Dienstag, 22. Oktober 2019

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Die Titelverteidigung vor Augen - Tennis-Bundesligist Grün-Weiss Mannheim trotzt dem Verletzungspech

erstellt am Dienstag, 06 August 2019
Gut besuchter Tenniscourt bei der Partie GW Mannheim - Aachen. Gut besuchter Tenniscourt bei der Partie GW Mannheim - Aachen. AS Sportfotos

sport-kurier. Es gab nicht wenige im Umfeld des Tennis-Bundesligisten Grün-Weiss Mannheim, die schon das Schlimmste befürchtet hatten.

Beim deutschen Meister von 2018 rechneten manche dieses Mal gar mit dem Abstiegskampf und diese Sorge war irgendwo auch tatsächlich begründet, denn das Verletzungspech ist bereits seit Wochen groß bei Grün-Weiss.

Wichtige Spieler fallen für die komplette Runde aus und andere Topkräfte, die noch im letzten Jahr ausschlaggebend für den Meistertitel waren, dürfen aufgrund ihrer hohen Weltranglistenpositionen und der daraus resultierenden Turnierverpflichtungen kaum in der Bundesliga spielen. Die Vorzeichen waren also miserabel.

Und so grenzt es tatsächlich schon an ein mittleres Tenniswunder, dass Grün-Weiss am kommenden Wochenende als Zweiter in den letzten und entscheidenden Doppelspieltag geht und mit einem Heimsieg im direkten Duell mit dem punktgleichen Spitzenreiter Krefeld am Samstag selbst die Tabellenführung übernehmen kann.

"Damit hätte ich vor dieser Saison niemals gerechnet. Dass es nun doch passiert ist, ist schon Wahnsinn," betonte Mannheims langjähriger Teamchef Gerald Marzenell nach dem 4:2 Heimsieg am Sonntag zuhause gegen Kurhaus Aachen vor 3200 begeisterten Tennisfans.

Gruen Weiss vs.Kurhaus Aachen 2019 - Manuel Pena Lopez in Aktion. Bild: AS Sportfoto

Und das gegen eine Mannschaft, die mit sehr guten Tennisspielern angereist war. So spielte an Position eins Pablo Cuevas für die Aachener. Ein Uruguayer, der auf dem etwas langsameren Sandbelag zu den besten Spielern der Welt zählt. Ein weiterer bekannter Spieler im Aachener Aufgebot war Tim Pütz, der schon seit ein paar Jahren im Davis Cup für die deutsche Nationalmannschaft spielt und gerade im Doppel nur extrem schwer zu stoppen ist. Doch genau das gelang Grün-Weiss am Sonntag. Nach einem 2:2 nach den 4 Einzelpartien gewannen sie beide Doppel als wäre es das normalste und leichteste auf dieser Welt.

Und spätestens jetzt ist alles möglich, auch wenn Krefeld am Samstag wieder besser besetzt sein wird als die Mannheimer. "Das geht mittlerweile doch schon die ganze Saison so", betont Grün-Weiss Spieler Tobias Kamke, der am Sonntag sein Einzel und sein Doppel gewann, "wir gleichen das durch unseren Transport wieder aus." Die Ausgangslage ist klar: Da Krefeld das etwas bessere Matchverhältnis hat, würde den Gästen auch schon ein Unentschieden reichen, um als Tabellenführer in den letzten Spieltag am Sonntag zu gehen. Mannheim muss gewinnen und könnte sonntags mit einem Unentschieden in Gladbach dann alles klar machen.

Gerald Marzenell und seine Mitstreiter hoffen deshalb wieder auf möglichst viele Fans und eine ähnliche Atmosphäre wie am Sonntag, die vor allem beim Einzel von Manuel Pena Lopez auf dem Centre Court ihren Höhepunkt erreichte. Gegen den favorisierten Pütz wurde der sympathische Argentinier förmlich zum Sieg gepeitscht. Danach bedankte er sich artig und winkte lächelnd und stolz ins Publikum.

 

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 06 August 2019