB-Keeper Gulacsi nach einer Geiger-Ecke und Samassekou köpfte in seinem 61. Bundesligaspiel mit einem ersten Treffer ins leere Tor (12.).

Die TSG war in der Folge viel energischer und zweikampfstärker, die Leiziger konnten wenig dagegensetzen. Das Einzige, was man denen mit großem Aufwand zu Werke gehenden Hoffenheimern ankreiden musste, war das Auslassen hochkarätiger Torchancen. So vergaben Rutter (15.), Raum (21.), der starke Akpoguma (24.) und Posch (35.) eine höhere Pausenführung.

Auch im zweiten Abschnitt dominierte die Hoeneß-Truppe und hatte zwei Mal durch den agilen Rutter die Möglichkeit zum 2:0 (46., 51.). Die "Roten Bullen" waren gegenüber dem 2:1-Erfolg gegen Dortmund am letzten Spieltag nicht wiederzuerkennen. Sie wirkten sehr fehlerhaft und konnten keine zwingenden Offensivaktionen kreieren. Nachdem Akpoguma (60.) und Geiger (65.) knapp scheiterten, war es schließlich Dabbur, der das vorentscheidende zweite Hoffenheimer Tor erzielte. Der israelische Nationalstürmer erkämpfte sich gegen Adams energisch den Ball und traf aus 18 Metern links unten zum 2:0 (68.).

Zehn Minuten später stand den Gästen gleich zwei Mal das Glück zur Seite, nachdem zunächst Bebou und im Nachschuss Grillitsch am Pfosten scheiterten (78.). Es war bereits der siebte und achte Aluminiumtreffer der Nordbadener im bisherigen Saisonverlauf. Am Ende blieb es beim 2:0, womit RB noch gut bedient war.

Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir waren aggressiv und haben die Leipziger nicht in ihr Spiel kommen lassen. Die intensive Spielweise hat uns sehr geholfen. Das einzige Manko war unsere Chancenverwertung."
Marsch (Trainer RB Leipzig): "Es war ein verdienter Sieg für Hoffenheim. Sie haben besser gespielt in jeder Phase des Spiels und haben mehr Willen gezeigt. Wir waren zu weich, nicht in den Zweikämpfen, hatten keine Eins-gegen-eins-Situationen. Es ist schwierig zu verstehen, warum."

Hoffenheims Bester Akpoguma: "Das war sehr nahe an hundert Prozent. Defensiv war es wichtig, dass wir hart gegen Leipzig spielen. Nach den Balleroberungen sind wir schnell, aber spielerisch nach vorne gekommen. Die Leistung heute war herausragend - von allen Spielern."

RB-Torhüter Gulacsi: "Wir müssen das nicht schönreden! Wir haben absolut verdient verloren. Das war unsere bisher schlechteste Saisonleistung."

TSG Hoffenheim - RB Leipzig (2:0)

TSG Hoffenheim: Baumann - Posch, Grillitsch, Vogt - Akpoguma (89. Nordtveit), Samassekou (64. Stiller), Geiger, Raum - Bebou (89. Asllani), Dabbur (73. Richards), Rutter (73. Adamyan)
RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann (79. Novoa), Orban, Gvardiol - Mukiele (53. Henrichs), Adams, Kampl (46. Forsberg), Angelino - Nkunku, Szoboszlai (71. Moviba) - Silva (71. Brobbey)

Tore: 1:0 Samassekou (12.), 2:0 Dabbur (68.)
Schiedsrichter: Tobias Welz
Zuschauer: 13.233

 

 

 

 

 

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