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Der Druck nimmt zu - Gelingt Hoffenheim in Freiburg der erste Sieg seit dem 10. November?

erstellt am Freitag, 25 Januar 2019
Szene aus dem Hinspiel in Sinsheim. von li. im Zweikampf Joelinton Cassio Apolinaro de Lira (Hoffenheim) und Christian Günter (Freiburg). Szene aus dem Hinspiel in Sinsheim. von li. im Zweikampf Joelinton Cassio Apolinaro de Lira (Hoffenheim) und Christian Günter (Freiburg). Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Begonnen hat das Jahr für die TSG 1899 Hoffenheim mit dem Bundesliga-Kracher schlechthin:

Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann hatte Heimrecht gegen den FC Bayern München und verlor letztlich auch wegen einer schwachen 1. Halbzeit mit 1:3. Weiter geht es nun mit einem Prestigeduell: Am Samstag um 15.30 Uhr gastieren die Kraichgauer beim SC Freiburg.

Diesmal ist die Ausgangslage eine andere. Hoffenheim ist der Favorit und muss versuchen bei den unbequem zu spielenden Breisgauern wieder in die Spur zu kommen. Die von Kultcoach Christian Streich trainierten Freiburger belegen momentan den 13. Tabellenrang und sind am vergangenen Wochenende deutlich unter die Räder gekommen. Mit dem 1:3 in Frankfurt war man sogar noch gut bedient.

Für Hoffe gilt es also zu zuschlagen, allerdings ist das so eine Sache mit zuschlagen bei der Nagelsmann-Elf. Kaum zu glauben, aber der letzte Dreier der TSG datiert vom 10. November 2018. Damals reichte es zu einem 2:1 gegen Augsburg. Seitdem haben sie sich zu Unentschieden-Königen entwickelt. Denn zwischen Augsburg und Bayern München lagen sage und schreibe 6 Unentschieden am Stück.

Gegen den FC Bayern standen die Hoffenheimer am letzten Spieltag auf verlorenem Posten. Bild: Siegfried Lörz

Die Hoffnung, dass nun alles besser wird, hängt mit dem Spielplan zusammen. Da Hoffenheim im europäischen Wettbewerb bereits raus ist, fällt die Doppelbelastung weg. Volle Konzentration auf die Bundesliga lautet also die Devise. Dementsprechend steigt aber auch der Druck, denn klar ist: Auch wenn die Qualifikation für die Champions League nicht Jahr für Jahr Pflicht ist, sollte es zumindest mal eine Platzierung im Bereich der Europa-League-Plätze sein.

Und Nagelsmann wäre nicht Nagelsmann, wenn er das nicht ähnlich sehen würde. Er legte den Finger auf der Pressekonferenz gewohnt in die Wunde: "Wir haben am Samstag einen ordentlichen Ergebnisdruck, auch weil wir in Freiburg in den letzten Jahren nicht so gut gespielt haben. Wir brauchen eine besondere Leistung und sicher auch eine gewisse Galligkeit."

SC Freiburg-Coach Christian Streich will das Badische Derby gegen die Hoffenheimer gewinnen. Bild: Siegfried Lörz.

Das Problem seiner Hoffenheimer in den Partien gegen Freiburg kennt der Coach mittlerweile genau: "Gegen uns lassen sie die wenigsten Konterchancen zu. Sie verändern auch häufig ihre Grundordnung. Mal sehen, wie das am Samstag sein wird." Direkte Duelle gab es schon einige. Insgesamt standen sich beide in der Bundesliga bislang 17 Mal gegenüber. Die Bilanz ist ausgeglichen. Beide Seiten gewannen jeweils 4 Mal und demgegenüber stehen 9 Unentschieden.

Personell hat Nagelsmann ein paar Sorgen. Kasim Adams, den Oberschenkelprobleme außer Gefecht gesetzt haben, und Reiss Nelson (Schmerzen im Rücken) standen unter der Woche nicht auf dem Trainingsplatz. Fit ist hingegen wieder Havard Nordtveit. Auch der gebürtige Heidelberger Lukas Rupp macht große Fortschritte. Nagelsmann: "Lukas macht immer mehr und es wird auch immer besser, aber sein Knie ist momentan noch nicht ganz bei 100 Prozent."

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 25 Januar 2019

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