Montag, 19. Oktober 2020

Andrej Kramaric mit Dreierpack beim 1.FC Köln ++ 3:2 (2:1) Sieg der Hoffenheimer

erstellt am Sonntag, 20 September 2020
Auf Kramaric ist Verlass. In Köln traf der Kroate dreifach. Auf Kramaric ist Verlass. In Köln traf der Kroate dreifach. Bild: S. Lörz/Kraichgaufoto

sport-kurier. Die Bundesliga-Premiere von Sebastian Hoeneß als Trainer ist geglückt.

Die TSG Hoffenheim siegte zum Saisonstart 3:2 beim 1. FC Köln. "Man of the Match" war der dreifache Torschütze Andrej Kramaric, der den Kraichgauern, wie schon eine Woche zuvor im DFB-Pokal, mit seinen Toren zum Sieg verhalf. Die Partie fand aufgrund steigender Corona Inzidenz-Zahlen im RheinEnergie-Stadion vor leeren Rängen statt, obwohl es im Vorfeld hieß, dass 9.200 Zuschauer live dabei sein dürfen.

Die Gastgeber wirkten in der Anfangsphase unsicher, unorientiert und ermöglichten so den Hoffenheimern die frühe Führung durch den Kroaten Kramaric. Nachdem FC-Keeper Horn den Ball zu Mitspieler Hector spielte, leistete dieser sich einen katastrophalen Rückpass, den Hoffenheims Torjäger dankend aufnahm, Horn noch tunnelte und zur 1:0-Führung einschob (3.).

In der Folge hatten die Blau-Weißen durch Kramaric (17.) und Kaderabek (18.) hochkarätige Chancen, die Führung weiter auszubauen. Dies sollte sich rächen. Kölns Neuzugang Andersson erzielte nach Flanke von Thielmann per Kopf den 1:1-Ausgleich (22.).

Die Partie verlief bis kurz vor der Pause ohne erwähnenswerte Höhepunkte. Die TSG wirkte zwar passsicherer und spielstärker, konnte sich aber keine zwingenden Chancen erspielen. Dann wurde es hektisch. Kölns Czichos traf Baumgartner beim Rettungsversuch an der Grenze zum Fünfmeterraum am Fuß. Schiedsrichter Siebert sah sich die strittige Szene mehrfach im Video an und entscheidet schließlich auf Elfmeter. Eine harte, strittige aber durchaus vertretbare Entscheidung. Kramaric trat an und versenkte den Ball gewohnt sicher zur 2:1-Führung (45.+3). Die Pausenführung ging in Ordnung, zumal die Gäste mehr Spielanteile, die klareren Chancen und 9:2 Torschüsse verbuchen konnten.

Die Geißböcke kamen zu Beginn der zweiten Hälfte besser in die Partie, wirkten angriffsfreudiger, energischer und hatten einige gute Ausgleichschancen. Zunächst scheiterte Andersson an TSG-Keeper Baumann (47.), dann vergaben Thielmann (47.), Duda (51.) und Skhiri (53.) das mögliche 2:2. Nach einer Stunde Spielzeit kamen die Nordbadener wieder besser in die Partie hinein, ließen Ball und Gegner laufen und nahmen geschickt Tempo aus der Partie. Eine Kölner Doppelchance läutete dann die Schlussphase ein: Dudas Schuss von der Strafraumgrenze wurde von Baumann zur Seite abgewehrt, wo Drexler den Nachschuss aus spitzem Winkel ans Außennetz setzte (80.).

Kurz vor Schluss fiel fiel der Ausgleichstreffer. Einen Özcan-Freistoß köpfte Andersson aufs Tor. Baumann konnte den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch an den Innenpfosten lenken, von wo dieser Drexler direkt vor die Füße fiel und der aus kurzer Distanz nur noch einschieben brauchte (88.). Jetzt wurde es hektisch. Die Hoffenheimer erhöhten nochmal die Taktzahl und erzielten durch einen Kramaric-Schuss aus 15 Metern in der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer (90.+2).

Das Fazit von Kramaric fiel bescheiden und realistisch aus: "Am Ende war es Glück - wir hätten auch mit dem 2:2 zufrieden sein müssen." Für seinen Trainer Hoeneß war es "ein Sieg der Moral". Für Kölns Trainer Gisdol "wäre es ein hochverdientes Unentschieden gewesen".

Am nächsten Sonntag empfängt die TSG Hoffenheim am 2. Spieltag um 15.30 Uhr den amtierenden Deutschen Meister FC Bayern München in Sinsheim. Stand heute findet die Partie vor 6.030 Zuschauern statt.

1. FC Köln - TSG Hoffenheim 2:3 (1:2)

1. FC Köln: T. Horn - Höger (46. Ehizibue), Bornauw, Czichos, J. Horn - Skhiri (85. Sörensen), Hector - Rexhbecaj (71. Özcan), Duda (89. Katterbach), Thielmann (71. Drexler) - Andersson
TSG Hoffenheim: Baumann - Akpoguma (90.+3 Brenet), Adams, Bicakcic, Kaderabek - Vogt - Geiger (76. Belfodil), Samassekou (76. Gacinovic) - Baumgartner, Kramaric, Dabbur (62. Bebou)

Tore: 0:1 Kramaric (3.), 1:1 Andersson (22.), 1:2 Kramaric (45.+3/Foulelfmeter), 2:2 Drexler (86.), 2:3 Kramaric (90.+2)

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 20 September 2020

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