Montag, 08. August 2022

Der Verbandsliga-Hinrunden-Rückblick 1. Teil 2015/2016 - Die Teams von Platz 1 bis 8

erstellt am Donnerstag, 17 Dezember 2015
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Michael Bitz (SV 98 Schwetzingen) köpft auf das Tor der SG Heidelberg-Kirchheim. Michael Bitz (SV 98 Schwetzingen) köpft auf das Tor der SG Heidelberg-Kirchheim. Bild: AS Sportfotos

von Sportkurier. Da die Verbandsliga Nordbaden nur mit 16 Mannschaften in die Saison ging, stehen in der Rückrunde nur noch 13 Partien für jede Mannschaft aus.

Bislang fielen in 136 Begegnungen 418 Treffer, das entspricht einem Schnitt von 3,1 Toren pro Spiel. Insgesamt 68 Heimsiegen stehen 45 Auswärtssiege gegenüber. Unentschieden trennten sich die Mannschaften bislang 23-mal.

Die Tabelle führt die Mannschaft vom FC Astoria Walldorf 2 an. Mit einer Punkteausbeute von 38 Punkten (12-2-3) und einem Torverhältnis von 50:18 Toren haben die Astorstädter den besten Angriff der Liga. Die beste Verteidigung stellen die Teams vom FV Lauda und dem VfR Mannheim, beide Teams kassierten bisher erst 14 Gegentore.

Für den höchsten Heim- und Auswärtssieg zeigte sich in der Vorrunde der VfR Mannheim verantwortlich. Zuhause fertigten die Rasenspieler den SV Kickers Pforzheim mit 9:0 ab und auswärts kam man beim TSV Höpfingen zu einem 0:6 Kantersieg.

Die heimstärkste Mannschaft stellt aktuell der TSV Amicitia Viernheim, die Südhessen sind noch ungeschlagen und holten bisher 25 Punkte (8-1-0). Auf fremdem Platz ist der ASV Durlach momentan die stärkste Mannschaft (5-2-1).
Die besten Chancen auf die Torjägerkanone haben Stand jetzt Andre Becker (FC Astoria Walldorf 2, 15 Treffer), Chris Moschüring (FV Lauda, 13 Treffer) und Marc Haffa (TSV Amicitia Viernheim, 11 Treffer).

Walldorfs Trainer Andreas Kocher will diese Spielzeit mit seinem Team den Sprung in die Oberliga schaffen. Bild: Siegfried Lörz.

Die aktuelle Situation:

Tabellenführer ist der FC Astoria Walldorf 2, das junge Nachwuchsteam spielt bislang einen erfrischenden Fußball und führt zurecht die Tabelle in der Verbandsliga an. Erster Verfolger ist überraschend die Mannschaft vom FV Lauda, der letztjährige Meister der Landesliga Odenwald liegt nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter.

Auch der TSV Amicitia Viernheim und der VfR Mannheim können noch ganz oben angreifen, der Punkterückstand ist mit sechs, bzw. sieben Punkten nicht uneinholbar.
In der unteren Tabellenhälfte sind die Mannschaften vom TSV Höpfingen (6 Punkte), SV Kickers Pforzheim (7 Punkte) und dem FC Spöck (9 Punkte) schon relativ abgeschlagen. Den Abstiegsrelegationsplatz belegt derzeit der TSV Reichenbach mit 20 Punkten auf dem Konto. Somit müssen noch einige Teams um den Klassenerhalt zittern, der achtplatzierte SG HD-Kirchheim hat mit 26 Punkten nur sechs Punkte Vorsprung auf Platz 13.


FC Astoria Walldorf 2, 1. Platz 38 Punkte 50:18 Tore

Mit einem Durchschnittsalter von 21,76 Jahren stellt die Mannschaft vom FC Astoria Walldorf 2 eines der jüngsten Teams in der Verbandsliga. Trainer Andreas Kocher kann mit einer Menge junger Talente arbeiten und macht dies bislang sehr gut. Zuhause konnten bisher alle acht Partien gewonnen werden, das Torverhältnis vor eigenem Publikum ist mit 31:2 Toren beeindruckend. Auswärts ist die Bilanz nahezu ausgeglichen (4-2-3). Eine herbe 5:1 Klatsche setzte es zum Saisonauftakt bei der TSG 62/09 Weinheim, doch hierfür konnte man sich am letzten Spieltag vor der Winterpause mit dem 5:0 revanchieren. Ab dem 3. Spieltag starteten die Astorstädter eine Siegesserie von fünf Spielen und schoben sich dadurch an die Tabellenspitze. Zwischenzeitlich musste man die Tabellenführung an den FV Lauda abgeben, konnte diese aber schnell wieder zurückerobern. Die Walldörfer gehen also als Favorit in die Rückrunde. Vor zwei Jahren verzichtete der Verein auf die Relegationsspiele zur Oberliga, dieses Jahr würde man den Aufstieg aber mitnehmen.

