Montag, 30. März 2020

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Amiri wechselt nach Leverkusen - Jetzt soll Sebastian Rudy vom FC Schalke auf Leihbasis kommen

erstellt am Mittwoch, 31 Juli 2019
Nadiem Amiri am Ball. Nadiem Amiri am Ball. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Das Spielerkarussell bei Bundesligist TSG Hoffenheim dreht sich weiter.

Nachdem die TSG gestern die Verpflichtung des dänischen Nationalstürmers Robert Skov vom Meister FC Kopenhagen bekanntgegeben hat (Ablöse rund 9 Millionen Euro), verlässt nun ein weiterer Leistungsträger den Kraichgau.

Eigengewächs Nadiem Amiri wechselt, trotz bestehendem Vertrag bis 30.06.2020, zum Ligakonkurrenten Bayer 04 Leverkusen. Ein wochenlanger Wechselpoker liegt hinter beiden Vereinen - jetzt erfolgte eine Einigung. Amiri erhält am Niederrhein einen Fünfjahres-Vertrag zu deutlich höheren Konditionen. Die Ablösesumme soll bei zirka 11 Millionen Euro liegen.

Zuvor wechselte schon mit Kerem Demirbay für 32 Mio. ein weiterer Hoffenheimer unters Bayer-Kreuz. Rechnet man noch die Ablösesummen von Nico Schulz zu Borussia Dortmund (25 Mio.) und Joelinton zu Newcastle United (45 Mio.) hinzu, so haben die Nordbadener in dieser Transferperiode bereits 113 Mio. eingenommen. Kein anderer Erstligist kommt derzeit auf eine solch hohe Summe. Hinzuaddieren kann man noch 5 Mio. von RB Leipzig, als Ablöse für Trainer Julian Nagelsmann.

Vor sieben Jahren holte Alexander Rosen als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Amiri von der Jugend des SV Waldhof Mannheim in die TSG-Akademie. Seitdem entwickelte sich der Ludwigshafener über die U19, mit der er im Jahr 2014 Deutscher A-Jugendmeister wurde, und über die Profimannschaft bis zum U21-Nationalspieler.

Sebastian Rudy trug schon einmal dasTrikot der Hoffenheimer. Bild: Siegfried Lörz

"Es ist mit einer besonderen Wehmut verbunden, wenn uns ein Spieler verlässt, der in der eigenen Akademie zu einem gestandenen Profi reifte und den man sehr lange sehr intensiv begleitet hat", sagt TSG-Direktor Profifußball Rosen. "Obwohl wir bereits frühzeitig und schon unmittelbar nach seiner Verletzung signalisiert haben, dass wir gerne in konkrete Gespräche gehen würden, wollte Nadiem seinen im nächsten Jahr auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Dies gilt es zu respektieren und entsprechend zu handeln", erklärt Rosen, für den es "gemäß unserer Philosophie nicht infrage kommt, einen Spieler dieses Formats aus der eigenen Akademie ablösefrei wechseln zu lassen".

Der offensive Mittelfeldspieler warfen immer wieder Verletzungen zurück. In 115 Einsätzen (106 Bundesliga-Spiele, vier Einsätze im DFB-Pokal sowie zwei Einsätze in der Champions- und drei in der Europa League). Dabei markierte er 19 Tore.

Hoffenheim ist auf der Suche nach einem Mittelfeldspieler anscheinend schnell fündig geworden. Angeblich steht der Ex-Hoffenheimer Sebastian Rudy vor einer Ausleihe vom FC Schalke 04 in den Kraichgau. Der Schwabe hat zwar noch bis 2022 Vertrag bei den Königsblauen, konnte sich dort aber nie richtig behaupten.

Ob sich die TSG auch eine Kaufoption sichern lassen konnte, war noch nicht zu erfahren. Rudy war im vergangenen Sommer vom FC Bayern zu Schalke 04 für die damalige Rekordablösesumme von 16 Millionen Euro gewechselt. Ob der 27-fache A-Nationalspieler wieder an seine starken Leistungen vor seinem Wechsel 2017 von Hoffenheim nach München anknüpfen kann, dürfte eine spannende Frage werden.

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 31 Juli 2019

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