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Wolfsburgs Wout Weghorst besiegelt Hoffenheimer Niederlage ++ Der Niederländer erzielt 3 Treffer

erstellt am Sonntag, 16 Februar 2020
Wout Weghorst beim Torjubel. Dem Niederländer gelangen 3 Treffer. Wout Weghorst beim Torjubel. Dem Niederländer gelangen 3 Treffer. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim kassierte am 22. Bundesliga-Spieltag die dritte Pflichtspielniederlage in Folge.

Dem 0:1 in der Vorwoche in Freiburg folgte vor der enttäuschenden Zuschauerkulisse von 22.500 Besuchern eine vermeidbare 2:3-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg.

Fehlende Cleverness, unkonzentriertes Abwehrverhalten und eine schlechte Chancenverwertung waren letztendlich ausschlaggebend, dass die Kraichgauer den Abstand zu den internationalen Rängen wieder vergrößerten. In einer intensiven und hart umkämpften Partie standen sich zunächst zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber.

Die Zuschauer bekamen in einem teils kuriosen Spiel mit fünf Toren, drei Elfmetern und drei Einsätzen des Video-Beweises jede Menge geboten. Matchwinner war dabei Stürmer Wout Weghorst, der drei Mal für die Wölfe traf. Die Gastgeber kämpften sich zwar zwei Mal nach Rückstand durch die Treffer von Andrej Kramaric und Christoph Baumgärtner wieder heran, konnten aber am Ende die sechste Saison-Heimniederlage nicht verhindern.

 

Nur 22.500 Zuschauer strömten nach Sinsheim ins Stadion. Den Wolfsburger Anhang hätte man auch mit Handschlag begrüßen können, so überschaubar war die Anzahl der Fans. Bild: Siegfried Lörz

Die Entscheidung fiel zwischen der 68. und 71. Minute, als Hoffenheims Baumgartner zunächst auf Höhe des Elfmeterpunktes per Hacke an VfL-Keeper Koen Castells scheiterte (68.), dann erneut Baumgartner nur zwei Minuten später an gleicher Stelle bei einer Direktabnahme Pech hatte, dass ein Wolfsburger den Ball an den Außenpfosten abfälschte (70.). Nach der daraus resultierenden Ecke führte ein schneller Konter über Maximilian Arnold und Weghorst zur 3:2-Gästeführung (71.).

In einer hektischen Anfangsphase hatten die Gastgeber zwar ein leichtes Übergewicht, konnten aber bis auf eine Großchance von Pavel Kaderabek (8.), der frei vor dem VfL-Tor an Castells scheiterte (8), wenig Zählbares herausspielen. Nachdem auf der anderen Seite Sebastian Rudy, der nach seinem 216. Bundesligaspiel für die TSG nun Rekordhalter ist, den Ball im Strafraum bei einem Schuss von Xaver Schlager im Grätschen an den ausgestreckten Arm bekam, entschied Schiedsrichter Sören Storks mit Hilfe der Videobilder auf Strafstoß. Weghorst ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte eiskalt (18.).

In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften und hatten wenig zwingende Torchancen, bis kurz vor der Pause. Nachdem ein Treffer von Mehmedi wegen Abseits zu Recht nicht anerkannt wurde (40.), gelang dem jungen Österreicher Baumgartner der 1:1-Ausgleich, indem er eine Kramaric-Flanke aus kurzer Distanz über die Linie köpfte (45.).

 

TSG 1899 Hoffenheim vs. VfL Wolfsburg - rechts Christoph Baumgartner (Hoffenheim) macht das Tor zum 1:1, nach Vorlage von Andrej Kramaric (Hoffenheim). Bild: S. Lörz

Die zweite Hälfte bot deutlich höheren hohen Unterhaltungswert. Zunächst entschied der Unparteiische nach einem Zweikampf zwischen TSG-Kapitän Benjamin Hübner und Kevin Mbabu erneut mit Hilfe des Videobeweises auf Strafstoß, den Weghorst zum 2:1 verwandelte (52.). Der Schütze wählte dieses Mal beim Schuss die Tormitte, vorauf auch Torhüter Oliver Baumann spekuliert hatte, aber dennoch den Ball nicht abwehren konnte.

Doch die Führung wehrte nicht lange. Nach dem Freistoß von Robert Skov klärte Weghorst im Strafraum beim Hochspringen in der Abwehrmauer mit der Hand, worauf Schiri Storks zum dritten Mal auf Elfmeter entschied. Kramaric ließ sich diese Chance nicht entgegen und glich mit seinem zwölften Saisontreffer zum 2:2 aus (60.).

Hoffenheim war nun das aktivere, bessere Team mit den klareren Chancen. Nach der zuvor geschilderten Schlüsselszene zwischen der 68. und 71. Minute gingen die Niedersachsen abermals durch den Niederländer Weghorst, der mit einem Lupfer Baumann überwand, 3:2 in Führung. Hoffenheim drängte zwar verstärkt auf den erneuten Ausgleich, biss sich aber immer wieder an der stabilen Wölfe-Abwehr fest.

 

Drei Mal wurde von Schiedsrichter Sören Storks der Video-Beweis herangezogen. Bild: S. Lörz

Nachdem Hübner mit einem Kopfball scheiterte (83.), vergaben die Grün-Weißen durch Jerome Roussillon (81.) und Weghorst (87.) die Vorentscheidung zum 4:2. So blieb es letztendlich beim etwas glücklichen, aber nicht unverdienten Auswärtserfolg der Wölfe, die in der Tabelle bis auf zwei Punkte auf den Achten Hoffenheim rückten. Die Negativbilanz der Kraichgauer bei nur einem Sieg aus den letzten acht Bundesligaspielen gegen den VfL bestehen.


TSG Hoffenheim: Baumann - Posch, Bickcic (46. Zuber), Hübner - Kaderabek, Rudy (46. Bruun Larsen), Grillitsch (74. Dabbur), Samassekou, Skov - Baumgartner, Kramaric
VfL Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Schlager, Arnold - Mehmedi (87. Klauss) - Steffen (69. Brekalo), Weghorst (90. Ginczek)

Tore: 0:1 Weghorst (18. / Handelfmeter),1:1 Baumgartner (45.), 1:2 Weghorst (52. / Foulelfmeter), 2:2 Kramari? (60. / Handelfmeter), 2:3 Weghorst (71.)
Schiedsrichter: Sören Storks
Zuschauer: 22.506

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 16 Februar 2020

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