Mittwoch, 28. Juli 2021

Schlechtes Wetter, aber dafür ein gutes Ergebnis - Tennis-Bundesligist Grün-Weiß Mannheim startet mit einem 5:1 Sieg

erstellt am Samstag, 10 Juli 2021
Der Himmel öffnete seine Schleusen und setzte den Sandplatz unter Wasser. Der Himmel öffnete seine Schleusen und setzte den Sandplatz unter Wasser. AS Sportfoto

sport-kurier. Es war ein Spieltag, den man bei Grün-Weiß Mannheim nicht so schnell vergessen wird.

Begonnen hatte er am Freitagmittag um 13 Uhr bei Sonnenschein, geendet um 0.40 Uhr, also bereits am frühen Samstagmorgen. Zwei extrem starke Regenschauer und später die einsetzende Dunkelheit machten dem Traditionsclub einen Strich durch die Rechnung. Letztlich hatte sich das Warten aber gelohnt, denn zum Auftakt der neuen Saison der Tennis Bundesliga, die im Vorjahr coronabedingt pausieren musste, feierten die Mannheimer einen souveränen 5:1 Erfolg über Blau Weiß Neuss.

Kurz nach 14 Uhr öffnete der Himmel erstmals seine Schleusen und setzte die roten Sandplätze unter Wasser. Rund eine Stunde später folgte die nächste kalte Dusche. Was zur Folge hatte, dass die Partie zwischen 14 Uhr und 18.15 Uhr komplett unterbrochen war. Grün-Weiß führte zu diesem Zeitpunkt bereits mit 1:0. Dusan Lajovic, der spielstarke Serbe im Mannheimer Kader, der in der Weltrangliste zu den Top 50 gehört, brachte die Hausherren durch einen 6:2, 6:2 Sieg gegen seinen Landsmann Nikola Milojevic (ATP 146) in Führung. Lajovic: "Ich bin wirklich froh, dass ich für die Jungs den ersten Sieg holen konnte. Das Spiel hatte ich gut unter Kontrolle."

Auf einem Nebenplatz spielte derweil auch Gerald Melzer. Der Österreicher in Diensten der Kurpfälzer führte mit 6:4, 2:2, ehe sein Match wegen des Regens unterbrochen werden musste. Melzer schlug die Zeit in der Kabine tot. Und das mit Erfolg. Kaum zurück auf dem Court freute er sich über ein 6:4, 6:3 gegen Javier Barranco Cosano und die wichtige 2:0 Führung.

Dusan Lajovic sorgte für die 1:0 Führung der Mannheimer. AS Sportfoto

Wenig später machte dann der neue Topstar der Mannheimer kurzen Prozess. Dominik Koepfer, der in Furtwangen geboren ist und auch im Schwarzwald aufgewachsen ist, schaltete den völlig überforderten Belgier Julien Cagnina mit 6:0, 6:1 aus. Nicht einmal eine Stunde benötigte der Badener, der momentan die Nummer 62 im Welttennis ist, für seinen Triumphzug auf dem Centre Court. "Ich habe gut gespielt und auch einen guten Start erwischt. Danach ging es dann quasi fast von alleine. Ich habe kaum Fehler gemacht. Die Stimmung im Team ist super. Ich bin froh, dass ich hier dabei sein kann. Und hoffe auf viele weitere Spiele für Grün-Weiß."

Unter dem Strich stand es also schon 3:0. Aus den letzten 3 Begegnungen fehlte also nur noch ein Punkt für den ersten Saisonsieg. Eingefahren hat den dann Julian Lenz. Er benötigte dafür einen echten Kraftakt. Da es um kurz nach 21 Uhr wieder zu regnen begann und immer dunkler wurde, musste sein Match gegen den italienischen Routinier Luca Vanni in der Halle beendet werden. Nach knapp 3 Stunden Spielzeit hatte dann auch er mit 7:5, 5:7 und 10:4 gewonnen.

Die beiden abschließenden Doppel waren somit nicht mehr entscheidend, aber dennoch wichtig. Denn am Saisonende kann jeder einzelne Matchpunkt wichtig sein.

Im Einserdoppel traten Koepfer und Lenz für Grün-Weiß an. Und das taten sie im Eiltempo. Cagnina und Barranco wurden mit 6:1, 6:3 vom Hallenteppich gefegt. Die einzige Niederlage kassierte Mannheim im zweiten Doppel, wo sich Robin Kern und Melzer mit 6:3, 6:7 und 5:10 beugen mussten. Milojevic und Vanni waren einen Tick besser.

Gerald Marzenell, der Teamchef der Mannheimer, war hoch zufrieden: "Es war kein Selbstläufer. Dusan und Dominik waren überragend, aber an Punkt 3 und 4 hatten wir sehr schwere Spiele." Weiter geht es für Grün-Weiss am Sonntag um 11 Uhr. TuS Sennelager gastiert in Feudenheim. Marzenell erwartet erneut ein schweres Spiel.

 

 

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 10 Juli 2021