Donnerstag, 24. September 2020

Nagelsmann "kann kein Champions-League "++ Hoffenheim unterliegt 2:3 (2:2) gegen Donezk

erstellt am Mittwoch, 28 November 2018
Donezk gewann bei der TSG Hoffenheim mit einem Last-Minute Treffer. Donezk gewann bei der TSG Hoffenheim mit einem Last-Minute Treffer. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Es bleibt dabei. Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann kann in der Champions-League nicht gewinnen.

Für die TSG Hoffenheim ist nach einer 2:3-Heimniederlage gegen den ukrainischen Meister Schachtar Donezk der Traum vom Einzug ins Achtelfinale der Champions-League geplatzt. Die Bilanz aus den bisherigen internationalen Spielen der letzten beiden Jahre mit nur einem Sieg in 13 Begegnungen spiegelt das Leistungsvermögen der Blau-Weißen auf internationaler Bühne wieder.

Beide Teams spielten mit offenem Visier auf Sieg und so entwickelte sich stellenweise ein offener Schlagabtausch. Die TSG macht wie erwartet von Anfang an Druck, versucht aus einer kompakten Abwehr heraus zu einem frühen Torerfolg zu kommen. Donezk lauert hingegen mit seinen pfeilschnellen und technisch versierten Angreifern ständig auf Konterchancen. Eine davon führte zur überraschenden Gästeführung durch Ismaily, dessen Schuss unhaltbar für Torhüter Baumann im rechten Eck einschlägt (14.).

Nur eine Minute später schickt nach einem Ballverlust von Schulz Moraes den durchstartenden Taison auf die Reise und der Kapitän lässt sich die Chance zum 0:2 nicht nehmen (15.). Ein Doppelschlag mit Kurzzeitwirkung, denn zwei Minuten später klingelt es auf der anderen Seite. Nach herrlichem Pass von Belfodil geht Kramaric auf und davon und verkürzt mit einem Lupfer über Torhüter Pyaton auf 1:2 (17.).

CL - 18/19 - TSG 1899 Hoffenheim vs. Schachtar Donezkv. li. im Zweikampf Ismaily, Mykola Matviienko (beide Schachtar Donezk) und Kerem Demirbay (Hoffenheim). Bild: Siegfried Lörz

Es entwickelt sich ein ständiges hin und her. Glück für die TSG, als Moraes eine Flanke knapp neben das Tor köpft (28.). Die TSG-Abwehr wirkt in vielen Aktionen unsicher und instabil, was die Gäste sich immer wieder zu Nutze machen. Die Angriffsbemühungen der Gastgeber werden noch vor der Pause belohnt. Über die Stationen Belfodil und Kaderabek landet der abgewehrte Ball beim Schweizer Zuber, der aus zehn Metern über den herauseilenden Torwart den Ball als Bogenlampe ins Netzt köpft (40.).

Beide Mannschaften in Durchgang zwei unverändert. Die TSG gleich mit viel Druck. Stürmer Szalai wird im letzten Moment von Khocholava frei vor dem Tor der Ball zur Ecke abgegrätscht (50.). Angriffe von Donezk werden jetzt effektiver durch frühes Attackieren unterbunden. Dann eine Schlüsselszene nach knapp einer Stunde. Hoffenheims Szalai fliegt mit Gelb-Rot vom Platz, nachdem er innerhalb von nur einer Minute zweimal von slowakischen Unparteiischen Ivan Kruzliak verwarnt wird.

Die Kraichgauer gewinnen trotz Unterzahl zunehmend die Spielhoheit und drängen verstärkt auf den Führungstreffer. Eine Großchance bietet sich Zuber, der mit einem Gewaltschuss aus 25 Metern nur die Oberkannte der Querlatte trifft (69.). Aber auch die Gäste kommen zu Möglichkeiten und finden in Torhüter Baumann ihren Meister, der in höchster Not bei einem Schuss von Ismaily per Fußabwehr rettet (78.).

Nun geht es Schlag auf Schlag: Nachdem sich der eingewechselte Nelson gegen zwei Mann durchsetzt, scheitert zunächst Belfodil und den Abpraller schießt Schulz frei aus 10 Metern am nahezu leeren Tor vorbei (79.). Nur zwei Minuten später die nächste dicke Chance: Wieder einmal stößt Kaderabek von rechts in den Strafraum, legt vor dem Tor uneigennützig quer auf Nelson, der vom Elfmeterpunkt vorbeischießt (81.).

Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann kann mit seinem Team auf internationalem Parkett nicht überzeugen. Ein Sieg in 13 internationalen Spielen, noch kein CL-Sieg in dieser Saison, sprechen eine eindeutige Sprache. Bild: Lörz 

Im Gegenzug scheitert Donezk am linken Pfosten und im Nachschuss rettet Baumann mit einer Glanztat (82.). Die Partie steht vor ihrer Entscheidung, beide Teams wollen den Siegtreffer und gehen hohes Risiko. Nachdem Taison für die Gäste nach einem Konter noch am linken Außenpfosten scheitert (90.), macht er es zwei Minuten später besser und erzielt den 3:2-Siegtreffer für Donezk (90.+2).

Während die 400 mitgereisten Osteuropäer den Auswärtssieg feiern, schleichen die Hoffenheimer mit hängenden Köpfen voller Enttäuschung vom Platz. Wenn nicht noch ein großes Fußballwunder geschieht, ist der Traum vom Europapokal erneut nach der Gruppenphase vorzeitig beendet. Im letzten Gruppenspiel müsste die TSG bei Manchester City gewinnen und Donezk zu Hause gegen Lyon verlieren. Nach dem Abpfiff taten sich die Beteiligten schwer, sich mit solchen Rechenspielen Mut zu machen.

1899 Hoffenheim: Baumann - Kaderabek, Vogt, Bicakcic, N. Schulz (85. Grifo) - Nordtveit (84. Grillitsch) - Kramaric, Demirbay, Zuber (77. Nelson) - Belfodil, Szalai
Schachtjor Donezk: Pjatow - Matviyenko, Chotscholawa, Krywzow, Ismaily - Maycon, Stepanenko (77. Alan Patrick) - Dantschenko (90.+4 Butko), Kowalenko (85. Dentinho), Taison - Junior Moraes

Tore: 0:1 Ismaily (14.), 0:2 Taison (15.), 1:2 Kramaric (17.), 2:2 Zuber (40.), 2:3 Taison (90.+3)
Zuschauer: 22.920
Schiedsrichter: Ivan Kruzliak (Slowakei

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 28 November 2018

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