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Das Jahr eins nach der Meisterschaft - Grün-Weiß Mannheim vor dem Saisonbeginn in der Tennis-Bundesliga

erstellt am Mittwoch, 03 Juli 2019
Das Jahr eins nach der Meisterschaft - Grün-Weiß Mannheim vor dem Saisonbeginn in der Tennis-Bundesliga Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Wenn man als Titelverteidiger in die neue Saison geht, sind meist alle Augenpaare auf einen gerichtet.

Vom Champion des letzten Jahres wird unterbewusst immer erwartet, dass er sein Meisterstück wiederholt. Auch beim Tennis-Bundesligisten Grün-Weiß Mannheim, der im Sommer 2018 eine rauschende Meisterparty feierte, ist das so.

Doch man darf dieses Mal wohl nicht zu viel von Quadratestädtern erwarten. Denn die Vorzeichen sind nicht die besten. Zum einen hat die Konkurrenz teilweise kräftig aufgerüstet und zum anderen hat Mannheim mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Gerald Melzer, der mit seinem starken Topspin-Spiel auf Sandplätzen ein ganz starker Spieler ist, wird aufgrund von einer Fußverletzung wohl die komplette Saison ausfallen und auch Maximilian Marterer war zuletzt angeschlagen. Der Mann, der in sein zweites Jahr bei Grün-Weiss geht, ist seit den French Open Ende Mai verletzt. Zum Einsatz kommen wird er aber trotzdem. Die Frage ist nur, wie gut seine Form sein wird.

Klar ist jedenfalls, dass die Mannheimer stets auf hochmotivierte Gegner treffen werden. "Als Meister wird uns sicher jeder schlagen wollen", betont Mannheims langjähriger Erfolgscoach Gerald Marzenell.
Er selbst zählt seine Mannschaft nicht zum Kreis der Topfavoriten. Kurhaus Lambertz Aachen, Timberland Krefeld und Badwerk Gladbach hätten die Nase vorn. Trotzdem darf man Mannheim nie abschreiben. Viel wird deshalb vom Start abhängen und der ist nur von der Papierform her leicht:

Mannheim muss sofort zwei Mal auswärts ran. Am Sonntag um 11 beim TuS Sennelager und freitags darauf um 13 Uhr bei Blau-Weiß Aachen. Das sind beides Aufsteiger, die aber über gute Spieler verfügen und gegen den Meister nichts zu verlieren haben.

In der letzten Spielzeit wurden die Mannheimer Deutscher Meister. AS Sportfotos

"Ehrlich gesagt ist mir dieses Auftaktprogramm nicht ganz so recht, denn wir stehen da gleich etwas unter Druck. Jeder erwartet, dass wir dort sofort performanen", erklärt Marzenell, der mit Dusan Lajovic einen echten Topspieler dazu gewonnen hat. Der Serbe, der einst schon einmal für Mannheim spielte, steht in der Weltrangliste der Tennisspieler an Position 36 und hat zuletzt häufig bewiesen, dass er auch mit der absoluten Weltspitze mithalten kann.

In welchen Spielen er genau für Grün-Weiss spielen wird, steht derzeit noch nicht fest. Gleiches gilt für Dominic Thiem, der als Nummer 4 der Welt erneut auf dem Mannheimer Meldebogen steht. Ob er überhaupt spielt, wird sich zeigen. Denn als Top Ten Spieler hat man viele Verpflichtungen bei Turnieren, bei denen man mitunter nur dann absagen kann, wenn man verletzt ist. Demnach ist es einem wie Thiem nicht möglich zu sagen, dass er ein Bundesligaspiel einem Turnier vorzieht.

Das absolute Saisonhighlight steigt natürlich am 21. Juli auf der Anlage in Mannheim. An diesen Sonntag wird ab 11 Uhr das Derby gegen Weinheim ausgetragen. Im letzten Jahr lockte der Nachbarschaftsvergleich 400 Tennis-Anhänger an und hat gezeigt, welches Potential der Tennissport in der Region hat. Nach dem Duell ist eine Aftermatch-Party geplant auf der auch ein Dj auflegen soll.

Die Mannschaftsaufstellung des TK Grün-Weiß Mannheimer: 1. Dominic Thiem (Weltranglistenposition 4), 2. Dusan Lajovic (36), 3. Radu Albot (40), 4. Federico Delbonis (75), 5. Pedro Martinez (126), 6. Maximilian Marterer (175), 7. Gerald Melzer (326), 8. Tobias Kamke (266), 9. Jeremy Jahn (428), 10. Manuel Pena Lopez (594), 11. Robin Kern, 12. Justin Schlageter, 13. Andreas Beck, 14. Jannik Gieße, 15. Marc Lopez (86 in der Doppel Rangliste).

Die 4 Heimspiele der Mannheimer, 14. Juli, 11 Uhr: gegen Großhesselohe; 21. Juli, 11 Uhr: gegen Weinheim; 4. August, 11 Uhr: gegen Kurhaus Aachen; 10. August, 12 Uhr: gegen Krefeld.