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TSG Hoffenheim gegen auswärtsstarke Schalker gefordert

erstellt am Freitag, 18 Oktober 2019
 Archivbild: TSG 1899 Hoffenheim gegen FC Schalke 04, v. li. Amine Harit (Schalke 04) und Kevin Vogt (Hoffenheim) Archivbild: TSG 1899 Hoffenheim gegen FC Schalke 04, v. li. Amine Harit (Schalke 04) und Kevin Vogt (Hoffenheim) Bild: KraichgauSport / Lörz

sport-kurier. In der letzten Bundesligapartie des 8. Spieltages empfängt die TSG Hoffenheim den FC Schalke 04 um 18 Uhr in der Sinsheimer PreZero-Arena.

Es ist das Duell des Tabellenvierzehnten gegen den Sechsten.

Bei den Gästen aus dem Ruhrgebiet geht es nach einer miserablen Saison 2018/19 wieder aufwärts. Mit 14 Punkten rangiert S04 im vorderen Tabellendrittel. Unter dem neuen Trainer David Wagner, der von 2007 bis 2009 Trainer im Hoffenheimer Nachwuchsbereich tätig war, spielt der Traditionsverein wieder attraktiven und erfolgreichen Fußball und holte aus den ersten drei Auswärtsspielen sieben Punkte.

In den vergangenen Jahren war die Sinsheimer Arena für die Königsblauen eine fast uneinnehmbare Festung. Nur eines von elf Gastspielen konnte S04 für sich entscheiden. Der einzige Sieg (4:1) resultiert aus der Saison 2015/16.

Hoffenheim konnte zuletzt seine Heimstärke der letzten Jahre nicht sonderlich unter Beweis stellen. Gegen Freiburg und Mönchengladbach gab es jeweils eine 0:3-Heimklatsche. Die Bilanz ist bei jeweils acht Siegen und sechs Unentschieden ausgeglichen. Das letzte Duell gewann Hoffenheim auf Schalke mit 5:2, wobei TSG-Stürmer Isak Belfodil an drei Treffern beteiligt war.

Am Sonntag kommt es zur Rückkehr von Stürmer Mark Uth, der in der Saison 2017/18 Toptorschütze und Topscorer der TSG mit 14 Treffern und sieben Torvorlagen war. Der gebürtige Kölner möchte ausgerechnet an alter Wirkungsstätte seinen ersten Saisontreffer erzielen. Auf Seiten der Gäste ist aktuell eher Verlass auf die beiden torgefährlichen Mittelfeldspieler Amine Harit (vier) und Suat Serdar (drei), die zusammen mehr Saisontreffer erzielten, als alle Hoffenheimer zusammen (sechs).

Die Hoffnungen auf Seiten der Gastgeber nach mehr Torerfolgen ist groß, zumal sich nach dem längeren Ausfall von Stürmer Belfodil aufgrund einer Knie-Operation nun nach langer Verletzungspause Vize-Weltmeister Andrej Kramaric gegen Schalke wieder in den Kader zurückkehrt. Der Kroate trainiert seit zehn Tagen problemlos wieder mit der Mannschaft. Auch wenn sein Knie nicht mehr schmerzt, wird entscheidend sein, für es um seinen konditionellen Zustand aussieht.

Die Bilanz nach 100 Tagen als Cheftrainer fällt für Alfred Schreuder durchwachsen aus. Sicherlich hatten viele mit einer besseren Platzierung nach sieben Spieltagen als Rang 14 gerechnet. Doch um ein frühes Vorurteil zu fällen, bedarf es etwas tiefer zu forschen und einige Faktoren nicht unberücksichtigt zu lassen.

Der ehemalige Assistent von Erik ten Hag bei Ajax Amsterdam musste in seiner ersten Cheftrainerstation einige namhafte Abgänge verkraften, dazu kamen verletzungsbedingte Ausfälle wichtiger Leistungsträger und ein nicht zu unterschätzendes schweres Auftaktprogramm. Für den sympathischen Niederländer hätte es kaum schwerer sein können. Schreuder, kein Mann der großen Worte, lamentiert nicht, er fordert nur Geduld - Geduld, um sein System durchzuziehen. Vom Verein bekommt er diese, was immer wieder von den Verantwortlichen offenkundig publiziert wird.

Im Jahr 1 nach Nagelsmann gibt es noch reichliche Baustellen bei den Nordbadenern. Das von Schreuder anvisierte Offensivspiel mit mehr Kontrolle funktioniert noch nicht wie gewünscht. Die Defensive hat noch nicht die erforderliche Stabilität und Sicherheit. Die Kritik wurde zuletzt immer lauter, bis zum Überraschungscoup, dem 2:1-Sensationserfolg, dem historischen ersten Sieg in München gegen den großen FC Bayern.

Man darf gespannt sein, wie sich die Stimmungslage nach dem 8. Spieltag verhält. Mit einer womöglich dritten Heimpleite in Folge dürfte der gewonnene Kredit vom Bayern-Spiel schnell wieder dahin sein.

 

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 18 Oktober 2019

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