Sonntag, 19. September 2021

3:1 gegen den 1.FC Köln -"Der doppelte Baumgartner" ++ Aufatmen bei der TSG Hoffenheim

erstellt am Donnerstag, 28 Mai 2020
Christoph Baumgartner war "the Man of the Match". Christoph Baumgartner war "the Man of the Match". Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Am 28. Spieltag konnte der Kraichgauer Erstligist seine Heimschwäche nach zuletzt drei sieglosen Spielen mit einem 3:1-Erfolg über den Tabellennachbarn 1. FC Köln beenden.

"Man oft he Match" war der 20-jährige Christoph Baumgartner, der zwei Treffer (11./46.) und einen Assist zum 3:0 durch Steven Zuber beisteuerte. Nach dem Abpfiff freute sich der Österreicher über einen extrem wichtigen Sieg: "Wenn man zwei Tore erzielt und eins auflegt, ist alles okay. Am Schluss hat man gesehen, dass wir leicht verunsichert waren. Jetzt haben wir die langersehnten drei Punkte." In einer über weite Strecken fairen Partie brachte der Unparteiische Dr. Felix Brych etwas Farbe ins Spiel, als er sechs Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte aussprach.

Wie schon zuletzt beim 1:1 in Paderborn, gingen die Gastgeber erneut früh in Führung. Nach einem langen Pass von Benjamin Hübner auf Bruun Larsen, bediente dieser mit einer scharfen Hereingabe von der linken Seite Baumgartner, der aus sechs Metern durch die Beine von FC-Keeper Timo Horn in der 11. Minute zum 1:0 traf. Die Hoffenheimer ließen danach Ball und Gegner laufen und erspielten sich ein deutliches Übergewicht.

Die Rheinländer schwächten sich in der Folge selbst, als Sebastian Bornauw nach einem heftigen Tritt in die Wade von Baumgartner von Schiedsrichter Byrch zurecht mit Rot vom Platz flog (25.). Doch trotz Unterzahl kam der "Effzeh" im weiteren Spielverlauf immer besser zurecht und hatte durch einen 20-Meter-Distanzschuss von Rexhhbecaj, der knapp vorbeiging, seine erste nennenswerte Torchance (37.). Nur zwei Minuten später verhinderte Pavel Kaderabek den möglichen Ausgleich, als er einen Jacobs-Schuss kurz vor der Torlinie klärte (39.).

Wenig später ertönte erneut die Hoffenheimer Torjubelmelodie in der gespenstisch leeren Arena, nachdem Baumgartner erneut traf. Doch mit Hilfe des Videobeweises nahm Brych den Treffer zu recht wegen Abseits des Vorlagengebers Dabbur zurück. Der Israeli war ein belebendes Element im Sturmzentrum und stand kurz vor dem Pausenpfiff vor seinem ersten Bundesligatreffer, doch sein Kopfball wurde von Horn glänzend pariert (45.+1). Aufgrund der Spielanteile und des besseren Offensivspiels ging die knappe Pausen-Führung der Gastgeber, es war übrigens die Erste nach über einem halben Jahr, vollauf in Ordnung.

In der zweiten Hälfte erwischten die Hoffenheimer einen Blitzstart und sorgten mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung. Es waren gerade mal 37 Sekunden gespielt, als Baumgartner nach einer Skov-Flanke per Kopf mit seinem 6. Saisontreffer auf 2:0 erhöhte (46.) und nur zwei Minuten später legte der junge Österreicher bedrängt von zwei Kölnern mit der Hacke quer auf Steven Zuber, der mit seinem ersten Saisontreffer zum 3:0 einschob (48.).

Wenig später war die numerische Überlegenheit der Blau-Weißen dahin, als nach wiederholtem Foulspiel TSG-Kapitän Hübner mit Gelb-Rot vom Platz musste (50.).

Die Partie verflachte nun etwas und nahm erst nach einer Stunde wieder an Fahrt auf, als der eingewechselte Florian Kainz für das Team des ehemaligen Hoffenheimer Trainers Markus Gisdol auf 1:3 verkürzte (60.). Eine womöglich vorentscheidende Szene dann in der 77. Minute, als nach einem überflüssigen Handspiel von Nordtveit im eigenen Strafraum der ehemalige Hoffenheimer Stürmer Mark Uth per Strafstoß am glänzend parierenden Baumann scheiterte (77.).

Während die Schreuder-Elf in der Restspielzeit im Passivmodus versuchte, das Ergebnis nur noch über die Zeit zu bringen und dabei das Offensivspiel gänzlich einstellte, fanden die Kölner kein Mittel, um nochmal heranzukommen.
Bereits am Samstag gastieren die Nordbadener beim FSV Mainz 05, der als Fünfzehnter noch in Abstiegsnöten steckt.

TSG Hoffenheim: Baumann - Kaderabek, Posch, Hübner, Zuber - Samassékou, Grillitsch (46. Rudy) - Baumgartner (77. Geiger) - Skov, Bruun Larsen (52. Nordtveit) - Dabbur (58. Bebou)
1. FC Köln: Horn - Ehizibue (32. Mere), Bornauw, Leistner, Schmitz (82. Schmitz) - Skhiri, Rexhbecaj - Drexler (55. Kainz), Uth (82. Terodde), Jakobs - Cordoba (82. Modeste)

Tore: 1:0 Baumgartner (11.), 2:0 Baumgartner (46.), 3:0 Zuber (48.), 3:1 Kainz (60.)
Besondere Vorkommnisse: Bornauw Rote Karte (26.), Hübner Gelb-Rote-Karte (51.), Baumann hält Handelfmeter von Uth (76.)
Schiedsrichter: Brych (München)

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 28 Mai 2020

1. Bundesliga