Samstag, 28. Mai 2022

Hoffenheims Niklas Süle gehörte im Länderspiel gegen Dänemark zu den besten Akteuren

erstellt am Donnerstag, 08 Juni 2017
Niklas Süle (weiss) im Zweikampf mit seinem Gegenspieler aus Dänemark. Niklas Süle (weiss) im Zweikampf mit seinem Gegenspieler aus Dänemark. Bild: Marc Schüler

"Ich habe einen Anruf vom Bundestrainer bekommen und sagte mir, dass ich beim Confed Cup dabei bin."

sport-kurier. Zu den besten Akteuren der Deutschen Nationalmannschaft beim 1:1 gegen Dänemark gehörte am Dienstagabend der Hoffenheimer Niklas Süle. In seinem zweiten Länderspiel spielte der ehemalige Jugendspieler von Rot-Weiss Walldorf, der im Sommer für 20 Millionen Euro zu Bayern München wechselt, wieder von Beginn an.

Einige spannende Wochen liegen hinter Niklas Süle, denn als einer von wenigen Kandidaten des Kaders wusste er bis Mitte Mai nicht, wie er den Sommer verbringen würde. Bei U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz stand der Verteidiger für die U21-EM in Polen genauso hoch im Kurs wie bei Bundestrainer Joachim Löw für den Confed Cup.

"Ich habe einen Anruf vom Bundestrainer bekommen und sagte mir, dass ich beim Confed Cup dabei bin. Ich habe mich sehr gefreut, hätte mich aber genauso gefreut über eine Berufung zur U21-EM. Es ist natürlich aber schöner A-Länderspiele zu machen, ich genieße es jetzt einfach hier zu sein", sagte Süle, der von einer eventuellen Diskussion der beiden Bundestrainer um seine Person nichts mitbekommen hat. "Ich habe wie alle Spieler erst nachdem die Entscheidung gefallen war einen Anruf bekommen", sagte er.

Am Dienstag stand Süle erstmal vor der Herausforderung zweieinhalb Wochen nach dem Bundesligaende wieder in einen Spielrhythmus zu finden. "Das war ziemlich hart nach einer zweiwöchigen Pause hier reinzukommen. Ich habe es schnell gemerkt, dass ich noch nicht richtig drin bin, aber ich denke, dass ich es sonst gewohnt bin. Ich hatte im Spiel etwas Probleme mit der Luft und der Kraft", gab er nach dem Spiel zu.

Allerdings ist er auch zuversichtlich, dass dies nur ein kurzzeitiges Problem ist, denn die Mannschaft habe gerade erst einmal zusammen trainiert und bis zum Confed Cup in Russland (17. Juni bis 2. Juli) sei noch etwas Zeit. "Ich denke jetzt noch eine weitere Woche Training, dann sind wir alle auf einem sehr guten Level und da müssen wir auch sein für diesen gut besetzten Wettbewerb", erklärte der Spieler der TSG 1899 Hoffenheim.

Dass Bundestrainer Joachim Löw für den Confed Cup vielen etablierten Kräften einen Pause gönnt und eher mit einem Perspektiv-Team antritt, begreift Süle als Herausforderung und Chance zugleich. Zu früh sei es etwas zur Mannschaft zu sagen, die über eine Erfahrung von 150 A-Länderspielen verfügt, die meisten können Julian Draxler, Shkodran Mustafi und Joshua Kimmich dabei vorweisen.

So feierten mit Kevin Trapp, Lars Stindl, Amin Younes, Marvin Plattenhardt, Sandro Wagner und Kerem Demirbay gleich sechs Akteure ihr Länderspiel-Debüt, auch wenn Trapp in der Vergangenheit bereits mehrfach nominiert worden war. "Der Kreis der Spieler dieser Mannschaft kennt sich bereits mehrere Jahre. Es sind ja auch Spieler dabei, mit denen ich ab der U16 bereits zusammengespielt habe", sagte Süle.

Den Wettbewerb der besten Mannschaften von allen Kontinenten sieht der Walldorfer als Herausforderung. "Da sind die besten Mannschaften und einige der besten Spieler der Welt dabei. Wir haben mit Chile und Kamerun auch zwei sehr schwere Gegner, das wird also kein leichtes Turnier. Wir wollen das bestmögliche rausholen."

Ein wenig vergleichbar ist die Situation mit der Olympiamannschaft von Rio, der Süle ebenfalls angehörte. Mit der Silbermedaille kam diese nach Hause, nachdem sie sich erst kurz vor dem Turnier erstmals traf, kaum gemeinsam trainiert hatte. "Es wird meist von den Medien hochstilisiert und die Mannschaft wird erst einmal schlechter gemacht als sie ist. Das war ja bei Olympia auch so. Aber wir haben gleich gezeigt, dass wir ne tolle Truppe sind. Auch jetzt haben wir eine super Mannschaft dabei mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, daher denke ich, dass wir schon eine gute Rolle spielen können und dann sehen wie weit es reicht", beurteilt der Walldorfer das kommende Turnier.

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Juni 2017

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