Donnerstag, 26. Mai 2022

Die Saison ist beendet, Los Angeles heißt der Super Bowl LVI Champion

erstellt am Montag, 14 Februar 2022
Die Saison ist beendet, Los Angeles heißt der Super Bowl LVI Champion Bild: IMAGO / UPI Photo

sport-kurier. Im SoFi Stadium in Los Angeles siegten die Rams gegen die Cincinnati Bengals mit 23:20.

Nur wenige Sekunden vor dem Ende sicherte sich der Favorit im eigenen Stadion den Super Bowl Sieg, auch wenn Cincinnati durchaus Chancen hatte zu triumphieren.

Die rund eine Milliarde Footballfans an den Bildschirmen und rund 100.000 im Stadion erlebten ein würdiges Finale. Zum zweiten Mal in Folge gab es beim Endspiel ein "echtes" Heimteam, nachdem Tampa Bay im vergangenen Jahr zu Hause den Titel gewinnen konnte (in den 54 Super Bowls davor gab es nie ein Heimteam). Im eigenen Stadion traten Los Angeles Rams an - kurioser Weise als Auswärtsteam, da die Regularien der NFL den Gegner aus Cincinnati als Heimteam bestimmt hatte.

Im ersten Viertel schafften die Rams etwas, das Ihnen bei ihrem letzten Auftritt im Endspiel nicht gelang. 2019 unterlagen die so offensivstarken Rams den New England Patriots mit 3:13, jetzt gelang ihnen nach rund acht Minuten endlich ein Touchdown. Quarterback Matt Stafford fand mit einem Pass WR Odell Beckham Jr. zum 7:0. Dabei gehörten die Sympathien der Fans eher den Bengals, da sich die Rams für den sofortigen Erfolg positioniert hatten und während der Saison zahlreiche Stars ins Team holten. Tragisch, dass sich mit WR Odell Beckham Jr. im zweiten Viertel verletzte und ausfiel, was Los Angeles eine wichtige taktische Option nahm.

Die Bengals kamen kurz darauf ebenfalls zu punkten, konnten aber aus einem langen Pass von QB Joe Burrow auf WR Ja'Marr Chase keinen Profit ziehen und verkürzten per Field Goal auf 7:3. Das Heimteam ließ sich nicht beirren, zog sofort wieder über das Feld und erzielte zu Beginn des zweiten Viertel durch Stafford und WR Cooper Kupp das 13:3. Mit einem Trickspielzug verkürzten die Bengals fünf Minuten vor der Halbzeit auf 13:10.

47 Siege, eine Niederlage - so die Bilanz von Rams Head Coach Sean McVay, wenn sein Team zur Halbzeit führt. Dass aber mit den Bengals zu rechnen ist, zeigten sie im ersten Spielzug nach der Halbzeit. Volles Risiko ging Cincinnati, warf einen langen Pass und WR Tee Higgins trägt den Ball in die Endzone zum 17:13 - ein umstrittener Spielzug, der per Videobeweis überprüft und geahndet hätte werden müssen. Den ersten Pass von Stafford fangen die Bengals ab und haben auf einmal die Oberhand gewonnen. Zwar kam nun nur ein Field Goal durch K Evan McPherson heraus, der in den Playoffs somit alle 15 Versuche verwandeln konnte.

Bei einem Spielstand von 20:16 für Cincinnati gingen die Teams ins Schlussviertel. Nun übernahmen die Verteidigungsreihen und die Teams neutralisierten sich gegenseitig. Dann schafften es die Rams doch noch kurz vor dem Ende vor die gegnerische Endzone zu kommen. Einen Pass von Stafford auf WR Cooper Kupp in die Endzone fängt dieser, doch Strafen gegen beide Teams verwehren den Rams den Touchdown. Weiterhin hält die Bengals Defensive, bestraft sich aber durch Strafen selber und hält den Gegner im Spiel. Somit kommt, was kommen muss: erneut versucht Stafford Kupp mit einem Pass zu bedienen und nun klappt es. 23:20 somit für Los Angeles und noch 85 Sekunden zu spielen. Eine Ewigkeit, wie die Playoffs in diesem Jahr mehrfach gezeigt haben. Unter Druck gelingt es den Bengals in die Feldmitte vorzudringen, dann hält die Verteidigung der Rams: im vierten Versuch bekommt DT Aaron Donald Burrow zu fassen und das Spiel ist entschieden.

Mit den Los Angeles Rams hat die Saison einen verdienten Sieger gefunden, die aus deutscher Sicht einige Höhepunkte hatte. New England Patriots FB Jakob Johnson wurde von einigen Publikationen als zweitbester Spieler auf seiner Position ausgezeichnet. Mit dem ehemaligen deutschen Junioren-Nationalspieler WR Amon-Ra St. Brown holten sich die Detroit Lions einen neuen Leistungsträger in den Angriff des Teams. St. Brown fing 90 Pässe in seiner ersten NFL Saison. Damit gab er den Fans in Deutschland etwas zu jubeln, auch wenn St. Brown nie in Deutschland Football gespielt hat und als Sohn eines Amerikaners und einer Deutschen in Kalifornien aufwuchs. Auch LB Mark Nzeocha (San Francisco 49ers), WR Equanimeous St. Brown (Green Bay Packers), K Dominik Eberle (Houston Texans), LB Aaron Donkor (Seattle Seahawks) und David Bada (Washington Commanders) vertraten die Farben Deutschlands in der NFL in dieser Saison.

 

Geschrieben von unserem Journalisten Marc Schüler.

 

 

Letzte Änderung am Montag, 14 Februar 2022