Samstag, 07. Dezember 2019

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Glücklicher Hoffenheimer Pokalerfolg über Würzburg im Elfmeterschießen

erstellt am Montag, 12 August 2019
Hoffenheims Stefan Posch verwandelte den entscheidenen Elfmeter. Hoffenheims Stefan Posch verwandelte den entscheidenen Elfmeter. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Bundesligist TSG Hoffenheim siegt im Elfmeterkrimi gegen Drittligist Würzburger Kickers 8:7 und erreicht äußerst glücklich die 2. Runde des DFB-Pokals.

In einem am Ende nervenaufreibendem Spiel sah es nach einer Stunde nach einer klaren Angelegenheit für die Kraichgauer aus, die nach Treffern von Kaderabek (29.) und Bebou (54.) ungefährdet 2:0 in Führung lagen.

Aufgrund des makellosen Auftritts und der daraus resultierenden 2-Tore-Führung glaubten nur wenige der 9.000 Zuschauer in der ausverkauften Würzburger Flyeralarm-Arena noch an eine Wende. Doch Nachlässigkeiten und fehlende Konzentration ermöglichten den Gastgeber durch einen Doppelschlag von Kaufmann (68.) und Vrenezi (75.) auf 2:2 auszugleichen.

In der fälligen Verlängerung brachte Adam Szalai die Gäste erneut in Führung (99.), ehe die Kickers durch Pfeiffer fünf Minuten vor dem Ende noch zum 3:3 ausgleichen konnten (115.). Im alles entscheidenden Elfmeterschießen setzte sich der Favorit aufgrund von zwei gehaltenen Strafstößen von Torhüter Oliver Baumann dann doch noch durch.

Es war eine höchst einseitige erste Halbzeit, in der die Gäste klar dominierten. Nach einer Grifo-Ecke kann Würzburgs Torwart Verstappen einen Kopfball von Hübner zwar noch parieren, doch Kaderabek steht goldrichtig und köpft zur 1:0-Führung. In der zweiten Hälfte erhöhte Neuzugang Bebou mit einem wuchtigen Schuss von rechts über Torhüter Verstappen auf 2:0. Würzburg war zu diesem Zeitpunkt völlig überfordert, hatte kam Offensivaktionen. Es ist rätselhaft, warum das Team von Trainer Schreuder urplötzlich einen Gang zurückschaltete und dadurch völlig den Faden verlor.

Der Ausgleich der immer stärker werdenden und unermüdlich kämpfenden Würzburger war die logische Konsequenz. Zunächst verkürzte Kaufmann aus kurzer Distanz auf 1:2, und wenig verwandelt Vrenezi einen Strafstoß, nach einem Foul von Brenet an Kaufmann, zum 2:2-Ausgleich. Es ging schließlich in die Verlängerung.

Auch die erneute Führung durch einen Knietreffer von Szalai bringt keine Sicherheit ins TSG-Spiel. In der zweiten Hälfte der Nachspielzeit bieten sich den Franken Tormöglichkeiten im Minutentakt. Zunächst rettet Torhüter Baumann gegen Kaufmann (108.), dann hat Pfeiffer zwei Mal Pech, als er hintereinander jeweils an der Torlatte scheitert (109.). Und nachdem Baumann wieder gegen Kaufmann retten muss (110.), drischt im Gegenzug Szalai frei aus elf Meter den Ball übers Tor (111.). Drei Minuten später glückt Pfeiffer per Kopfball nach einer Ecke doch noch der inzwischen hochverdiente 3:3-Ausgleich. Es folgte die Entscheidung im Elfmeterschießen.

Auch beim Duell vom Punkt gab es nach jeweils fünf Schützen noch keinen Sieger. Nachdem für Hoffenheim Szalai, Bebou, Skov und Rudy verwandeln, scheitert Rupp an Keeper Verstappen. Für Würzburg treffen Hägele, Schuppan, Vrenezi und Wideman, ehe Kaufmann an Baumann scheitert.

In der Verlängerung trifft Posch für die TSG, während Hansen gegen Baumann den Kürzeren zieht. Erst der zwölfte Versuch entschied letztendlich die Partie. Aufgrund der besseren oder auch glücklicheren Nerven ging somit das Debüt von Trainer Schreuder nicht gänzlich in die Hose. Bis zum Bundesligaauftakt am nächsten Sonntag in Frankfurt gilt es bei den Hoffenheimern noch einiges zu verbessern, um gegen einen deutlich stärkeren Gegner bestehen zu können.

Würzburger Kickers: Verstappen - Hansen, Hägele, Schupan - Hemmerich, Sontheimer, Gnaase (66. Wiedemann), Kwadwo - Kaufmann, Pfeiffer - Baumann (58. Vrenezi)
TSG Hoffenheim: Baumann - Posch, Vogt, Hübner - Kaderabek, Rudy, Grillitsch (91. Rupp), Geiger (79. Skov), Zuber (72. Brenet) - Bebou, Grifo (46. Szalai)

Tore: 0:1 Kaderabek (29.) 0:2 Bebou (54.), 1:2 Kaufmann (68.), 2:2 Vrenezi (75.), 2:3 Szalai (99.), 3:3 Pfeiffer (115.)
Elfmeterschießen: 3:4 Szalai, 4:4 Hägele, 4:5 Bebou, 5:5 Schuppan, 5:6 Skov, Baumann hält gegen Kaufmann, 5:7 Rudy, 6:7 Vrenezi, Verstappen hält gegen Rupp, 7:7 Widemann, 7:8 Posch, Baumann hält gegen Hansen

 

 

 

Letzte Änderung am Montag, 12 August 2019

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