Donnerstag, 25. Februar 2021

Hoffenheim gelingt bei Hertha BSC der Befreiungsschlag ++ 3:0 Auswärtssieg

erstellt am Mittwoch, 20 Januar 2021
Archivbild: Kramaric schnürte in Berlin einen Doppelpack. Archivbild: Kramaric schnürte in Berlin einen Doppelpack. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Der TSG Hoffenheim gelang am 17. Bundesliga-Spieltag der Befreiungsschlag.

Die Kraichgauer siegten im Kellerduell bei Hertha BSC Berlin durch Tore von Sebastian Rudy und zwei Mal Andrej Kramaric 3:0 und kletterten in der Tabelle mit nun 19 Punkten (vorläufig) auf Platz elf.

Besonders für den zuletzt verstärkt in die Kritik geratenen Trainer Sebastian Hoeneß dürfte der erste Sieg im Jahr 2021 an alter Wirkungsstätte vor coronaleeren 75.000 Rängen im riesigen Olympiastadion wie eine Befreiung gewirkt haben, auch wenn er kurz vor Anpfiff andeutete "nicht nervöser als sonst" gewesen zu sein.

In den ersten 25 Minuten dominierten die Gastgeber bei 70 Prozent Ballbesitz zwar das Geschehen, versäumten es aber daraus entsprechendes Kapital zu schlagen. Dabei ließen sie die große Führungschance nach zwölf Minuten ungenutzt, als Krzysztof Piatek mit einem von Kasim Adams an Jhon Cordoba verschuldeten Foulelfmeter am reaktionsschnellen Oliver Baumann scheiterte. Der TSG-Keeper hielt nicht nur seinen achten Bundesliga-Elfmeter, sondern auch seine Mannschaft weiter im Spiel.

Für Sebastian Rudy war es eine Schlüsselszene: "Nach dem gehaltenen Elfmeter waren wir wach und kamen gut rein ins Spiel. Zudem kam dann auch im Abschluss mal das nötige Glück dazu." Dafür sorgte der Nationalspieler höchstpersönlich: Nach etwas mehr als einer halben Stunde brachte er die bis dahin in der Offensive harmlosen Gäste überraschend in Führung, indem er aus 15 Metern den Ball leicht abgefälscht vorbei an Keeper Alexander Schwolow zum 0:1 ins Berliner Netz hämmerte (33.). Für den Mittelfeldspieler war es der erste Treffer seit September 2019.

In der zweiten Hälfte drängte das von Hertha-Coach Bruno Labbadia in der Offensive zusätzlich verstärkte Team zwar auf den Ausgleich, doch die an diesem Tag besonders effektiven Hoffenheimer schlugen eiskalt zu und schraubten das Ergebnis durch einen Doppelpack von Kramaric auf 3:0 hoch.

Zunächst traf der Kroate nach einem Schuss von Diadie Samassekou aus kurzer Distanz (68.) und kurz vor dem Ende zirkelte er einen Freistoß aus 18 Metern gefühlvoll ins linke Tordreieck zum Endstand (88.). Kramaric zog mit seinen Bundesligatreffern 71 und 72 mit Ivica Olic gleich und ist nun der erfolgreichste kroatische Torschütze der Bundesliga-Geschichte.

In der 87. Minute hatte der eingewechselte Ihlas Bebou Pech, als er nach einem Konter mit einem Gewaltschuss am rechten Lattenkreuz (87.) scheiterte. Trainer Hoeneß sprach im Anschluss von einem sehr glücklichen Sieg nach einem ausnahmsweise mal günstigen Spielverlauf für sein Team. Während der 38-Jährige seiner Mannschaft in der ersten Hälfte mit Ball kein gutes Zeugnis ausstellte, lobte er das "sehr gute und diszipliniert verteidigen", das für ihn auch die Basis sein muss.

Hoeneß weiter: "In solchen Phasen geht es nur über Ergebnisse, um sich wieder Selbstvertrauen zu holen. Wir brauchen Punkte und Erfolgserlebnisse, was heute beides optimal geklappt hat." Am Sonntag soll dies nun zu Hause im ersten Rückrundenspiel um 18 Uhr gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Köln eine Fortsetzung finden. Mit einem weiteren Dreier gegen die Gisdol-Truppe könnten sich die Hoffenheimer ein kleines Polster zu den Abstiegsregionen schaffen.

Hertha BSC Berlin - TSG Hoffenheim (0:3)

Hertha BSC Berlin: Schwolow - Pekarik (46. Zeefuik), Stark, Alderete, Mittelstädt (60. Netz) - Tousart - Darida (60. Lukebakio), Guendouzi - Cunha - Cordoba, Piatek (72. Redan)
TSG Hoffenheim: Baumann - Adams, Vogt (61. Nordtveit), Posch - Gacinovic, Rudy, Samassékou, John - Baumgartner (88. Bogarde) - Kramaric (90. Adamyan), Dabbur (61. Bebou)

Tore: 0:1 Rudy (33.), 0:2 Kramaric (68.), 0:3 Kramaric (88.)
Besondere Vorkommnisse: Baumann hält einen Foulelfmeter von Piatek (12.).

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 20 Januar 2021

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