Donnerstag, 16. August 2018

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Der Rhein-Neckar Löwen steuern schnurstracks auf den dritten deutschen Meistertitel in Folge zu

erstellt am Samstag, 21 April 2018
Andy Schmid beim Wurf. Andy Schmid beim Wurf. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Die Handballer der Rhein-Neckar Löwen können schon mal den Sekt kalt stellen.

Der zweifache Meister steuert schnurstracks auf den dritten deutschen Meistertitel in Folge zu. Am Donnerstag setzten sich die Löwen mit 26:23 (14:13) beim TSV Hannover-Burgdorf durch. Eine Selbstverständlichkeit war das nicht. Bei den Recken - wie sich die Niedersachsen selbst nennen - hat in dieser Saison zuvor noch niemand gewonnen.

Mit dem Sieg haben die Badener also eine weitere Bestmarke in dieser Saison gesetzt. Der Vorsprung ist mittlerweile groß. Hinter den Löwen folgt Flensburg auf dem zweiten Tabellenplatz und die Handballer aus dem Norden haben bereits vier Punkte Rückstand. Hinzu kommt, dass die Löwen sogar noch ein Spiel in der Hinterhand haben. Auf dem dritten Rang folgen die Berliner Füchse mit Nationaltorhüter Silvio Heinevetter.

Ihr Rückstand auf die Mannschaft von Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen beträgt fünf Punkte. Eigentlich könnte man also so langsam auch im näheren Umfeld der Löwen vom Titel sprechen. Doch die vermeiden das nach wie vor. "Wir wollen unsere Ziele jetzt auch erreichen, denn bislang haben wir noch gar nichts gewonnen und das müssen wir uns immer vor Augen halten", erklärte Teammanager Oliver Roggisch nach dem wichtigen Auswärtssieg.

Mit Zielen meint er natürlich auch den DHB-Pokal. Denn am 5. und 6. Mai probieren es die Löwen erneut beim Final Four in Hamburg. Sollte es dort diesmal mit dem Titel klappen, scheint in diesem Jahr gar das Double eingefahren zu werden. Denn in der Bundesliga können sich die Löwen wohl nur noch selbst schlagen. Allerdings warten in den letzten sechs Partien durchaus noch drei Gegner, gegen die man durchaus noch verlieren kann: In die SAP Arena kommen noch der SC Magdeburg und die MT Melsungen, außerdem muss noch in der Hauptstadt bei den Füchsen gespielt werden.

Doch wer diese Löwen in den letzten Wochen gesehen hat, der kann sich ein Scheitern kaum mehr vorstellen. Klammert man mal die herbe Bundesliga-Niederlage beim THW Kiel aus, wo sich die Löwen in der ersten Halbzeit eine Tiefschlafphase geleistet haben, traten sie stets im Stile eines Meisters aus. Der Auftritt in Hannover erinnerte sogar ein wenig an den deutschen Fußball-Krösus FC Bayern München. Denn in der TUI Arena gewannen die Löwen nicht etwa, weil sie das klar bessere Team waren, sondern auch deshalb, weil sie in der entscheidenden Phase ihr Potenzial voll abgerufen haben. Und es eben die Kunst, auch dann zu gewinnen, wenn es mal nicht so läuft.

In Hannover bemängelte Jacobsen insbesondere die fehlenden Ideen in der Offensive. Ein klares System war nicht zu erkennen. Das ganze Spiel wirkte doch sehr statisch und eben nicht so explosiv wie sonst.
In den nächsten beiden Wochen können die Löwen aber genau daran arbeiten. Sie sind spielfrei und müssen erst wieder beim Final Four in Hamburg antreten.

Letzte Änderung am Samstag, 21 April 2018

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