Mittwoch, 27. Mai 2020

Keine Artikel in diesem Warenkorb

Hoffenheims Kapitän Kevin Vogt im Interview mit dem sport-kurier

erstellt am Mittwoch, 10 Oktober 2018
Hoffenheims Kapitän Kevin Vogt im Interview mit dem sport-kurier Bild: Siegfried Lörz

"Wollen nach der Länderspielpause angreifen und punkten"

sport-kurier. Nach sieben absolvierten Bundesligaspielen hinkt die TSG Hoffenheim ihren selbstgesteckten hohen Erwartungen bei nur sieben Punkten auf Platz 13, sowie einem Punkt aus zwei Champions-League-Partien gewaltig hinterher.

Der sport-kurier unterhielt sich diesbezüglich mit dem 27-jährigen TSG-Abwehrchef und Kapitän Kevin Vogt.

Herr Vogt, mit dem bisherigen Abschneiden können Sie nicht zufrieden sein. Woran liegt es?

Kevin Vogt: Wir betreiben mit unserem Spiel einen großen Aufwand, erspielen uns eine Reihe hochkarätige Torchancen und versäumen es in solchen Phasen früh in Führung zu gehen. Gegen Frankfurt war es extrem brutal. Wir lassen beste Möglichkeiten aus und dann hauen wir uns zwei Dinger fast selber rein.

Auch das Defensivverhalten ist dabei zu hinterfragen.

Vogt: Allgemein werden Fehler von uns brutal bestraft. Unser hoher Aufwand wird nicht belohnt, während der Gegner mit relativ wenig das Optimale erreicht. Der Gegner macht mit brutaler Effektivität aus einer Chance ein Tor, das uns einfach nicht gelingt.

Vier Niederlagen nach sieben Spieltagen hatte mit Sicherheit keiner auf dem Schirm.

Vogt: Klar ist das enttäuschend. Zuletzt drei Heimniederlagen in acht Tagen kann man nicht schönreden. Über das Manchester-Spiel braucht man nicht zu sprechen, aber gegen Leipzig und Frankfurt dürfen wir nie als Verlierer vom Platz gehen.

Kevin Vogt steigt am höchsten - Strafraumszene TSG 1899 Hoffenheim - FC Schalke 04. Bild: Siegfried Lörz

Trainer Julian Nagelsmann sprach von einer Ergebniskrise, wünschte sich Torerfolge, um Spiele frühzeitig zu entscheiden.

Vogt: Nicht nur der Trainer, auch wir wollen Spiele möglichst früh zu unseren Gunsten entscheiden, damit wir nicht über die volle Spielzeit sehr hohes Tempo gehen müssen und somit auch Kräfte sparen können.

Mit Blick auf die Tabelle wird die ganze Sache nicht einfacher.

Vogt: Wir müssen uns der Sache bewusst sein, dass wir nur sieben Punkte haben. Das ist zum einen für unseren Anspruch zu wenig und zum anderen für unseren geleisteten Aufwand nicht der erhoffte Ertrag.

Gilt es die Spielweise in Frage zu stellen?

Vogt: Nein, auf keinen Fall. Wir wollen jetzt nichts an der Herangehensweise ändern und nicht von unserer Spielidee abrücken. Die Anzahl von Chancen, die wir uns pro Begegnung erspielen gibt mir Recht, dass die Idee, wie wir Fußball spielen die Richtige ist.

Kommt Ihrer Meinung nach die Länderspielpause jetzt gerade zum richtigen Zeitpunkt?

Vogt: Das kann man so oder so sehen. Dem einen tut es vielleicht mal gut Verletzungen auszukurieren. Anderen tut die Abwechslung bei der Nationalmannschaft gut, er sieht mal etwas anderes. Ich wünsche mir, dass alle gesund zurückkommen, und wir dann alle gemeinsam angreifen und wieder punktemäßig viel besser abschneiden.

Für Sie war es extrem bitter im ersten Champions-League-Heimspeil nicht mitwirken zu können.

Vogt: Für mich waren die beiden Pausen gegen Leipzig und ManCity extrem bitter, da ich ein Typ bin, der immer spielen möchte. Aber meine Oberschenkelverletzung machte da nicht mit. Ich habe die Verletzung aus dem Düsseldorf-Spiel anschließend durch drei Spiele gegen Donezk, Dortmund und Hannover mitgeschleppt. Dann ging plötzlich nichts mehr und die Pause war unumgänglich. Klar hätte ich gerne in der Königsklasse gespielt. Wir haben uns das über zwei Jahre erarbeitet und verdient. Aber im Fußball gibt es generell keinen guten Zeitpunkt für eine Verletzung. Ich bin froh, dass es nichts Schwerwiegenderes war. Mir persönlich kommt die Länderspielpause jetzt ganz recht. Jetzt versuche ich gegen Nürnberg wieder hundertprozentig topfit zu werden und bin da guter Dinge.

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 10 Oktober 2018

1. Bundesliga