 

Viernheims Trainer Norbert Muris steht mit seinem Team auf dem 3. Platz. Die Unruhen im Verein haben dem erfolgreichen Übungsleiter überhaupt nicht geschmeckt. Bild: Berno Nix


FV Lauda, 2. Platz 36 Punkte 30:14 Tore

Schon letztes Jahr spielte der FV Lauda eine herausragende Saison, verlor über die gesamte Spielzeit keine einzige Begegnung und stieg am Ende mit 86 Punkten und einer Tordifferenz von +81 als Meister der Landesliga Odenwald in die Verbandsliga auf. Die Mannschaft blieb fast komplett zusammen und somit verfügt Trainer Jürgen Wöppel bereits über ein eingespieltes Team. Nach einem durchwachsenen Start in die Saison arbeiteten sich die Odenwälder nach und nach bis an die Tabellenspitze. Nach dem 12. Spieltag war man erstmals Tabellenführer. Vor der Saison hätte damit sicher niemand gerechnet, doch nun hat man die Chance bis zum Schluss um den Aufstieg in die Oberliga zu kämpfen. Das vorgegeben Saisonziel "Klassenerhalt" hat der FV Lauda wohl jetzt schon erreicht.


TSV Amicitia Viernheim, 3. Platz 32 Punkte 35:21 Tore

Der TSV/Amicitia Viernheim kann eigentlich auf eine erfolgreiche Vorrunde zurückblicken. Eigentlich deshalb, da die zuletzt entstandene Unruhe aufgrund von eventuellen Gehaltskürzungen von Spielern - die sportliche Leistung etwas in den Hintergrund stellt. Doch aktuell sieht es wohl danach aus, dass die Mannschaft auch in der Rückrunde im Kern zusammenbleibt. Blickt man auf die sportliche Leistung, kann Trainer Norbert Muris besonders mit den Auftritten auf eigenem Platz mehr als zufrieden sein. Aus neun Partien konnten hier acht Spiele gewonnen werden, erst im letzten Heimspiel vor der Winterpause musste man das erste Mal Punkte abgeben (1:1 gegen 1.FC Bruchsal). Auswärts läuft es dahingegen nicht zufriedenstellend. In der Auswärtstabelle befinden sich die Südhessen nur auf dem 11. Tabellenrang (2-1-5).

TSG 62/09 Weinheim (blau) vs.VfR Mannheim (rot) 2015 26 Enis Baltaci VfRM-TSGW TW Marcel Lentz. Bild: AS Sportfotos.


VfR Mannheim, 4. Platz 31 Punkte 41:14 Tore

Nach dem 10. Spieltag stand der VfR Mannheim auf dem achten Tabellenplatz und man blickte im Lager der Mannheimer auf betretene Mienen. Doch mit dem 0:6 Auswärtssieg beim TSV Höpfingen startete die Atik-Elf eine starke Serie. Es folgten fünf Siege bei einem Torverhältnis von 27:1 Toren. Doch zuletzt mussten sich die Rasenspieler wieder mit zwei Unentschieden zufrieden geben. Sieben Punkte beträgt nun der Rückstand auf den Tabellenführer FC Astoria Walldorf 2. Zu einer richtungsweisenden Partie kommt es gleich am ersten Spieltag nach der Winterpause, denn dann muss Hakan Atik mit seiner Mannschaft beim FC Astoria Walldorf unbedingt gewinnen. Personell wird sich im Winter bei den Mannheimern wohl nicht ganz so viel tun. Mit Mario Göttlicher hat man bislang einen erfahrenen Spieler für die Innenverteidigung verpflichtet. Der 33- jährige war in der Hinrunde für den Landesligisten Heddesheim aktiv. Der Vertrag wurde vorzeitig und in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Mit der Abwehr konnte man in der Hinrunde sehr zufrieden sein. 14 Gegentreffer sind die wenigsten in der gesamten Liga. Im Angriff wünscht sich der Coach einen echten Torjäger. Erfolgreichster Torschütze bei den Mannheimern ist Stürmer Niko Pavic, doch der Angreifer wird wohl aus beruflichen Gründen in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung stehen.


