Mittwoch, 28. Juli 2021

Schafft die TSG Hoffenheim die Sensation? ++ Am Mittwoch DFB-Pokalachtelfinale beim FC Bayern München

erstellt am Dienstag, 04 Februar 2020
War Matchwinner beim 2:1-Sieg im Bundesligaspiel der TSG beim FC Bayern: Sargis Adamyan War Matchwinner beim 2:1-Sieg im Bundesligaspiel der TSG beim FC Bayern: Sargis Adamyan Bild: S. Lörz

sport-kurier. Abseits des Bundesligaalltages wird in dieser Woche das Achtelfinale im DFB-Pokal ausgetragen.

Dabei kommt es unter den noch verbleibenden 16 Teilnehmern am Dienstag 4. Februar und Mittwoch, 5. Februar zu einigen bundesligainternen und sehr interessanten Begegnungen, die reichlich Spannung und Dramatik versprechen. Alle Mannschaften haben dabei nur das eine Ziel: Die Finalteilnahme am 23. Mai 2020 im Berliner Olympiastadion.

Die TSG Hoffenheim hat mit dem Auswärtsspiel beim Titelverteidiger FC Bayern am Mittwochabend (20.45 Uhr) das wohl schwierigste Los gezogen. Auch wenn die Kraichgauer als Außenseiter an die Isar-Metropole reisen, so schwebt dennoch ein Funkte Hoffnung in Richtung Pokalsensation mit im Gepäck.

Nachdem man seit dem Bundesligaaufstieg in der Saison 2008/09 in der Allianz-Arena nie gewinnen konnte, gelang dem Team von Trainer Alfred Schreuder am 5. Oktober des vergangenen Jahres erstmals ein Erfolgserlebnis. Dank eines Doppelpacks von Stürmer Sargis Adamyan stand am Ende ein überraschender 2:1-Erfolg über das Team des damaligen Bayern-Coach Niko Kovac.

Auch wenn sich der Rekordmeister inzwischen unter Trainernachfolger Hansi Flick fußballerisch deutlicher stärker präsentiert und sich in der Bundesliga nach sechs Siegen in Folge und 12:1 Toren in diesem Jahr seit dem Wochenende wieder auf die Pole-Position hochgearbeitet hat, wirkt dieser erstmalige Erfolg vor genau vier Monaten positiv auf die Psyche der Hoffenheimer. Man hat erkannt, dass auch die Münchner vor heimischer Kulisse nicht unverwundbar sind.

TSG-Coach Schreuder weiß, dass die Rot-Weißen daher sein Team nicht unterschätzen werden: "Bayern wird aufgrund unseres 2:1-Sieges gegen Leverkusen nicht vor uns zittern, aber sie wissen, dass wir eine gute Leistung gezeigt haben. Sie werden deshalb auch großen Respekt vor uns haben. Wir kennen Hansi Flick sehr gut, und er wird uns nicht unterschätzen."

Schreuder weiß sehr wohl, dass die Bayern vom Oktober nicht mit den Aktuellen zu vergleichen sind. "Ich habe mir die Heimspiele von Bayern gegen Leverkusen und Schalke am Fernseher angeschaut. Sie sind in toller Form und wir wissen, dass es für uns richtig schwer werden wird. Dennoch ist es für uns eine große Herausforderung", sagte der 47-jährige Niederländer im Vorfeld. Man möchte als TSG Hoffenheim am Mittwochabend auf alle Fälle selbstbewusst auftreten.

Schreuder hat dabei ein klares Ziel vor Augen: "Es soll nicht arrogant klingen, aber wir wollen in Berlin im Pokalfinale spielen und mit so viel Selbstvertrauen müssen wir auch nach München fahren. Wenn wir mit zu viel Respekt zu den Bayern fahren, werden wir mit Sicherheit nicht gewinnen. Wir fahren dahin, um zu gewinnen, weil wir Pokalsieger werden möchten. Diese Ausstrahlung und Überzeugung muss man haben, nur so kann man große Gegner schlagen."

Dass man im bisherigen Saisonverlauf gegen die Großen sehr erfolgreich war, belegen die Bundesligasiege über Schalke 04, Bayern München, Borussia Dortmund und zuletzt Bayer 04 Leverkusen.

Nationalspieler Sebastian Rudy freut sich ganz besonders auf die Rückkehr in die bayerische Landeshauptstadt, wo er in der Saison 2017/18 unter Vertrag stand und in 35 Pflichtspielen zum Einsatz kam. Der 29-jährige gebürtige Schwabe weiß ganz genau worauf es am Mittwochabend ankommen wird: "Wir werden alles rein reinwerfen und mit 120 Prozent mutig zur Sache gehen. Wir werden alles dafür tun, um den Gegner weit von unserem Tor fern zu halten. Dann wird sich zeigen was dabei rauskommt und ob wir dort wieder etwas reisen können."

Alle Achtelfinalbegegnungen im Überblick:

Di., 4. Februar:
1. FC Kaiserslautern - Fortuna Düsseldorf (18.30 Uhr)
Eintracht Frankfurt - RB Leipzig (18.30 Uhr)
FC Schalke 04 - Hertha BSC Berlin (20.45 Uhr)
Werder Bremen - Borussia Dortmund (20.45 Uhr)

Mi., 5. Februar:
SC Verl - Union Berlin (18.30 Uhr)
Bayer 04 Leverkusen - VfB Stuttgart (18.30 Uhr)
1. FC Saarbrücken - Karlsruher SC (20.45 Uhr)
FC Bayern - TSG Hoffenheim (20.45 Uhr)

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 04 Februar 2020

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