Freitag, 07. Mai 2021

Niederlage im Baden-Württemberg-Derby ++ TSG Hoffenheim unterliegt beim VfB Stuttgart 0:2

erstellt am Montag, 15 März 2021
"Wir waren zu ineffizient", meinte Florian Grillitsch (TSG) "Wir waren zu ineffizient", meinte Florian Grillitsch (TSG) Bild: KraichgauSport / Lörz

sport-kurier. Der Wunsch von Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß ("Wir wollen die Nummer eins in Baden-Württemberg sein. Wir wollen

...bis zum Saisonende den SC Freiburg und den VfB Stuttgart in der Tabelle überholen") wird sich nach derzeitigem Stand der Dinge wohl nicht erfüllen.

In der von ihm angekündigten Rolle des "Jägers" ließen die Kraichgauer im Bundesliga-Nachbarschaftsduell beim VfB Stuttgart den hierfür nötigen Biss sowie die entsprechende Effizienz im Torabschluss vermissen und unterlagen nach Treffern von Adams (Eigentor) und Kalajdzic mit 0:2.

Während die Schwaben als Tabellenachter vier Punkte hinter einem Europa League-Platz rangieren, rutschten die Nordbadener nach ihrer elften Saisonniederlage wieder zurück in die zweite Tabellenhälfte auf Rang elf.

Nach verhaltenem Beginn ohne zwingende Toraktionen gingen die Gastgeber nach einer Viertelstunde mit großzügiger Unterstützung des Gegners in Führung. Wamangituka setzte sich gegen Sessegnon durch, passte in die Mitte, wo VfB-Torjäger Kalajdzic den Ball zwar verpasste, aber dafür der dahinter positionierte Adams unbedrängt mit der Picke ins eigene Tor traf (15.).

Stuttgart war in der Folge zwar die aktivere Mannschaft, konnte sich aber kaum Chancen erspielen. Die Gäste taten sich im Spiel nach vorne schwer und hatten erstmals nach 38 Minuten die große Ausgleichschance. Nach Flanke von Kaderabek köpfte Stürmer Kramaric aus kurzer Distanz genau auf den Körper von VfB-Keeper Kobel. Nur vier Minuten später jagte Sessegnon aus spitzem Winkel die Kugel knapp übers VfB-Tor (42.).

In der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte tat sich wenig, beide Teams leisteten sich viele Fehlpässe, wirkten unkonzentriert und hektisch. Auf beiden Seiten gab es lediglich zwei gefährliche Distanzschüsse zu verzeichnen: Zunächst parierte Kobel ein Schuss von Grillitsch (55.), und auf der anderen Seite verfehlte Wamangituka aus spitzem Winkel nur knapp das TSG-Tor (61.).

Kurz darauf fiel die Vorentscheidung: Nach einem Konter wurde Wamangituka rechts steil geschickt, dieser passte in der Mitte zum mitgelaufenen Kalajdzic, der frei vor Baumann nur noch zum 2:0 einzuschieben brauchte (64.). Für den Österreicher war es bereits der siebte Treffer im siebten Spiel in Folge.

Man konnte den Blau-Weißen zwar nicht unterstellen, nicht alles zu geben um die drohende Derby-Niederlage noch abzuwenden, aber man konnte zunehmend den Eindruck gewinnen, als ob in vorderster Front einfach nichts gelingen sollte. Allen voran bei Torjäger Kramaric, der zunächst mit einem Heber (70.) und dann bei einem Distanzschuss (71.) kein Schussglück hatte.

Auch der eingewechselte Dabbur brachte nicht den erhofften frischen Schwung ins Angriffszentrum. Nach Vorarbeit von Kramaric trat der Israeli in aussichtsreicher Position nur das Außennetz (74.). Auf der gegenüberliegenden Seite sorgte immer wieder der schnelle Wamangituka für Gefahr. Auf Vorlage des Kongolosen kam Endo frei zum Torabschluss, doch Baumann verhinderte reaktionsschnell das mögliche 3:0 (84.).

Nachdem in der Schlussphase noch Skov und Kramaric ihre Chancen nicht verwerten konnten, blieb es beim 2:0-Erfolg des effizienteren Aufsteigers vom Neckar. TSG-Abwehrchef Grillitsch analysierte nach dem Abpfiff treffend: "Heute war es von uns im letzten Drittel nicht gut genug. Wir waren zu ineffizient. Der letzte oder vorletzte Pass hat heute nicht gestimmt. Das hat sich über die 90 Minuten durchgezogen. Wir hatten 16 Torschüsse, einer muss dann auch mal reingehen."

Für Stürmer Bebou war der Gegner einfach effektiver: "Wir haben es verpasst, in der Offensive effizient zu sein. Stuttgart hat es vor dem Tor besser gemacht. Wir haben zu oft die falsche Entscheidung getroffen." Am 26. Spieltag empfängt die TSG Hoffenheim am Sonntag, den 21. März um 13.30 Uhr in Sinsheim den FSV Mainz 05.

Statistik:
VfB Stuttgart: Kobel - Mavropanos, Anton, Kempf - Wamangituka (88. Massimo), Endo, Mangala (43. Ahamada), Sosa - Castro (88. Stenzel), Förster (61. Coulibaly) - Kalajdzic
TSG Hoffenheim: Baumann - Adams, Grillitsch, Richards - Kaderabek, Rudy, Samassékou (82. Adamyan), Sessegnon (59. Skov) - Baumgartner (48. Dabbur) - Bebou (82. Rutter), Kramaric
Tore: 1:0 Adams (15./Eigentor), 2:0 Kalajdzic (64.)
Schiedsrichter: Dingert (Thallichtenberg)

 

 

Letzte Änderung am Montag, 15 März 2021

1. Bundesliga