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Reise in die Hauptstadt - TSG Hoffenheim gastiert bei Hertha BSC Berlin

erstellt am Freitag, 25 Oktober 2019
Archivbild, v. re. Benjamin Hübner (Hoffenheim) im Zweikampf Benjamin Stambouli (Schalke 04) Archivbild, v. re. Benjamin Hübner (Hoffenheim) im Zweikampf Benjamin Stambouli (Schalke 04) Bild: KraichgauSport / Lörz

sport-kurier. Nach zwei Siegen in Folge gegen den FC Bayern und Schalke 04 reist Bundesligist TSG Hoffenheim am 9. Spieltag mit großem Selbstvertrauen in die Bundeshauptstadt,

...wo sie am Samstag um 15.30 Uhr in altehrwürdigen Olympiastadion auf die gastgebende Berliner Hertha trifft.

TSG-Trainer Alfred Schreuder ist mit der aktuellen Situation sehr zufrieden: "Die Mannschaft ist hellwach, die letzten zwei Siege pushen natürlich enorm, sowas sorgt für viel Energie auf dem Platz. Die Jungs sind voll fokussiert und motiviert. Wir strahlen etwas mehr Sicherheit aus. Ich bin zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft."

Vor allem das sein Team in der Endphase der Spiele nochmal nachlegen und die finalen Treffer erzielen konnte, stimmt den Niederländer optimistisch: "Wir sind auf einem guten Weg, sind physisch sehr gut drauf und können Spiele am Ende gewinnen."

Der 46-Jährige machte bei der Pressekonferenz vor dem Spiel deutlich, dass es am Samstag keine leichte Aufgabe geben wird: "Berlin war zuletzt gut in Form. Es wird ein intensives Spiel werden. Beide Mannschaften wollen gewinnen. Ich könnte mir vorstellen, dass das Spiel lange spannend wird. Ich gehen davon aus, dass Hertha deutlich defensiver agieren wird, als unsere beiden letzten Gegner."

Das Team von Trainer Ante Covic rangiert auf Tabellenplatz zehn, einen Rang besser als die Kraichgauer. Der 44-jährige gebürtige Berliner Chef-Coach zeigt Respekt vor den letzten Auftritten des nächsten Gegners: "Hoffenheim ist nach den Siegen über Bayern und Schalke ein kompakter Verbund geworden. Im Fußball entscheiden oft Nuancen. Im Augenblick haben wir die guten Momente auf unserer Seite. Diesen Rückenwind wollen wir jetzt in unser Heimspiel mitnehmen und versuchen die Leistungen der vergangenen Wochen zu bestätigen."

In der Tat: Der Hauptstadt-Klub hat derzeit einen Lauf, holte an den letzten vier Spieltagen zehn Punkte, was gleichzeitig die beste Bilanz aller Bundesligisten Clubs in diesem Zeitraum ist. Dieser positiven Statistik steht jedoch das weniger gute Abschneiden gegen die Hoffenheimer gegenüber. Die Hertha konnte nur eines der letzten elf Bundesliga-Spielen für sich entscheiden.

Und das war im November 2015 ein äußerst denkwürdiges und kurioses Spiel, als ein Hoffenheimer Eigentor von Eugen Polanski bei insgesamt nur einem Berliner Torschuss im gesamten Spiel die Partie entschied. Seit sieben Spielen sind die Nordbadener gegen die "Alte Dame Hertha" ungeschlagen (vier Siege und drei Remis). Dem nicht genug, feierte Hoffe mit einem 5:0-Auswärtserfolg im Dezember 2014 im Olympiastadion den höchsten Auswärtssieg der Vereinsgeschichte.

Trainer Schreuder hält von solchen Statistiken nicht allzu viel, verweist eher auf die aktuelle Situation, die einen gut organisierter Gegner vorsieht: "Sie sind individuell sehr gut besetzt und haben sehr schnelle Außenspieler. Vedad Ibisevic ist ein sehr intelligenter Stürmer, der eklig zu verteidigen ist. Wenn wir das hinbekommen, haben wir eine gute Chance."

Personell hat sich gegenüber dem Schalke-Spiel wenig geändert, bis auf die Rückkehr von Mittelfeldspieler Florian Grillitsch, der seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining ist. Fehlen werden nach wie vor Ishak Belfodil, Steven Zuber, Diadie Samassékou und Havard Nordtveit. Konstantinos Stafylidis ist zudem angeschlagen.

Besonders motiviert geht TSG-Torjäger Andrej Kramaric in seine zweite Partie nach seiner langen Verletzung. Der kroatische Vize-Weltmeister hat nach wochenlangem Aufbautraining ein Traumcomeback gegen Schalke 04 mit dem Tor gekrönt. Kramaric: "Ich bin noch nicht bei hundert Prozent - vielleicht sieht das ein bisschen anders aus, wenn du im ersten Spiel gleich triffst. Aber das ist Bundesliga, du kannst jeden schlagen, aber auch gegen jeden verlieren." 

 

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 25 Oktober 2019

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