Mittwoch, 27. Oktober 2021

Stürzt der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim in die Krise?

erstellt am Mittwoch, 13 Oktober 2021
Für den Ex-Hoffenheimer Anthony Modeste läufts bei den Kölnern gut. Freitagabend kommt er an seine alte Wirkungsstätte zurück. Für den Ex-Hoffenheimer Anthony Modeste läufts bei den Kölnern gut. Freitagabend kommt er an seine alte Wirkungsstätte zurück. Bild: Marc Schüler Sportpics

sport-kurier. Nach der Länderspielpause rollt am Wochenende wieder der Bundesligafußball.

Den 8. Spieltag eröffnet die TSG Hoffenheim im Flutlichtspiel am Freitagabend um 20.30 Uhr in Sinsheim gegen den 1. FC Köln. Nach den zuletzt enttäuschenden Zuschauerzahlen bei den ersten drei Heimspielen erwarten die Kraichgauer eine nahezu "ausverkaufte" Arena. Bislang sind bereits alle Sitzplätze vergriffen, es gibt lediglich noch Stehplatztickets, die für Dauerkartenbesitzer und Vereinsmitglieder erhältlich sind. Unter den zulässigen maximal 15.075 Zuschauern werden rund 2.500 Köln-Fans erwartet.

Während sich die TSG Hoffenheim nach der enttäuschenden Vorstellung am letzten Spieltag beim 1:3 in Stuttgart als Tabellenelfter keine weitere Niederlage leisten können, um die allgemeine Unzufriedenheit bei den Fans nicht noch größer werden zu lassen, können die Rheinländer recht entspannt die Reise in den Kraichgau antreten. Das Geißbock-Team hat sich nach drei Siegen, drei Unentschieden und erst einer Niederlage überraschend auf Platz 6 etabliert. Was in der laufenden Saison einzig noch fehlt ist ein Auswärtssieg.

Dabei gab es mit einem 2:3 beim FC Bayern und zwei 1:1-Unentschieden in Freiburg und Frankfurt dennoch Achtungserfolge. Für TSG-Trainer Sebastian Hoeneß strotzen die Gäste vom Rhein derzeit gerade so vor Selbstvertrauen: "Sie haben die Erwartungen in dieser Saison übertroffen, indem sie sehr mutig Fußball spielen. Das liegt an Steffen Baumgart, aber auch an den Spielern. Sie sind eine Mannschaft der Stunde. "Um gegen dieses Team bestehen zu können, erhofft sich der Hoffe-Coach von seinen Spielern ein deutlich anderes Gesicht und auch eine andere Herangehensweise wie zuletzt in Stuttgart: "Für einen solchen Fußball wollen wir nicht stehen. Wir werden eine Leidensfähigkeit brauchen. Wir müssen gegen Köln dagegenhalten."

Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Bundesligaspielen erhofft man sich bei den Hoffenheimern, die bisherige Erfolgsserie mit zehn ungeschlagenen Bundesligaspielen gegen die Kölner fortsetzen zu können. Die letzten sechs Duelle wurden bei einem Torverhältnis von 20:4 allesamt gewonnen, die Geißböcke feierten letztmals vor sechs Jahren einen 3:2-Heimsieg über die Nordbadener. Ein Erfolgsgarant für diese Serie ist der kroatische Nationalstürmer Andrej Kramaric, der noch keines seiner sieben Bundesligaspiele gegen die Rot-Weißen (fünf Siege, zwei Remis) verloren hat und in den letzten beiden Duellen gegen den FC fünf Treffer beisteuerte.

Allgemein hängt vieles bei den Kraichgauern von der Torgefährlichkeit ihres Rekordtorschützen ab. Läuft´s bei Kramaric, läuft´s auch im Team. Trifft er oder bereitet er, wie zu Saisonbeginn vier Mal in Folge, Treffer seiner Mitspieler vor, kann am Ende meistens gejubelt werden. Hat der 30-Jährige jedoch mal eine Torflaute, hapert es im Sturmzentrum und letztendlich auch am Erfolg. Kölns-Torhüter Timo Horn warnt bereits im Vorfeld in einem Bild-Interview vor Kramaric: "Auf ihn ein Hauptaugenmerk zu legen, ist schon wichtig. Das haben wir in den letzten Jahren nicht genug geschafft. So einen Spieler ganz auszuschalten, ist schwer. Er hat schon eine Qualität über 90 Minuten, sich immer wieder Situationen zu erspielen. Da müssen wir höllisch aufpassen."

Dennoch zeigt sich Horn nach den letzten Liga-Ergebnissen optimistisch: "Wir fahren selbstbewusst dahin und wollen dort unseren Fußball durchsetzen. Dann haben wir wieder eine Chance, drei Punkte mitzunehmen. Das waren immer wilde Spiele in Hoffenheim. Wenn man sich auf dieses Hin-und-Her einlässt, dann hat die TSG schon Spieler, die sehr stark sind und Situationen lösen können."

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 13 Oktober 2021

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