Dienstag, 12. November 2019

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German Bowl: Braunschweig Lions holen Titel ++ 10:7 Sieg über Schwäbisch Hall Unicorns

erstellt am Sonntag, 13 Oktober 2019
RB Christopher McClendon (Braunschweig Lions) gegen LB Nikolas Knoblauch (Schwäbisch Hall Unicorns) - 12.10.2019: German Bowl XLI Braunschweig Lions vs. Schwäbisch Hall Unicorns, Commerzbank Arena Frankfurt. RB Christopher McClendon (Braunschweig Lions) gegen LB Nikolas Knoblauch (Schwäbisch Hall Unicorns) - 12.10.2019: German Bowl XLI Braunschweig Lions vs. Schwäbisch Hall Unicorns, Commerzbank Arena Frankfurt. Bilder: Marc Schüler

sport-kurier. Zum 12. Mal haben die Braunschweig Lions am Samstagabend in der Frankfurter Commerzbank Arena den Titel des Deutschen Meisters gewonnen.

Mit 10:7 setzten sie sich in einer von den Verteidigungsreihen beider Mannschaften dominierten Partie gegen die Schwäbisch Hall Unicorns durch.

Fast wähnten sich die 20.382 Besucher zur Halbzeit bei einem Auftritt des Hauptmieters des Stadions Eintracht Frankfurt. Ganz Football-untypisch stand es zur Pause 0:0, nachdem die Braunschweig Lions zwei Chancen auf ein Field Goal im ersten Durchgang vergaben.

Während die Leistung der beiden Teams auf dem Feld eher ein Fest für Football-Enthusiasten war, freute sich Verbandschef Robert Huber auf die richtige Strategie gesetzt zu haben. Zwischen 2011 und 2018 fand das Endspiel um den German Bowl in Magdeburg und Berlin statt, was bei den Fans in ganz Deutschland aufgrund der dezentralen Lage immer wieder Kritik hervorrief. Entsprechend erwartungsvoll waren die Verantwortlichen nachdem sie der Forderung der Fans und Teams nachgaben und das Endspiel bis 2024 zurück in die Commerzbank Arena holten, wo es bereits zwischen 2008 und 2010 ausgetragen wurde.

 

WR Micky Kyei (Braunschweig Lions) gegen CB Adehkeem Brown (Schwäbisch Hall Unicorns) - 12.10.2019: German Bowl XLI Braunschweig Lions vs. Schwäbisch Hall Unicorns, Commerzbank Arena Frankfurt. Bild: Marc Schüler

Und sie wurden mit einer Rekordkulisse belohnt. Zwar reichte es nicht zum ewigen Rekord (30.400, Braunschweig Lions vs. Hamburg Blue Devils 1999 in Hamburg), doch konnte der AFVD in Frankfurt oder in einem Endspiel ohne Heimmannschaft noch nie mehr Zuschauer im Stadion begrüßen.

Dass es 20.382 Zuschauer wurden lag mitunter daran, dass die Übertragungen der NFL im Free TV auf Pro Sieben Maxx immer populärer werden und somit eine Plattform für den Sport bieten. Auch wenn der Verband der Meinung ist, dass sich Fans der amerikanischen Profiliga nicht für den Sport vor der eigenen Haustür interessieren, so ist es unbestritten, dass die Strahlkraft der Amerikaner immer mehr Fans in Deutschland gewinnt und die Mitgliederzahlen im Verband seit den kostenlosen NFL-Übertragungen sprunghafter als zuletzt gestiegen sind.

In der zweiten Halbzeit der 41. Auflage des German Bowls erlebten die Fans dann ein Spiel, das einem Endspiel würdig war. Die Braunschweig Lions gingen im dritten Viertel durch einen Lauf des starken Ballträger Christopher McClendon in Führung, Kicker Tobias Goebel baute diese Führung im Schlussviertel auf 10:0 aus, vergab es aber mit dem dritten verpassten Field Goal des Tages kurz darauf für eine Vorentscheidung zu sorgen.

 

Siegesjubel Braunschweig Lions nach dem 10:7 über Schwäbisch Hall und dem Sieg im German Bowl XLI - 12.10.2019: German Bowl XLI Braunschweig Lions vs. Schwäbisch Hall Unicorns, Commerzbank Arena Frankfurt. Bild: Marc Schüler

Angetrieben vom wohl spektakulärsten gefangenen Pass der Saison durch den Haller Tyler Rutenbeck, der das Lederei wie NFL Superstar Odell Beckham Jr. mit nur einer Hand aus der Luft pflückte, kam Schwäbisch Hall zwei Minuten vor dem Ende durch Joshua Haas zum Anschlusstouchdown. Doch kam dieser insgesamt gesehen zu spät. Hall musste einen Onside-Kick versuchen, den Tissi Robinson sich für die Lions sichern konnte.

Braunschweigs QB Brandon Cornette gelang es anschließend den Ball selber zu einem neuen ersten Versuch zu tragen. Er ermöglichte es so seinem Team die verbleibende Spielzeit auslaufen zu lassen und den 12. Titelgewinn zu feiern.

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 13 Oktober 2019