Mittwoch, 27. Oktober 2021

Formstarke Freiburger wollen auch bei der TSG Hoffenheim punkten

erstellt am Donnerstag, 31 Dezember 2020
Freiburgs Trainerfuchs Christian Streich hat zuletzt mit seiner Mannschaft 3 Siege in Folge errungen. Freiburgs Trainerfuchs Christian Streich hat zuletzt mit seiner Mannschaft 3 Siege in Folge errungen. Bild: Siegfried Lörz Kraichgaufoto

sport-kurier. Die abgespeckte Winterpause in der Fußball-Bundesliga ist am Wochenende nach nur zweiwöchiger Pause wieder zu Ende.

Berücksichtigt man noch die Pokalspiele kurz vor Heiligabend, so waren es nur zehn Tage, die den Vereinen nach den vielen Englischen Wochen blieben, um Luft zu holen und kurz durchzuatmen. So auch für die TSG Hoffenheim, die durch die Zusatzbelastung der Europa League-Gruppenphase überdurchschnittlich viele Pflichtspiele in einem engen Zeitkorridor zu bestreiten hatte.

Die Kraichgauer ließen im bisherigen Saisonverlauf jegliche Konstanz vermissen, Höhen und Tiefen wechselten sich ergebnistechnisch ständig ab. Während sich die TSG auf internationaler Bühne souverän für die K.o.-Runde qualifizierte, sind das bisherige Abschneiden im Ligaalltag sowie das frühzeitige Ausscheiden in der 2. Runde des DFB-Pokals eher enttäuschend.

Unter dem neuen Trainer Sebastian Hoeneß konnte die Mannschaft nur zwei Bundesligasiege in Folge feiern. Nach dem Überraschungscoup gegen den FC Bayern München am 2. Spieltag ging es von Platz 1 kontinuierlich abwärts bis auf Rang 13. Der letzte Sieg des Jahres in Mönchengladbach bewahrte die Blau-Weißen sich gefährlich an die Abstiegsregionen zu nähern. Mit 15 Punkten auf Platz 12 soll es jetzt nach 13 Spieltagen zügig in die obere Tabellenhälfte gehen.

Voraussetzung hierfür ist ein Heimsieg im badischen Nachbarschaftsduell am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg. Eine Aufgabe, die es in sich hat. Die bisherigen 20 Duelle zwischen Nord- und Südbadenern waren meistens sehr eng. Dabei haben die Gäste aus dem Schwarzwald mit sechs Siegen, fünf Niederlagen und neun Unentschieden knapp die Nase vorn. Das Team von Trainer Christian Streich ist seit fünf Spieltagen mit drei Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen.

Drei Siegen in Folge konnte zuletzt kein anderer Bundesligist aufweisen. Mit ein Garant für den Aufwärtsschwung des SC ist der italienische Nationalspieler Vincenzo Grifo, der mit sechs Bundesligatreffern bereits einen persönlichen Saisonrekord aufstellte. Der technisch hochveranlagte ehemalige Hoffenheimer, zu dessen Spezialitäten vor allem die Standards zählen, ist ein wichtiger Bestandteil des Freiburger Mittelfeldes.

Demgegenüber vertrauen die Gastgeber auf die Torgefährlichkeit ihres kroatischen Stürmers Andrej Kramaric, der gegen die Freiburger in sechs Bundesligaspielen bereits sechs Mal traf. Wie wichtig der Vizeweltmeister für sein Team ist, zeigt die Statistik: Mit Kramaric holte die TSG in neun Ligaspielen 14 Punkte, ohne ihn in vier Partien nur einen Zähler. Nachdem er nach seiner Coronaerkrankung in den letzten Spielen noch nicht seine volle Leistungsfähigkeit abrufen konnte, ist man bei den Kraichgauern zuversichtlich, dass nach dem Jahreswechsel die Schwächephase des Torgaranten überwunden ist.

Bis auf die Langzeitverletzten Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic und Konstantinos Stafylidis kann Trainer Hoeneß personell aus dem Vollen schöpfen. Die Hoffenheimer haben es im Januar selbst in der Hand, sich in der Tabelle weiter hochzuarbeiten. In den nächsten Spielen geht es mit Schalke 04, Arminia Bielefeld, Hertha BSC Berlin und 1. FC Köln ausschließlich gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel. Im ersten Sinsheimer Geisterspiel des Jahres steht am Samstag Hoffenheims Bundesliga-Rekordspieler (236 Einsätze) Sebastian Rudy vor seinem insgesamt 300. Bundesligaeinsatz.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 31 Dezember 2020

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