Mittwoch, 27. Oktober 2021

Die TSG Hoffenheim 82 Minuten in Unterzahl ++ Glücklicher Punktgewinn bei Fortuna Düsseldorf

erstellt am Sonntag, 07 Juni 2020
Hoffenheims Benjamin Hübner kassierte seinen zweiten Feldverweis innerhalb 2 Wochen. Hoffenheims Benjamin Hübner kassierte seinen zweiten Feldverweis innerhalb 2 Wochen. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Die Statistik bleibt bestehen:

Im Duell Hoffenheim gegen Düsseldorf gibt es weiterhin keinen Auswärtssieger. Am 30. Spieltag trennten sich die beiden Bundesligisten leistungsgerecht 2:2-Unentschieden. Während die Kraichgauer durch den Auswärtspunkt weiter im Rennen um die Europa League-Quali bleiben, war das Remis für die Rheinländer im Kampf um den Klassenerhalt deutlich zu wenig, zumal sie 82 Minuten nach einem Platzverweis für Benjamin Hübner in Überzahl spielten.

Die frühe Führung durch Rouwen Hennings (5.) glich Munas Dabbur (17.) aus, ehe Steven Zuber in der zweiten Hälfte die Gäste in Führung brachte (61.). Mit einem verwandelten Foulelfmeter rettete Hennings am Ende den Fortunen zumindest noch einen Zähler (75.).

Die Düsseldorfer erwischten den besseren Start. Bereits nach 5 Minuten brachte Torjäger Hennings die Gastgeber nach Flanke von Kevin Stöger aus kurzer Distanz per Kopf 1:0 in Führung. Gegenspieler Hübner hatte dabei den wuchtigen Stürmer kurzzeitig aus den Augen verloren.

Aufregung gab es wenig später, als TSG-Kapitän Hübner in Erwartung einer Rudy-Ecke im Getümmel im Fünfmeterraum Kaan Ayhan einen Gesichtswischer verpasst (8.). Schiedsrichter Sören Storks entschied beim Studieren der Videobilder auf Rot. Für den Hoffenheimer Abwehrchef war es die bereits zweite Hinausstellung innerhalb von nur zwei Wochen.

Doch die Gäste steckten die numerische Unterzahl schnell weg und glichen durch Dabburs ersten Bundesligatreffer zum 1:1 aus. Nachdem Posch nach einer Freistoßflanke an Torhüter Kastenmeier scheiterte, staubte der Israeli aus kurzer Distanz ab (17.). Große Aufregung und Glück für die Gäste nur eine Minute später, nachdem ein erneuter Kopfballtreffer von Hennings aberkannt wurde, nachdem zuvor Kenan Karaman sich im Luftkampf gegen Gegenspieler Posch mit dem Ellenbogen zu energisch durchgesetzt hatte (18.). Der Tabellensechzehnte bestimmte im weiteren Verlauf mit 68 Prozent Ballbesitz zwar deutlich das Geschehen, konnte sich aber gegen die kompakte gegnerische Defensive nur selten durchsetzen.

In der zweiten Hälfte agierte die TSG etwas offensiver und nahm deutlich mehr am Geschehen teil. Die große Chance zur Führung vergab der Däne Robert Skov, der nach einem schulbuchmäßigen Konter den Ball frei vor dem Tor drüber schoss (49.). Nach einem erneuten überfallartigen Konter setzte sich Skov über die linke Seite durch, passte in die Mitte, wo Zuber von der Strafraumgrenze aus den Ball zum 2:1 flach im rechten Eck versenkte (61.).

Mit zunehmender Spieldauer zogen sich die Gäste immer weiter zurück und überließen dem Gegner die Spielhoheit. Nachdem zunächst Hennings aus sieben Metern knapp übers Tor köpfte, verfehlte ein von Skov abgefälschter Stöger-Schuss nur um Zentimeter das TSG-Tor (74.). Doch eine Minute später war es soweit: Nach einem kurzen Festhalten von Nordtveit am Arm von Thommy im Strafraum entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Kein anderes Bundesligateam verschuldete im bisherigen Saisonverlauf so viele Strafstöße wie die Schreuder-Truppe. Hennings ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und glich mit seinem 14. Saisontreffer zum 2:2 aus (75.).

Mit aller Macht drängten die Gastgeber in der Schlussphase auf den Siegtreffer, setzten sich förmlich in der gegnerischen Hälfte fest. Doch oft wurde dabei planlos mit hohen, weiten Bällen agiert. Letztendlich konnten die leidenschaftlich, aufopferungsvoll verteidigenden Nordbadener das Remis mit Glück und Geschick über die Zeit retten.

Mit dem etwas glücklich gewonnenen Auswärtspunkt konnten die Hoffenheimer am Ende sehr zufrieden sein, während die Düsseldorfer, die in der Gesamtstatistik mehr Ballbesitz, Spielanteile und Torchancen zu verzeichnen hatten, angesichts des noch schweren Restprogramms weiter um den Klassenerhalt zittern müssen. Für die TSG Hoffenheim geht es am Freitagabend mit dem Heimspiel in Sinsheim (Beginn 20.30 Uhr) gegen das Team von Ex-Trainer Julian Nagelsmann weiter.


Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier - Hoffmann (66. Gießelmann), Ayhan, Suttner - Zimmermann (66. Zimmer), Bodzek (66. Morales), Berisha (66. Ofori), Stöger, Thommy - Karaman (83. Kownacki), Hennings
TSG Hoffenheim: Baumann - Nordtveit, Posch (85. Bogarde), Hübner, Bicakcic - Samassekou, Rudy - Skov (85. Grillitsch), Baumgartner (62. Bebou), Zuber (62. Kaderabek) - Dabbur (71. Kramaric)

Tore: 1:0 Hennings (5.), 1:1 Dabbur (17.), 1:2 Zuber (61.), 2:2 Hennings (75./Foulelfmeter)
Rote Karte: Hübner (8.)
Schiedsrichter: Storks

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 07 Juni 2020

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