Dienstag, 30. November 2021

3:1 Derbypleite für die TSG Hoffenheim beim VfB Stuttgart

erstellt am Sonntag, 03 Oktober 2021
TSG-Keeper Baumann musste in Stuttgart drei Mal hinter sich greifen (Archivbild). TSG-Keeper Baumann musste in Stuttgart drei Mal hinter sich greifen (Archivbild). Foto: Siegfried Lörz Kraichgaufoto

sport-kurier. Am 7. Bundesligaspieltag kassierte die TSG Hoffenheim nach dem Sieg am letzten

... Wochenende gegen den VfL Wolfsburg mit einer 3:1-Niederlage beim VfB Stuttgart einen erneuten sportlichen Rückschlag.

Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß ließ bis auf die Anfangsphase im baden-württembergischen Nachbarschaftsduell vieles vermissen, um den viel engagierteren und zweikampfstärkeren Schwaben Paroli zu bieten. TSG-Coach Hoeneß: „Wir hatten gute Phasen, aber weitestgehend hat uns heute der letzte Punch gefehlt. Dadurch haben wir es Stuttgart zu leicht gemacht.“ Der VfB ist durch den ersten Dreier nach zuvor nur zwei Zählern aus den letzten fünf Spielen punktmäßig mit den Hoffenheimern, die auf Rang 11 zurück rutschten, gleichgezogen.

Die Gäste begannen zunächst couragiert und hatten zu Beginn durch Andrej Kramaric per Kopfball (3.) und mit einem 16-Meterschuss (16.) zwei gute Möglichkeiten. Die womöglich spielentscheidende Aktion spielte sich bereits zwischen der 17. und 18. Minute ab: Nachdem Ihlas Bebou sich mit einer Körpertäuschung im Strafraum durchgesetzt hatte und aus sechs Metern nur die Unterkannte der Latte traf, brachte auf der anderen Seite Marc-Oliver Kempf mit seinem 3. Saisontreffer den VfB nach einer Ecke per Kopfball 1:0 in Führung (18.).

Der Treffer hatte Signalwirkung, denn in einer Phase, wo die Kraichgauer selbst dem Führungstreffer nahe waren, schlugen die Schwaben eiskalt zu und wurden in der Folge, angetrieben von ihren lautstarken Fans immer stärker. Die Blau-Weißen taten sich nun immer schwerer und hatten vor der Pause bis auf einen Schuss von Kramaric, den VfB-Keeper Müller parierte (33.), keine nennenswerte Torchance.

Nach verteiltem Spiel in Hälfte 2 fiel nach einer Stunde mit großzügiger Unterstützung der Kraichgauer das vorentscheidende 2:0 für die Gastgeber. Sargis Adamyan leistete sich im Mittelfeld einen fatalen Ballverlust an Stuttgarts Innenverteidiger Konstantinos Mavropanos, der im Vollsprint in den Strafraum dribbelte und mit einem platzierten Schuss ins lange Eck TSG-Keeper Oliver Baumann keine Chance ließ (60.). Es war bereits der zwölfte Saisontreffer eines Stuttgarter Verteidigers.

Die größte Chance für die Gäste hatte erneut Kramaric, der nach Flanke von David Raum freistehend aus fünf Metern den Ball neben das Tor köpfte (69.). Dies sollte sich rächen, denn Massimo setzte sich auf der rechten Stuttgarter Angriffsseite durch und traf flach ins lange Eck zur 3:0-Führung (81.). Der Anschlusstreffer des kurz zuvor eingewechselten Jacob Bruun Larsen durch einen leicht abgefälschten Distanzschuss fiel zu spät (84.).

Für TSG-Keeper Baumann war es eine verdiente Niederlage: „In der ersten Hälfte hat uns die Effektivität gefehlt. Da war es eine ausgeglichene Partie. Danach waren wir nicht mehr gut genug in den Zweikämpfen. Wir haben es Stuttgart zu einfach gemacht. Es darf uns nicht passieren, dass wir nach dem Rückstand den Faden verlieren. Im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel war es ein Schritt zurück.“


VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim (3:1)

VfB Stuttgart: Müller – Mavropanos, Anton, Kempf – Coulibaly, Karazor, Sosa – Mangala (76. Nartey), Endo – Führich – Marmoush (76. Klimowicz)
TSG Hoffenheim: Baumann – Kaderabek (57. Akpoguma), Vogt, Richards, Raum – Samassékou (57. Rutter), Grillitsch – Geiger (69. Bruun Larsen), Adamyan (83. Rudy) – Bebou (69. Dabbur), Kramaric

Tore: 1:0 Kempf (18.), 2:0 Mavropanos (60.), 3:0 Massimo (81.), 3:1 Bruun Larsen (84.)
Schiedsrichter: Harm Osmers
Zuschauer: 25.000

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 03 Oktober 2021

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