Freitag, 26. Februar 2021

Für den 1. FC Köln war nichts zu holen ++ TSG Hoffenheim siegt 3:0 (2:0)

erstellt am Montag, 25 Januar 2021
Andrej Kramaric traf zwei Mal vom Punkt aus. Andrej Kramaric traf zwei Mal vom Punkt aus. Bild: Siegfried Lörz Kraichgaufoto.

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim konnte mit einem 3:0-Heimsieg über den 1. FC Köln den Abstand zur Abstiegsregion weiter

...vergrößern und rangiert nach dem Bundesliga-Rückrundenauftakt mit 22 Punkten auf Tabellenplatz 11. Die Kraichgauer blieben damit zum dritten Mal in Folge ohne Gegentreffer.

Das Ergebnis liest sich aber deutlicher, als es letztlich war. Die TSG war bei der Chancenverwertung deutlich effizienter, während den Rheinländern das entsprechende Spielglück fehlte. Zudem war die Hoeneß-Truppe nervenstärker, indem sie beide zugesprochenen Elfmeter durch Kramaric souverän verwandelte, während die Kölner ihren Strafstoß durch Modeste vergaben. Durch seine beiden Elfmetertore hat Kramaric mit seinen Bundesligatoren Nummer 73 und 74 seinen Landsmann Olic nun als alleiniger kroatischer Rekordtorschütze in der Bundesliga überholt. Hoffenheims Torgarant und Rekordmann: "Ich werde mit Ivica Olic auf jeden Fall telefonieren. Ich bin natürlich glücklich, den Rekord des besten kroatischen Torschützen in der Bundesliga gebrochen zu haben. Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffen könnte."

Das Team von Trainer Hoeneß erwischte einen Traumstart und ging bereits nach sieben Minuten per Strafstoß in Führung. Kölns Cestic unterlief bei einem Schuss von Bebou ein Handspiel, was Kramaric mit dem 1:0 auf locker, lässige Art vom Punkt aus bestrafte (7.). Die Gäste taten sich gegen die gut organisierte Hoffenheimer Hintermannschaft schwer und konnten sich kaum Tormöglichkeiten erspielen. Nach der ersten wenig unterhaltsamen halben Stunde nahm die Partie dann zunehmend etwas Fahrt auf, was vor allem an den Gastgebern lag. Zunächst konnte FC-Keeper Horn einen Kramaric-Schuss gerade noch über die Querlatte lenken (27.), doch kurz darauf war er machtlos, als Baumgartner einen Gacinovic-Schuss mit der Hacke aus kurzer Distanz zum 2:0 ins rechte Eck abfälschte (28.).

Die Gäste taten sich weiter schwer und kamen erst in der Schlussphase der ersten Hälfte durch Wolf zu zwei Möglichkeiten: Zunächst scheiterte der Mittelfeldspieler aus kurzer Distanz an TSG-Keeper Baumann (34.) und in der Nachspielzeit traf er per Kopf nur den Pfosten (45.+1). Nachdem kurz zuvor Kramaric aus 17 Metern das Tor knapp verfehlt hatte, blieb es bei der 2:0-Pausenführung.

In der zweiten Hälfte flachte die Partie zunehmend und es ergaben sich kaum Strafraumaktionen. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe Baumgartner mit einem Schuss aus spitzem Winkel wieder ein erstes Ausrufezeichen setzte. Kurz darauf die Entscheidung: Nach einem Foul des eingewechselten Modeste an Baumgartner entschied Schiedsrichter Jablonski auf Elfmeter, den erneut Kramaric mit seinem zwölften Saisontor souverän zum 3:0 verwandelte (74.). Für Übeltäter Modeste sollte es noch schlimmer kommen: Nach einem Foulspiel von Posch an Wolf gab es dieses Mal Strafstoß auf der anderen Seite. Doch der ehemalige TSG-Stürmer Modeste fand trotz platziertem Schuss in die linke Ecke in Baumann seinen Meister (78.).

Dabei blieb es. Für die Hoffenheimer war es der inzwischen sechste Sieg in Folge gegen die Domstädter. Elfmeterkiller Baumann glaubt deutliche Entwicklungsfortschritte in der Mannschaft festgestellt zu haben: "Mittlerweile haben wir die Baustellen besser im Griff und verteidigen besser. Wir wissen aber, dass es kein optimales Spiel war. Ich würde mir wünschen, dass wir im Ballbesitz noch etwas ruhiger werden."

Torschütze Baumgartner sieht die TSG auf einem guten Weg: "Wir hatten einige schwierige Wochen und wussten, dass wir stabiler werden mussten. Das haben wir mit dem dritten Zu-Null-Spiel nacheinander geschafft." Enttäuschung dagegen bei FC-Trainer Gisdol: "Wir müssen die Standardsituationen besser verteidigen. Dadurch haben wir uns um den Lohn gebracht. Wir waren nicht wach genug und wurden bestraft."

Am nächsten Spieltag (15.30 Uhr) gastieren die Nordbadener bei Tabellenführer Bayern München.


TSG Hoffenheim: Baumann - Adams, Nordtveit, Posch - Gacinovic, Rudy, Samassekou (88. Bogarde), Gacinovic (75. Kaderabek) - Baumgartner - Bebou (75. Adamyan), Kramaric (82. Dabbur)
1. FC Köln: Horn - Cestic (30. Mere), Bornauw, Horn - Ehizibue (30. Thielmann), Skhiri, Hector, Katterbach (61. Jakobs) - Wolf, Drexler - Duda (61. Modeste)

Tore: 1:0 Kramaric (7./Handelfmeter), 2:0 Baumgartner (28.), 3:0 Kramaric (74./Foulelfmeter)
Besondere Vorkommnisse: Baumann hält Foulelfmeter von Modeste (78.)
Schiedsrichter: Jablonski

 

 

Letzte Änderung am Montag, 25 Januar 2021

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