Samstag, 04. April 2020

Keine Artikel in diesem Warenkorb

Glückliche Hoffenheimer - 2:0 gegen Schalke 04

erstellt am Montag, 21 Oktober 2019
v. li. im Zweikampf Benjamin Hübner (TSG) , Pavel Kaderabek (TSG) , Guido Burgstaller (S04) , Stefan Posch (TSG) v. li. im Zweikampf Benjamin Hübner (TSG) , Pavel Kaderabek (TSG) , Guido Burgstaller (S04) , Stefan Posch (TSG) Bild: KraichgauSport / Lörz

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim feierte am 8. Bundesliga-Spieltag einen glücklichen 2:0-Heimsieg über den FC Schalke 04.

Die Kraichgauer haben den Königsblauen den Sprung an die Tabellenführung vermiest und selbst auf Platz elf den Kontakt zu den einstelligen Tabellenplätzen wiederhergestellt.

In einer über weite Strecken einseitigen Partie dominierten die Gäste aus dem Ruhrgebiet vor 29.477 Zuschauern deutlich das Geschehen und verpassten es vor allem in der ersten Hälfte die Mehrzahl an klaren Torchancen in zählbaren Erfolg umzumünzen. Hoffenheim tat sich gegen das giftige und körperbetonte Spiel von S04 sehr schwer.

Nachdem Daniel Caligiuri nach 140 Sekunden einen Freistoß aus 23 Metern ans linke Lattenkreuz nagelte, vergab Alessandro Schöpf in den ersten 45 Minuten gleich drei gute Möglichkeiten (14./24./31.). Das Team von Trainer David Wagner drängte die Gastgeber durch frühes intensives Pressing dauerhaft in deren Hälfte, und es schien nur noch eine Frage der Zeit, wann die Treffer fallen würden.

Die leidenschaftlich und aufopferungsvoll kämpfenden Hoffenheimer schafften es nur selten mit einigen Entlastungsangriffen sich etwas Luft zu verschaffen. Die erste und einzige erwähnenswerte Chance der TSG hatte Abwehrspieler Stefan Posch, als er nach 34 Minuten aus 20 Metern knapp das Tor verfehlte. Die TSG ließ einen geordneten Spielaufbau vermissen und spielte aus der Not heraus meist lange Bälle, die keinen Abnehmer fanden. Die Gäste mussten sich ankreiden lassen, in der ersten Hälfte bei ihren acht Torabschlüssen die nötige Konsequenz und Abgeklärtheit an den Tag zu legen.

In der zweiten Hälfte zogen sich die Kraichgauer noch weiter zurück und ermöglichten dem Gegner immer weniger zwingende Torchancen. TSG-Trainer Alfred Schreuder hatte auf Fünferkette umgestellt und mit Stürmer Ihlas Bebou für Mittelfeldspieler Dennis Geiger offensiv gewechselte.

Schalke dominierte zwar weiter das Geschehen, doch bis auf eine Chance für Guido Burgstaller nach einem Torwartfehler von Oliver Baumann (60.) erspielten sie sich keine klaren Möglichkeiten mehr. Anders die Hoffenheimer. In der 72. Minute nutzte der erstmals seit fünf Monaten wieder zum Einsatz gekommene Torjäger Andrej Kramaric, nach glänzender Vorarbeit von Bebou, die Gunst der Stunde zur überraschenden 1:0-Führung. Die sichtlich geschockten Knappen wirkten konsterniert und mussten in der 85. Minute nach einem tollen Solo von Bebou auch noch das 0:2 hinnehmen.

v. li. im Zweikampf Omar Mascarell (S04) und Benjamin Hübner (TSG)                                                                                                                   Bild: KraichgauSport/ Lörz

Besonders dürfte sich die Schalker-Leihgabe Sebastian Rudy über den Erfolg gefreut haben: "Wir haben auf unsere Chance gelauert und als sie in der zweiten Hälfte kam, haben wir eiskalt zugeschlagen." Ähnlich sah es auch der überglückliche Bebou: "Schalke hat natürlich viel vom Spiel gehabt, wir haben versucht dagegen zu halten. Am Ende wurden wir durch die beiden Tore belohnt. Da haben wir es einfach gut gemacht, als Schalke müde wurde."

Die gefeierten Helden waren der kroatischen Vize-Weltmeister Kramaric, der nach seiner Knie-Operation nach 155 Tagen erstmals wieder zum Einsatz kam sowie Joker Bebou, der mit einer Vorbereitung und einem selbst erzielten Treffer zum Matchwinner avancierte. Trainer Schreuder wollte trotz zuletzt sechs Punkten aus zwei Spielen den Ball weiter flach halten und "bodenständig" bleiben.

Besonderes Lob gab es für die Wagner-Truppe: "Wir haben am Ende verdient gewonnen, aber Schalke war die ersten 60 Minuten besser. Heute haben wir nicht unser bestes Spiel geboten, Schalke war bis jetzt der beste Gegner, gegen den wir gespielt haben." Dennoch ist der Hoffe-Coach mit dem eingeschlagenen Weg mehr als zufrieden: "Natürlich sind wir stolz auf die Jungs. Wir machen eine brutale Entwicklung durch, hatten viele Wechsel im Kader und Neuzugänge. Wir haben viele Talente mit ein paar Topspielern, das entwickelt sich weiter."

S04-Trainer Wagner lobte seine Mannschaft für "ein sehr gutes Auswärtsspiel, bei dem sie viele Chancen herausgespielt, aber nur dabei nicht getroffen hatte". Wagner weiter: "Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft oder die, die mehr investiert hat. Es war ein verdienter Hoffenheimer Sieg, weil der Gegner die Tore gemacht hat und wir nicht."

Statistik:
TSG Hoffenheim: Baumann - Posch (76. Bicakcic), Akpoguma, Hübner, Skov - Vogt, Rudy, Geiger (46. Bebou) - Kaderabek, Kramaric - Adamyan (62. Rupp)
FC Schalke 04: Nübel - Kenny (86. Kabak), Stambouli, Sané, Oczipka - Schöpf, Mascarell - Caligiuri (78. Kutucu), Harit, Matondo (57. Uth) - Burgstaller
Tore: 1:0 Kramaric (72.), 2:0 Bebou (85.)
Zuschauer: 29.477
Schiedsrichter: Robert Hartmann

 

 

 

Letzte Änderung am Montag, 21 Oktober 2019

1. Bundesliga