Freitag, 12. August 2022

Die Mission Titelverteidigung startet - Tennis-Bundesligist Grün-Weiß Mannheim spielt bei BASF Ludwigshafen

erstellt am Samstag, 02 Juli 2022
Die Mission Titelverteidigung startet - Tennis-Bundesligist Grün-Weiß Mannheim spielt bei BASF Ludwigshafen AS Sportfoto

sport-kurier. Die letzten 3 Spielzeiten in der Tennis Bundesliga standen ganz klar im Zeichen des TK Grün-Weiß Mannheim.

Der Traditionsverein aus der Quadratestadt hat sich hier jeweils den Titel im deutschen Tennis Oberhaupt gesichert. "Das waren tolle Erfolge für uns, dennoch muss man auch sagen, dass wir manchmal auch das notwendige Glück auf unserer Seite hatten", betonte Mannheims Teamchef Gerald Marzenell.

Die neue Saison beginnt am Sonntag um 11 Uhr und führt Grün-Weiß zum TC BASF Ludwigshafen. Bein ambitionierten Aufsteiger will der Meister möglichst mit einem Derbysieg starten, weiß aber auch, dass es kein Selbstläufer wird. Denn die Liga ist in dieser Saison so ausgeglichen besetzt wie schon lange nicht mehr. Laut Marzenell kann eigentlich jeder jeden schlagen. Und wenn man einen Favoriten benennen müsste, dann wäre das der TC Großhesselohe aus München.

Bei den Mannheimern hat sich vieles verändert. Man befindet sich in einem Umbruch. 4 verdiente Spieler, die über reichlich Erfahrung verfügt haben, haben sich verabschiedet. Ersetzt wurden sie durch junge Talente, denen viele Experten eine große Zukunft vorhersagen, die aber noch Zeit brauchen, um auf einem absoluten Toplevel anzukommen. Die Rede ist hier von Dominic Stricker (19 Jahre), Carlos Gimeno Valero (21), Max Rehberg (18) und Philip Florig (18.) Marzenell will sie behutsam aufbauen und ihnen die Chance geben sich in Mannheim in Ruhe weiterzuentwickeln und das klappt am besten, wenn man ihnen Matchpraxis gibt. Ab und an dürften sie auf den hinteren Positionen zum Einsatz kommen.

In Ludwigshafen wird man aber auf andere Typen bauen. Denn klar ist, dass die Vorderpfälzer nichts lieber täten, als dem großen Grün-Weiß aus der direkten Nachbarschaft ein Bein zu stellen. Das Zeug dazu haben sie. Mit dem Slowaken Alex Molcan (Weltrangliste Nummer, ATP 51) und Filip Krajinovic (ATP 31) haben sie zwei Ausnahmespieler in ihren Reihen, die in vorderster Front jeden schlagen können. Krajinovic scheint auch zu spielen am Sonntag. Er wird aus Wimbledon anreisen. Wer für Mannheim spielen wird, ist noch nicht ganz klar. Es deutet jedoch vieles darauf hin, dass Marzenell auf Dominik Koepfer (ATP 117), Maximilian Marterer (ATP 172), Bernabe Zapata Miralles (ATP 90) und Daniel Cukierman (430) bauen kann.

Wie stark die Liga ist, verdeutlicht ein kurzer Blick in die Meldelisten der zehn einzelnen Vereine, die am Wettstreit der Besten teilnehmen. Sage und schreibe 46 der gemeldeten Spieler stehen aktuell unter den Top 100 der Tenniswelt. Dementsprechend hoch wird das Niveau im deutschen Oberhaus sein.

Klar ist aber auch, dass es nicht von Vorteil ist, wenn man nur "Stars" in seinen Reihen hat, denn je besser ein Spieler in der Weltrangliste platziert ist, desto größere Verpflichtungen hat er gegenüber der ATP, dem Dachverband im Herren Tennis. So sind die Topspieler dazu verpflichtet bei den Topturnieren zu starten - außer sie sind verletzt. Was aber nicht möglich ist, ist, dass ein Topspieler auf ein Spitzenturnier verzichtet, um dafür lieber in der Bundesliga zu spielen. Macht er es trotzdem, folgen Strafen, die auch die Vereine treffen. Demnach ist es die Kunst, eine gute Mischung im Kader aus absoluten Topkräften zu haben und Spielern, die in der zweiten Reihe zu den Besten gehören.

Grün-Weiß hat diesen Spagat meist gut hinbekommen und war dementsprechend auch erfolgreich.

Bundesliga-Kader von Grün-Weiß Mannheim: Dominic Thiem (ATP 346/Österreich), Federico Delbonis (84/Argentinien), Dusan Lajovic (64/Serbien), Pedro Martinez (50/Spanien), Dominik Koepfer (117/Deutschland), Bernabe Zapata Miralles (90/Spanien), Radu Albot (113/Moldau), Dominic Stricker (183/Schweiz), Maximilian Marterer (172/Deutschland), Nicolas Kicker (237/Argentinien), Gerald Melzer (247/Österreich), Carlos Gimeno Valero (372/Spanien), Max Rehberg (838/Deutschland), Daniel Cukierman (430/Israel), Philip Florig (1007/Deutschland), Kevin Krawietz (Doppel 237/Deutschland), Philipp Petzschner (Deutschland), Robin Kern (Deutschland).

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 02 Juli 2022