Freitag, 18. Oktober 2019

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Die Chancen der sieben zurückgekehrten Leihspieler bei der TSG Hoffenheim

erstellt am Montag, 08 Juli 2019
Vincento Grifo traut man den Durchbruch durchaus zu. Vincento Grifo traut man den Durchbruch durchaus zu. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim befindet sich unter dem neuen Cheftrainer Alfred Schreuder seit etwas über einer Woche in der Vorbereitung für ihre zwölfte Bundesliga-Saison.

Nach dem Verkauf von Kerem Demirbay (Bayer Leverkusen) und Nico Schulz (Bor. Dortmund), sowie des Nachwuchstalentes Robin Hack (1. FC Nürnberg) wurden mit Ihlas Bebou (Hannover 96), Sargis Adamyan, Philipp Pentke (beide SSV Jahn Regensburg) und Konstantinos Stafylidis (FC Augsburg) bislang vier Neuzugänge verpflichtet.

Zum bestehenden Spielerkader gesellen sich zudem sieben Leihspieler, die zur neuen Saison wieder zurückkehren.

Es scheint so, als hätten nur wenige eine realistische Chance sich für den neuen Kader zu empfehlen.

Vincenzo Grifo, der vor einem Jahr mit großen Ambitionen von Mönchengladbach zurückkehrte, spielte unter Trainer Nagelsmann kaum eine Rolle und wechselte in der zweiten Saisonhälfte zum SC Freiburg, wo er zuvor einige Jahre aktiv war. Mit sechs Toren und vier Vorlagen hatte der Mittelfeldspieler maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt der Breisgauer. Wenn Trainer Schreuder dem Typ "Straßenfußballer" und Standardspezialisten ähnliche Freiheiten wie SC-Trainer Streich gewährt, ist dem italienischen Nationalspieler im dritten Anlauf der Durchbruch durchaus zuzutrauen.

Eine sehr wechselhafte zweite Saisonhälfte erlebte Steven Zuber beim VfB Stuttgart. Nach erfolgreichem Start warfen ihn Verletzungsprobleme zurück. Am Ende konnte auch er den Abstieg in die Zweitklassigkeit nicht verhindern. Bei den TSG-Fans genießt der Schweizer Nationalspieler aufgrund seines VfB-Engagement wenig Sympathien. Eine Rückkehr ins Schreuder-Team ist daher sehr fraglich.

Der große Durchbruch nach zwei Jahren blieb Havard Nordtveit bislang verwehrt. Auch wenn der 29-jährige Defensivspieler über reichlich Erfahrung verfügt und sehr variabel einsetzbar ist, rechnen ihm nur wenige einen Befreiungsschlag zu. Die Ausleihe ins englische Fulham brachte bei nur fünf Einsätzen nicht den erwünschten Erfolg. Unwahrscheinlich, dass er bleibt.

Ähnlich die Situation bei Nachwuchstalent Philipp Ochs, der weder beim VfL Bochum noch beim dänischen Erstligisten Aalborg BK überzeugen konnte. Beim 22-Jährigen dürfte eine weitere Ausleihe sinnvoll sein.

Gute Chancen rechnet sich der talentierte Innenverteidiger Justin Hoogma aus, nachdem er beim FC St. Pauli aufgrund ansprechender Leistungen wertvolle Spielpraxis (14 Ligaeinsätze in der Rückrunde) sammeln konnte. Fraglich, ob Landsmann Schreuder dem 21-Jährigen das nötige Vertrauen schenkt.

Nach seinem Wechsel im Winter zu Hannover 96 warf Kevin Akpoguma eine schwere Schulterverletzung zurück, so dass er nur vier Mal für die Niedersachsen zum Einsatz kam. Der Verteidiger wird es schwer haben sich in der TSG-Defensive erneut gegen die große Konkurrenz durchzusetzen. Interesse zeigte zuletzt Aufsteiger 1. FC Köln. Eine weitere Ausleihe würde Sinn machen.

Eine erfolgreichere Entwicklung nahm Robert Zulj bei Union Berlin. Mit vier Toren und fünf Vorlagen hatte der Stammspieler großen Anteil am Erstligaaufstieg der "Eisernen". Nach dem Bundesligaaufstieg wollen die Hauptstädter den Österreicher liebend gerne verpflichten. Wenn sich beide Seiten finanziell einigen steht einem Wechsel nichts im Weg.

Mit David Otto (1. FC Heidenheim), Alfons Amade (Eintracht Braunschweig), Gregor Kobel (VfB Stuttgart), Meris Skenderovic (FC Carl Zeiss Jena), Felipe Pires (SC Palmeiras San Paulo) und Bruno Nazario (Club Athletico Paranaense) hat die TSG bereits sechs Spieler für die neue Saison ausgeliehen, um bei niederklassigen Vereinen Spielpraxis zu sammeln. Weitere dürften folgen.

 

 

 

 

Letzte Änderung am Montag, 08 Juli 2019

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