Dienstag, 21. August 2018

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War es das, ist die Meisterschaft verpasst? Rhein-Neckar Löwen setzen Negativtrend fort

erstellt am Freitag, 25 Mai 2018
Rhein-Neckar Loewen vs.MT Melsungen - Frust bei den Loewen beim 23-24 - Nr. 32 Alexander Petersson. Rhein-Neckar Loewen vs.MT Melsungen - Frust bei den Loewen beim 23-24 - Nr. 32 Alexander Petersson. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Sport kann grausam sein.

Eigentlich waren die Rhein-Neckar Löwen doch schon so gut wie durch im Titelrennen der Handball-Bundesliga. Monatelang dominierten sie das deutsche Oberhaus mit einer Leichtigkeit, die beeindruckte. Und dann das: In Berlin setzte es ein 23:29, in Erlangen reichte es nur zu einem 25:25 Unentschieden und am gestrigen Mittwoch entführte die MT Melsungen mit einem 24:23-Auswärtssieg beide Punkte aus der SAP Arena.

Die Auswirkungen der Negativserie sind gravierend: Zwei Spieltage vor Saisonschluss hat die SG Flensburg-Handewitt nun einen Punkt Vorsprung auf die Gelbhemden und es ist mehr als nur unrealistisch, dass sich die Norddeutschen das nochmals nehmen lassen.

Das wissen auch die Macher bei den Löwen: "Wir sind alle riesig enttäuscht", erklärt Trainer Nikolaj Jacobsen, "aber in den letzten Minuten gegen Melsungen war es eben auch eine Nervensache." Auch Oliver Roggisch, der bei den Löwen als Sportlicher Leiter arbeitet, war nach der ersten Heimniederlage der Saison am Boden zerstört: "Es ist wirklich schwer für mich, die richtigen Worte zu finden. Klar ist jedenfalls, dass die Mannschaft trotzdem eine sehr gute Saison gespielt hat."

RNL Trainer Nikolaj Jacobsen kann es nicht fassen. Rhein-Neckar Loewen vs. MT Melsungen. Bild: AS Sportfotos

Die Spieler nach Statements zu fragen, war am späten Donnerstagabend schwierig. Denn die Enttäuschung war so groß, dass sie nicht reden wollten oder einfach nicht konnten. Schließlich ist da etwas passiert, mit dem nie im Leben jemand gerechnet hätte. Dazu waren die Löwen bis vor zwei Wochen einfach zu souverän. Erklärungen zu finden, ist schwierig. Aber es ist offensichtlich, dass zuletzt der Kopf nicht mitgespielt hat. Denn das waren nicht die Löwen, wie man sie kennt. Gerade vor dem gegnerischen Tor übernahm keiner mehr Verantwortung. Niemand traute sich etwas zu.

Doch bei all der Trauer über die wohl verpasste Meisterschaft. Eine Trophäe kann den Löwen niemand mehr nehmen: Erst kürzlich haben sie sich den DHB-Pokal gesichert. Doch momentan ist der nur ein schwacher Trost.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 25 Mai 2018

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