SV 98 Schwetzingen, 5. Platz 29 Punkte 28:19 Tore

Eine gute Hinrunde spielte der SV 98 Schwetzingen, doch um ganz oben anzugreifen fehlt der Mannschaft wohl die Konstanz. Zu häufig folgte auf einen Sieg direkt eine Niederlage. Besonders die knappen Heimniederlagen gegen den FV Lauda (2:3), die SG HD-Kirchheim (1:2) und den TSV/Amicitia Viernheim (0:1) dürften Trainer Steffen Kohl ärgern. Was den Schwetzingern fehlt, ist ein echter Torjäger. Bester Torschütze ist Marcel Angermund mit sechs Treffern. Was dem Trainer ebenso nicht gefallen haben dürfte, waren die häufigen personellen Ausfälle in seinem Kader. Mit Bitz, Abel, Morscheid, Vongpraseut, Can und Hofmann standen wichtige Spieler häufig nicht zur Verfügung. In fast jedem Spiel war der Coach deshalb gezwungen, die Aufstellung zu ändern.

Schwetzingens Coach Steffen Kohl kann mit der Hinrunde insgesamt gesehen zufrieden sein. Bild: AS Sportfotos


ASV Durlach, 6. Platz 29 Punkte 32:24 Tore

Der letztjährige Meister der Landesliga Mittelbaden kann mit dem bisherigen Saisonverlauf durchaus zufrieden sein. Die Karlsruher starteten sehr gut in die Saison und waren über weite Strecken unter den "Top Drei" der Liga. Doch zuletzt schwächelte die Mannschaft von Trainer Hicham Ouaki, aus den letzten vier Partien vor der Winterpause konnte nur ein Zähler geholt werden. Unter anderem verlor man gegen den VfR Mannheim (0:4) und den FV Lauda (1:4) deutlich. Im Kader des ASV sind einige erfahrene Akteure, mit Mario Pavkovic vom FC Germania Friedrichstal konnte man vor der Saison einen Torjäger verpflichten. Bislang hat er sieben Treffer auf dem Konto. Gemeinsam mit Sturmpartner Tobias Stoll (9 Treffer), der auch schon für den Karlsruher SC und den TSV Grunbach in der Oberliga stürmte, verfügen die Durlacher über ein gefährliches Sturm-Duo.


SpVgg. Durlach-Aue, 7. Platz 28 Punkte 24:28 Tore

In der zweiten Saison in der Verbandsliga Nordbaden scheint für die SpVgg. Durlach-Aue eine ähnliche Platzierung wie in der Vorsaison (7.) möglich zu sein. Zu Saisonbeginn waren die Karlsruher sogar ganz oben in der Spitzengruppe dabei. Doch ab dem sechsten Spieltag kam eine Schwächephase, in der man aus drei Partien nur einen Zähler holen konnte. Trainer Thomas Kies, der als Spieler auf 9 Bundesliga- und 179 Zweitligaspiele zurückblicken kann, ist nun seit vier Jahren Trainer bei der SpVgg. Durlach-Aue und kann mit der bisherigen Saison zufrieden sein. Bester Torschütze bei den Karlsruhern ist Rouven Gondorf (7 Treffer), Bruder von Darmstadt 98-Profi Jerome Gondorf.


SG HD-Kirchheim, 8. Platz 26 Punkte 27:18 Tore

Blickt man auf den großen personellen Umbruch, der bei der SG HD-Kirchheim vor der Runde stattgefunden hat, können die Verantwortlichen der Heidelberger mit dem achten Platz zufrieden sein. Der neue Trainer Kristian Sprecakovic hatte bei Amtsantritt nur fünf Spieler zur Verfügung. Ihm ist es gelungen, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, die bei etwas mehr Glück auch durchaus weiter oben in der Tabelle stehen könnte. Doch mit 26 Zählern sollten die Kirchheimer ihren Blick wohl vorerst nach unten richten, denn der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz beträgt nur sechs Punkte. Bester Torschütze bei den Kirchheimern ist Mustafa Hariri mit sieben Treffern.

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