Freitag, 18. September 2020

Hoffenheim feiert nach 2:1 über den FC Augsburg vierten Bundesligasieg in Folge

erstellt am Sonntag, 11 November 2018
1. BL - 18/19 - TSG 1899 Hoffenheim vs. FC Augsburg v. li. im Zweikampf der Torschütze zum entscheidenden 2:1 - Reiss Nelson (Hoffenheim) und Rani Khedira (Augsburg. 1. BL - 18/19 - TSG 1899 Hoffenheim vs. FC Augsburg v. li. im Zweikampf der Torschütze zum entscheidenden 2:1 - Reiss Nelson (Hoffenheim) und Rani Khedira (Augsburg. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim setzt ihre Erfolgsserie in der Bundesliga fort und feiert mit einem mühevollen 2:1-Heimerfolg über den FC Augsburg den vierten Sieg in Folge.

Es war ein hartumkämpfter Heimerfolg, der nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte durch die Treffer von Kramaric und Nelson, bei einem Gegentreffer von FCA-Torjäger Finnbogason, im zweiten Abschnitt zu Stande kam.

Die Nordbadener konnten damit ihre ungeschlagene Heimserie gegen die Fuggerstädter aufrecht halten und sich im vorderen Tabellenbereich festsetzen.

Die erste Hälfte bot den 27.009 Zuschauer zunächst einen zähen, ideenlosen Kick, bei dem beide Mannschaften sehr defensiv und auf Absicherung bedacht waren. Tormöglichkeiten waren Mangelware. Gefährlich wurde es nur, wenn der Ball durch schnelles Umschaltspiel rasch nach vorne gespielt wurde. Dabei hatten die Gäste bei einem Verhältnis von 10:8 mehr Torschüssen zu verzeichnen.

1. BL - 18/19 - TSG 1899 Hoffenheim vs. FC Augsburgv. li. im Zweikampf Joelinton Cassio Apolinaro de Lira (Hoffenheim), Jeffrey Gouweleeuw, Martin Hinteregger und Daniel Baier (alle FC Augsburg). Bild: Siegfried Lörz

Die beste Chance in Hälfte eins hatte Joelinton, der nach herrlicher Vorarbeit von Schulz frei zum Kopfball kam, aber FC-Keeper Luthe den Ball reaktionsschnell über die Querlatte lenkte (18.). Kurz vor der Pause waren die Hausherren dem Führungstreffer nahe, als zunächst Szalai aus der Drehung knapp verfehlte (42.) und Demirbay mit einem Distanzschuss an Luthe scheiterte (45.).

In der zweiten Hälfte lockerten beide Teams etwas ihre Defensivhaltung, sodass sich auf beiden Seiten mehr Tormöglichkeiten ergaben. Nachdem Richter mit einem Volleyschuss direkt auf TSG-Torhüter Baumann zielte (49.), vergab auf der anderen Seite Kramaric nur knapp (52.). Eine Schlüsselszene dann innerhalb von 25 Sekunden: Nachdem Augsburgs Max an Baumann scheiterte und im Nachschuss Finnbogason nur den rechten Torpfosten traf (64.), sorgte Hoffenheims Vize-Weltmeister Kramaric im Gegenzug nach herrlicher Vorarbeit des starken Joelinton für die 1:0-Führung (65.).

Nur drei Minuten später führte ein Abstimmungsfehler in der TSG-Hintermannschaft zwischen Vogt und Bicakcic zum 1:1-Ausgleich durch Finnbogason, der frei vor Torhüter Baumann den Ball gefühlvoll mit seinem siebten Saisontreffer ins Tor lupfte (69.). Beide Mannschaften spielten nun mit offenem Visier, wollten den Siegtreffer. Nach einem Abwehrfehler von Schulz zwang Augsburgs Bester Finnbogason Baumann zu einer Glanzparade (74.). Kramaric hatte wenig später Pech, als sein leicht abgefälschter Schuss knapp am Tor vorbei ging (83.).

Als vieles auf ein Unentschieden hinauslief, stach Hoffenheims Joker Nelson im Nieselregen von Sinsheim erneut zu. Der 18-jährige englische U19-Nationalspieler war gerade mal zwei Minuten im Spiel, als er bei seiner zweiten Ballberührung einen Abpraller von Torhüter Luthe nach einem Szalai-Schuss im Augsburger Tor mit seinem dritten Tor als Einwechselspieler versenkte (84.).

Kollektiver Torjubel bei der TSG 1899 Hoffenheim nach dem 1:0 durch Kramaric. Bild: Siegfried Lörz

Für die Arsenal-Leihgabe war es zudem der sechste Saisontreffer im siebten Spiel. In der Schlussphase vergaben die Blau-Weißen noch durch Grifo, Szalai und Nelson hochkarätige Chancen zum 3:1. Als die TSG-Fans längst ihr "Badener-Lied" anstimmten und Stadionmoderator Mike Diehl am Ende der fünfminütigen Nachspielzeit einen "Arbeitssieg" verkündete, lagen sich die Hoffenheimer abgekämpft, auch bedingt durch das Champions-League-Spiel in Lyon vor drei Tagen, überglücklich in den Armen.

Die Erleichterung über den tabellarisch wichtigen Sieg vor der Länderspielpause war TSG-Trainer Nagelsmann deutlich anzumerken: "Wir haben versucht den Gegner mit der Viererkette zu überraschen. Die erste Hälfte war typisch nach einem Champions-League-Spiel mit viel Taktik ohne große Highlights. Wir haben uns das Glück erarbeitet und viel investiert. Aber wir waren einen Tick aktiver, obwohl wir mehr Spiele in den Beinen haben als Augsburg. Deswegen geht der Sieg auch in Ordnung."

Kollege Baum zeigte sich, wie er selbst formulierte angefressen: "Wir hätten durchaus einen Punkt oder mit etwas Glück sogar mehr mitnehmen können. Wir haben viele Umschaltsituationen nicht genutzt und müssen uns sowohl in der Offensive als auch in der Defensive an die eigene Nase packen. Letztendlich haben wir gegen einen starken Gegner verloren, was nicht nötig gewesen wäre."

Durch den dritten Heimsieg kletterten die Nagelsmänner vorläufig auf Tabellenplatz 5. Die TSG gastiert nach der Länderspielpause am Samstag, den 24. November bei Hertha BSC Berlin (15.30 Uhr).

 

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 11 November 2018

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