Dienstag, 31. März 2020

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"Nagelsmänner" bestrafen Freiburger Fehler - TSG beendet Sieglosserie - 4:2 Sieg beim SCF

erstellt am Sonntag, 27 Januar 2019
Strafraumszene - Hinspiel TSG Hoffenheim - SC Freiburg. Strafraumszene - Hinspiel TSG Hoffenheim - SC Freiburg. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Am Samstag war für 1899 Hoffenheim endlich mal wieder Dreier-Tag.

Nach dem 4:2 (1:1) im badischen Derby beim SC Freiburg war durchatmen angesagt. Denn die Durststrecke war lang: 6 Unentschieden und eine Pleite lagen dazwischen.

Unter der Woche sprach Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann noch von erhöhtem Ergebnisdruck, dass der sich nun erst mal entladen hat, lag auch an Freiburg. Die waren gute Gastgeber, luden die "Nagelsmänner" regelrecht zum Tore schießen ein. Beim 1:0: Katastrophen-Rückpass Stenzel, Tor Joelinton (19.). Der Sturmtank der Kraichgauer musste nur noch einschieben, war allein im Breisgau unterwegs. Ein Geschenk!

Normalerweise bringt das Ruhe. Doch was ist schon normal in diesen turbulenten Zeiten rings um die einstigen 1899-Himmelsstürmer. Anstatt direkt nachzulegen, schlug die Streich-Elf zu. Der gebürtige Mannheimer und Ex-Hoffenheimer Gulde setzt einen Kopfball an den Pfosten und der ehemalige Sandhäuser Höler staubt ab (42.). 1:1. Pause.

Links Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim), rechts Christian Streich (SC Freiburg) beim Gesprach. Beide schätzen sich gegenseitig sehr. Bild: Siegfried Lörz

Nachdenklich kamen die Hoffenheimer Remis-Könige wieder auf den grünen Rasen zurück. Doch auf die Gastfreundschaft war Verlass. Stenzel, die zweite: Diesmal tritt er Nationalspieler Schulz im Strafraum um. Klare Sache: Elfmeter. Ein völlig unnötiger. Kramaric war's egal. Lässig, ganz cool schiebt er links unten ein. 2:1 (59.).

Gut sah's da dann aus, noch besser in der 72. Minute: Hoffe kontert, Demirbay passt, Kramaric trifft. 3:1.

Endlich wieder ein Dreier dachten sich viele im Fanblock schon, schwenkten stolz die Fahnen. Doch Hoffenheim in der Saison 2018/2019 das ist immer auch zittern und bibbern. Und so kam es wie es kommen musste: Freiburgs Kultfigur Niederlechner wuchtet nach einem Eckball die Kugel per Kopf in den Winkel (77.).

Und Hoffe? Die waren plötzlich wieder im Zitter-Modus, fielen aber nicht mehr. Auch dank Demirbay, der zauberte einen vorgezogenen Sonntagsschuss aus dem Fuß: 4:2 (85.). Marke Traumtor.

Der Lohn: Hoffenheim ist in den Fahrstuhl nach oben gestiegen. Ist jetzt wieder Tabellensechster mit Kurs Europa League.

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 27 Januar 2019

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