Dienstag, 30. November 2021

Sebastian Hoeness: "Wir haben Bock die Bayern zu ärgern."

erstellt am Freitag, 22 Oktober 2021
Archivbild: TSG 1899 Hoffenheim vs. FC Bayern Muenchen - v. li. im Zweikampf Serge Gnabry (Bayern München) und Christoph Baumgartner (Hoffenheim). Archivbild: TSG 1899 Hoffenheim vs. FC Bayern Muenchen - v. li. im Zweikampf Serge Gnabry (Bayern München) und Christoph Baumgartner (Hoffenheim). Bild: Siegfried Lörz Kraichgaufoto

sport-kurier. Rein tabellarisch sorgt das Duell am 9. Bundesliga-Spieltag zwischen dem Tabellenersten FC Bayern München

...und dem Neunten TSG Hoffenheim zwar für klare Verhältnisse, doch die letzten Ergebnisse im Direktvergleich deuten alles andere als auf eine klare Angelegenheit für den Rekordmeister hin. Die Kraichgauer holten aus den letzten zehn Bundesligaspielen gegen den Serienmeister mit vier Siegen und einem Unentschieden 13 Punkte - so viele wie kein anderes Team. Beide Mannschaften gewannen in der vergangenen Saison ihr Heimspiele jeweils 4:1.

Im Duell Rot-Weiß gegen Blau-Weiß stehen einige Akteure besonders im Fokus. Zum einen ist es das Duell der beiden jüngsten Bundesligatrainer: Auf Bayern-Seite der 34-jährige ehemalige TSG-Coach Julian Nagelsmann (116 BL-Spiele) und auf der anderen Seite der ehemalige 39-jährige FCB- Coach Sebastian Hoeneß, der nach zwei Jahren U19 anschließend den FC Bayern II zur Meisterschaft in der 3. Liga führte.

Interessant ist auch der Vergleich der beiden Torjäger: Während Bayerns polnische Tormaschine Robert Lewandowski gegen keinen anderen Bundesligatorhüter öfters trifft als TSG-Keeper Oliver Baumann (17-mal) und letzte Saison mit 41 Toren eine neue Bundesligabestmarke aufstellte, zeichnet sich Hoffenheims Kroate Andrej Kramaric (20 Torerfolge in der vergangenen Runde) nicht nur mit Treffern sondern neuerdings auch als Top-Vorlagengeber aus (sechs Vorlagen). Und schließlich ist da noch das Duell der beiden dienstältesten und erfahrensten Torhüter Manuel Neuer, der vor seinem 300. Bundesligaspiel steht und sein Gegenüber Baumann, der bislang schon 368 Erstligaspiele bestritt.

TSG-Trainer Hoeneß sieht sein Team nicht chancenlos: "Wir fahren nach München, um die Bayern zu ärgern. Darauf haben wir richtig Bock und das ist unser klares Ziel. Wir haben gesehen, dass auch die Gegner zu Gelegenheiten kommen. Wir wollen effizient sein und diese Chancen nutzen. Wir wissen, dass wir Druckphasen der Münchner überstehen müssen. Da werden wir hellwach sein müssen und brauchen dafür Überzeugung sowie Mut."

Die Nordbadener sind im bisherigen Saisonverlauf, was die Trefferausbeute anbelangt schwer auszurechnen. Die 17 in acht Partien erzielten Treffer verteilen sich auf zwölf unterschiedliche Spieler - was gleichzeitig Ligabestwert ist. Besonders motiviert dürfte die Bayern-Leihgabe Chris Richards vor dem Duell mit den Münchnern sein. Hoffenheims Defensivspieler sagte im Vorfeld der Partie: "Gegen ein Team wie den FC Bayern muss man fast fehlerfrei spielen. Dazu braucht man dann noch eine Portion Glück. Wir sollten einfach mit der gleichen Einstellung in die Partie gehen, wie zuletzt gegen Köln. Kontern, einfach spielen und gut verteidigen - wir werden tun, was nötig ist, um diese Partie zu gewinnen. Und hoffentlich ist das Glück diesmal auf unserer Seite."

Personell müssen die Kraichgauer neben den bekannten Langzeitverletzten auch auf Rechtsverteidiger Pavel Kaderabek verzichten. Der Tscheche zog sich gegen Köln eine Verletzung am rechten Sprunggelenk zu. Beide Mannschaften konnten zuletzt klare Erfolge für sich verbuchen: Die TSG fertigte Köln im eigenen Stadion 5:0 ab und die Bayern siegten im Bundesliga-Spitzenspiel in Leverkusen 5:1 und gewannen in der Champions League bei Benfica Lissabon 4:0. Dabei fehlte Trainer Julian Nagelsmann am Mittwochabend erkrankt und musste von seinem Assistenten Dino Toppmöller kurzfristig vertreten werden.

Gestern teilte der Rekordmeister mit, dass sein Cheftrainer trotz vollständiger Impfung positiv auf Corona getestet wurde und sich jetzt in häusliche Isolation begeben wird. Nach einem Kabinettsbeschluss vom 4. Oktober ist die Vollauslastung der Allianz Arena mit 75.000 Besuchern wieder möglich. Die Voraussetzung im Rahmen der Corona-Schutzmaßnahmen ist dabei die sogenannte 3G-Plus-Regelung. Auf Grundlage des Kabinettsbeschlusses entfallen zudem die Maskenpflicht und Abstandsregelung sowie das Ausschank-Verbot alkoholischer Getränke.

 

 

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 22 Oktober 2021

1. Bundesliga