Dienstag, 18. Januar 2022

Hochverdienter 2:0 (2:0) Sieg der TSG Hoffenheim über Hertha BSC Berlin

erstellt am Samstag, 30 Oktober 2021
Sebastian Rudy erzielte den Treffer zum 2:0 gegen die Hertha. Sebastian Rudy erzielte den Treffer zum 2:0 gegen die Hertha. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim kann sich derzeit auf ihre Heimstärke verlassen.

Der 2:0-Heimsieg am 10. Bundesliga-Spieltag am Freitagabend gegen Hertha BSC Berlin war bereits der vierte Pflichtspielsieg zuhause in Folge. Die Treffer in einer einseitigen Partie vor nur 8.127 Zuschauern erzielten Andrej Kramaric (19.) und Sebastian Rudy (36.). Nachdem Berlins Anga Dedryck Boyota in der 76. Minute mit Rot vom Platz flog, war das Match vorzeitig entschieden.

Die Kraichgauer sind nach ihrem vierten Bundesliga-Saisonsieg in der Tabelle am Hauptstadtklub, der zuvor drei Mal in Folge gewonnen hatte, vorbeigezogen. Es lief wie so oft, wenn beide Teams aufeinander treffen: Bei der TSG, die inzwischen nur eines der letzten zwölf Duelle gegen die Hertha verlor, traf Torjäger Andrej Kramaric gegen seinen Lieblingsgegner und Pal Dardai, der sein 200. Pflichtspiel als Hertha-Coach bestritt, konnte in Sinsheim erneut nicht gewinnen.

Kramaric hat seine Erfolgsserie gegen die Hertha fortgesetzt und bei nunmehr acht Siegen und drei Unentschieden seine Quote auf neun Treffer aus elf Spielen ausgebaut. Dem Kroaten ist dies inzwischen auch rätselhaft: "Ich weiß nicht, woran es liegt, dass ich gegen Hertha BSC so oft treffe. Ich mache nichts anderes als in den anderen Spielen. Ich habe in dieser Saison viele Treffer vorbereitet, das freut mich genauso wie die eigenen Tore. Die Hauptsache ist, dass wir gewinnen."

Das Spiel begann temporeich. Nachdem Hoffenheims Stiller knapp das Tor verfehlte (5.), hatte auf der anderen Seite Richter bei einem präzisen Schuss aus spitzem Winkel Pech, dass TSG-Keeper Baumann mit den Fäusten noch reaktionsschnell klären konnte (7.).

Nachdem die Berliner in der Angangsphase etwas mehr Spielanteile hatten, brachte Kramaric mit seinem zweiten Saisontreffer sein Team durch einen leicht abgefälschten Schuss 1:0 in Führung (19.). Der Treffer beflügelte die Gastgeber, die sich fortan ein deutliches Übergewicht erspielten und eine Reihe guter Möglichkeiten hatten. Zunächst scheiterte Skov mit einem Kopfballaufsetzer an Torhüter Alexander Schwolow (31.), und wenig später landete ein Lupfer von Stiller auf dem Berliner Tornetz (33.).

Die TSG setzte nach und erhöhte kurz darauf auf 2:0. Skov hatte mit einem Distanzschuss aus spitzem Winkel den rechten Torpfosten getroffen, von wo aus der Ball Rudy direkt vor die Füße prallte und dieser aus 13 Metern keine Mühe hatte, den Ball im Hertha-Tor unterzubringen (36.). Abgesehen von der Anfangsviertelstunde fehlte es den Gästen im ersten Abschnitt am nötigen Biss und an gefährlichen Offensivaktionen. Hoffenheim kontrollierte Ball und Gegner und führte aufgrund des deutlichen Chancenplus auch in dieser Höhe verdient.

Im zweiten Abschnitt änderte sich wenig. Die erste Aktion hatte Bebou, der sich robust im Zweikampf gegen Boyata durchgesetzt hatte und nach einem Sprint aufs gegnerische Tor beim Schussversuch noch geblockt wurde (48.). Die Partie plätscherte danach vor sich hin, während die Hoeneß-Truppe die Spielkontrolle auf ihrer Seite hatte. Aufregung gab es eine Viertstunde vor dem Abpfiff, nachdem Berlins Kapitän Boyota nach einem Foulspiel gegen Stiller mit Rot vom Platz flog (76.). Für den Belgier war es bereits der siebte Platzverweis in der Karriere.

Die Gäste waren fortan auf Schadensbegrenzung bedacht, während der TSG trotz einiger guter Offensivaktionen der dritte Treffer verwehrt blieb. Torschütze Rudy nach dem Abpfiff: "In der zweiten Hälfte haben wir ein wenig auf Verwalten gespielt, aber der Sieg ist hochverdient. Wir freuen uns natürlich, dass es aktuell zu Hause so gut läuft." Für Skov war das Miteinander ausschlaggebend für den Erfolg: "Es war eine gute Teamleistung. Wir haben füreinander gekämpft. Wir sind sehr glücklich heute, das ist ein tolles Gefühl. Wir wollten mutig und offensiv agieren."

Für die Hoffenheimer geht es am 11. Spieltag am Samstag, den 6. November um 15.30 Uhr weiter mit dem Auswärtsspiel bei Aufsteiger VfL Bochum.

TSG Hoffenheim - Hertha BSC Berlin (2:0)

TSG Hoffenheim: Baumann - Posch, Grillitsch, Vogt - Akpoguma, Geiger (84. Richards), Skov - Rudy (66. Samassekou), Stiller (77. Baumgartner) - Bebou (66. Rutter), Kramaric
Hertha BSC: Schwolow - Zeefuik (46. Jovetic), Boyata, Stak, Pekarik - Ascasibar, Serdar - Richter (69. Ekkelenkamp), Darida (46. Maolida(77. Tousart)), Mittelstädt - Piatek (61. Belfodil)

Tore: 1:0 Kramaric (19.), 2:0 Rudy (36.)
Rote Karte: Boyata (76.)
Schiedsrichter: Jablonski
Zuschauer: 8.127

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 30 Oktober 2021

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