Mittwoch, 27. Oktober 2021

TSG Hoffenheim enttäuscht +++ 1:3 gegen den SC Freiburg

erstellt am Sonntag, 03 Januar 2021
Ihlas Bebou konnte auf 1:3 verkürzen, mehr gelang den Hoffenheimern nicht mehr. Ihlas Bebou konnte auf 1:3 verkürzen, mehr gelang den Hoffenheimern nicht mehr. Bild: Siegfried Lörz Kraichgaufoto

sport-kurier. Katastrophaler Start für die TSG Hoffenheim ins neue Jahr.

Die Kraichgauer kassierten im badischen Derby gegen den SC Freiburg eine empfindliche 1:3-Heimniederlage und rutschten in der Tabelle zurück auf Platz 13.

Nach dem DFB-Pokal-Aus kurz vor Weihnachten gegen Zweitligist Greuther Fürth (6:7 n. E.) folgte eine weitere Enttäuschung an gleicher Stelle. Die Leistung der Blau-Weißen vor allem in der ersten Hälfte war erschreckend schwach. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß wirkte bei der vierten Saisonheimniederlage vor allem in den ersten 45 Minuten mit einer außergewöhnlich hohen Fehlpassquote und wenig Zug nach vorn in die Spitzen. Freiburg hatte gegen einen hilflos, teils völlig überfordert wirkenden Gegner wenig Mühe, war bissiger, griffiger in den Zweikämpfen.

Beim 0:1 durch Baptiste Santamaria fehlte es an der nötigen Abstimmung (7.), beim 0:2 durch einen von Vinzenco Grifo verwandelten, aber unberechtigten Elfmeter (34.) sah die schlecht gestaffelte Defensive nicht gut aus und beim 0:3 grätschte Kasim Adams ohne jegliche Bedrängnis eine Hereingabe von Ermedin Demirovic aus fünf Metern ins eigene Tor (42.).

Zu allem Übel verletzten sich in der Anfangsviertelstunde Sebastian Rudy (Knie) in seinem 300. Bundesligaspiel und Kevin Akpoguma (muskuläre Probleme im Oberschenkel). Beide mussten durch Bogarde und Robert Skov ersetzt werden.

TSG-Coach Hoeneß hatte zur ersten Hälfte einen passenden Vergleich: "Der Verlauf passt perfekt in das Drehbuch eines Horrorfilms. Die ersten Minuten vor dem Gegentor waren aus meiner Sicht gar nicht schlecht. Kurz darauf steht es 0:1 und wir haben zwei Verletzte. Das hat uns beeindruckt. Wir waren nicht mehr so aktiv und nicht mehr so kompakt im Spiel gegen den Ball."

Die Gastgeber konnte in der zweiten Hälfte zwar deutlich zulegen, mehr Zweikämpfe für sich entscheiden und mehr Druck erzeugen, aber außer dem 1:3 durch Ihlas Bebou, der aus 15 Metern zentraler Position ins rechte Eck traf (58.), reichte es nicht. Vielleicht hätte die Partie noch eine Wende genommen, wenn Andrej Kramaric eine Skov-Ecke per Kopf aus kurzer Distanz anstatt ans Außennetz im Tor untergebracht hätte (62.). Doch bis auf zwei Chancen durch Kramaric (83.) und einem Freistoß von Skov (85.), die jeweils SC-Keeper Florian Müller vereitelte, wollte nicht mehr gelingen.

Freiburg feierte seinen Aufschwung mit dem vierten Bundesligasieg und gleichzeitig dritten Sieg gegen die TSG in Folge und kletterte in der Tabelle auf Rang 9. Entsprechend enttäuscht zeigte sich TSG-Torhüter Oliver Baumann: "Ich bin total angefressen. Es geht so nicht, wie wir verteidigen. Wir bekommen extrem viele einfache Gegentore." Der Abstand zum anvisierten ersten Tabellendrittel wird für die Kraichgauer immer größer. Nur aufgrund der Tatsache, dass keine der abstiegsgefährdeten Mannschaften am 13. Spieltag punkten konnte, beträgt der Vorsprung zum Relegationsplatz weiterhin fünf Zähler.

Es folgen nun ganz entscheidende, richtungsweisende Spiele gegen Schalke 04, Arminia Bielefeld, Hertha BSC Berlin und 1. FC Köln. Sollten sich die Hoffenheimer hier nicht entscheidend durchsetzen, droht womöglich der Abstiegskampf. Dann dürfte auch die Luft für den bislang unantastbaren Trainer Hoeneß in seinem ersten Erstligajahr zunehmend dünner werden. Da hilft es auch nicht, auf das außergewöhnlich große Verletzungspech zu verweisen. Der Kader ist in der Breite zwar gut aufgestellt, aber die Mannschaft liefert nicht entsprechend. Fakt ist, die Hoffenheimer haben es in den Januar-Spielen nun selbst in der Hand, die weitere Richtung vorzugeben.


TSG Hoffenheim - SC Freiburg (1:3)

TSG Hoffenheim: Baumann - Akpoguma (17. Skov), Adams, Vogt, Sessegnon - Rudy (12. Bogarde), Samassekou (76. Adamyan) - Bebou, Kramaric, Baumgartner - Belfodil (76. Dabbur)
SC Freiburg: Müller - Lienhart, Schlotterbeck, Gulde - Schmid (46. Kübler), Santamaria (85. Abrashi), Höfler, Günter - Kwon (65. Petersen), Grifo (80. Sallai) - Demirovic (65. Höler)

Tore: 0:1 Santamaria (7.), 0:2 Grifo (34./Handelfmeter), 0:3 Adams (42./Eigentor), 1:3 Bebou (58.)

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 03 Januar 2021

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