Sonntag, 19. September 2021

Hoffenheim startet mit einer 0:3 Heimpleite gegen Hertha BSC

erstellt am Samstag, 16 Mai 2020
Hoffenheims Kaderabek (blau) gegen Berlins Plattenhardt (weiß). Archivbild. Hoffenheims Kaderabek (blau) gegen Berlins Plattenhardt (weiß). Archivbild. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim verlor am 26. Bundesliga-Spieltag die erste Partie nach der Corona-Zwangspause vor der Geisterkulisse in Sinsheim mit 0:3 gegen Hertha BSC Berlin.

Die Partie war über lange Phasen ausgeglichen, doch am Ende war die effizientere Chancenverwertung der Gäste spielentscheidend.

Der neue Hertha-Coach Bruno Labbadia feierte bei seinem Premierenmatch für die Hauptstädter einen gelungenen Einstand und zugleich seinen siebten Auswärtssieg als Trainer in Sinsheim. Die Herthaner blieben nun schon zum sechsten Mal auswärts ungeschlagen und konnten sich mit dem Dreier beim Re-Start aus den Abstiegsregionen etwas befreien.

Anders sieht die Bilanz bei den Kraichgauern aus, die aufgrund ihrer weiter andauernden Heimschwäche den Anschluss an die internationalen Ränge vergrößerten. Das Fehlen der drei etablierten Offensivkräfte Kramaric, Adamyan und Belfodil machte sich abermals bemerkbar, denn die Gastgeber waren nicht in der Lage, trotz mehrfacher hochkarätiger Torchancen, einen Treffer zu markieren.

In der ersten Hälfte gab es wenige zwingende Tormöglichkeiten. Das Geschehen spielte sich meist im Mittelfeld ab, wo beide Teams sich viele Zweikämpfe lieferten. Während die TSG in Strafraumnähe meist planlos agierte, wirkten die Berliner etwas strukturierter und hatten durch Vedad Ibisevic (18., 22.) und Matheus Cunha (23.) gute Einschussmöglichkeiten. Nachdem Hoffenheims Christoph Baumgartner in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig traf (28.), rettete kurz darauf auf der anderen Seite Abwehrspieler Stefan Posch akrobatisch vor dem einschussbereiten Ibisevic (33.).

Der ehemaliger Hoffenheimer Torjäger war ein ständiger Unruheherd im Strafraum und war auch an der größten Chance in Hälfte 1 beteiligt, als er den Brasilianer Cunha bediente, der aus sechs Metern frei vor Torhüter Oliver Baumann scheiterte (41.). Es blieb bei der Nullnummer zur Pause, die zwar ansehnlich aber nicht hochklassig war.

Im zweiten Abschnitt brachte TSG-Trainer Alfred Schreuder für den angeschlagenen Bebou den jungen Maximilian Beier. Der 17-jährige Offensivspieler stand in seinem dritten Bundesligaspiel nach wenige Minuten gleich im Mittelpunkt. Nach herrlichem Zuspiel von Sebastian Rudy kam er auf Höhe des Elfmeterpunktes frei zum Torschuss, setzte den Ball aber um Zentimeter neben den linken Pfosten (54.).

Im Gegenzug scheiterte Ibisevic am reaktionsschnellen Baumann (55.). Die Gäste wirkten in dieser Phase etwas druckvoller und entschieden die Partie mit einem Doppelschlag. Zunächst lenkte Kevin Akpoguma einen Distanzschuss von Peter Pekarik unglücklich ins eigene Tor (58.), und nur zwei Minuten später köpfte Ibisevic eine Plattenhardt-Flanke zum 2:0 in die Maschen (60.). Gegenspieler Akpoguma ließ dem Torschützen dabei viel zu viel Raum.

Die TSG drückte jetzt, während die Gäste sich zurückzogen und auf Konter lauerten. Nachdem Florian Grillitsch aus acht Metern den Ball nicht im Tor unterbringen konnte (71.), zeigte der Brasilianer Cunha sein ganzes Können, indem er am linken Flügel Akoguma hinter sich ließ und aus spitzem Winkel mit einem platzierten Rechtsschuss zum 0:3 traf (74.).

Es sprach für die Moral der Hoffenheimer, die sich weiter mühten, aber erneut durch Baumgartner (76.) und Bruun Larsen (78.) weitere Hochkaräter vergaben. In der Nachspielzeit hatten die Gäste durch Arne Maier noch einen Pfostenschuss (90.+3), während bei der TSG der junge Beier am glänzend parierenden Keeper Jarstein scheiterte (90.+5). Es blieb beim 0:3, der inzwischen achten TSG-Heimniederlage der Saison. Die Gäste waren aufgrund ihrer effizienteren Spielweise und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor eine verdienter Sieger. Die Hoffenheimern, die sehnlichst auf die Genesung ihrer verletzten Stürmer hoffen, gastieren am Samstag (15.30 Uhr) bei SC Paderborn.

TSG Hoffenheim: Baumann - Kaderabek, Akpoguma, Hübner, Posch - Rudy (66. Geiger), Grillitsch, Zuber (66. Bruun Larsen) - Baumgartner (90. Elmkies), Bebou (46. Beier), Skov

Hertha BSC Berlin: Jarstein - Pekarik, Boyata, Torunarigha, Plattenhardt - Skjelbred (87. Ascasibar), Grujic - Lukebakio (79. Ngankam), Cunha (79. Maier), Mittelstädt - Ibisevic (79. Piatek)

Tore: 0:1 Akpoguma (Eigentor, 58.), 0:2 Ibisevic (60.), 0:3 Cunha (74.)
Schiedsrichter: Christian Dingert

 

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 16 Mai 2020

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