Donnerstag, 18. Oktober 2018

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Szeged sinnt auf Revanche

erstellt am Sonntag, 11 Februar 2018
Tim Hornke gegen Gudjon Valur Sigurdsson / RNL -  Rhein-Neckar Loewen vs. TBV Lemgo. Tim Hornke gegen Gudjon Valur Sigurdsson / RNL - Rhein-Neckar Loewen vs. TBV Lemgo. Bild: AS Sportfotos

Löwen am Sonntag im ausverkauften Harres gegen starke Ungarn gefordert

Es ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben, welche die Gruppenphase der VELUX EHF Champions League für die Rhein-Neckar Löwen bereithält: Am Sonntag um 17 Uhr geht es für den Deutschen Meister gegen den ungarischen Spitzenclub MOL-Pick Szeged. Gespielt wird im Harres in St. Leon-Rot. Einlass ist ab 15.30 Uhr. Karten für die restlos ausverkaufte Partie gibt es keine mehr.

Die Ausgangslage spricht für einen engen Fight: Nach 10 von 14 Vorrundenspielen stehen die Löwen auf Platz vier gerade einmal drei Punkte vor den Ungarn auf Rang fünf. Wollen die Männer aus der Großstadt im Dreiländereck Ungarn, Serbien, Rumänien noch einmal den vierten Platz angreifen, brauchen sie am Sonntag einen Sieg. Dass sie zu einer solchen Großtat in der Lage sind, haben die Szegediner auch in dieser CL-Saison schon bewiesen, schlugen zuhause den FC Barcelona und holten einen Punkt gegen Titelverteidiger Vardar Skopje.

Austrudeln im Hinspiel

Beim Hinspiel Anfang November allerdings ließen die Löwen den stolzen Magyaren keine Chance. Fünf Minuten vor Schlusspfiff führte man 33:24, schaltete zwei Gänge zurück und brachte letztlich einen 34:31-Erfolg auf den Zettel. Zwei Punkte, die am Ende der Gruppenphase sehr viel wert sein können. Vorausgesetzt die Löwen leisten sich am Sonntagabend keinen Ausrutscher und zeigen sich gegen die auf Revanche sinnenden Ungarn so konzentriert wie beim überwiegenden Teil der bisherigen Einsätze.

Die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen, besteht jedenfalls nur im Minimalbereich. Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen richtete bereits direkt nach der Pressekonferenz zum 38:17-Kantersieg gegen Lemgo in der Liga am Donnerstag den Blick auf Sonntag. Mit Szeged erwarte man eine starke Mannschaft, die einen in der Abwehr wie im Angriff fordern werde. Vor allem die 5:1-Abwehr mit Zwei-Meter-Mann Jonas Källman auf der Spitze könne einem Kopfschmerzen verursachen, mahnte Jacobsen – und wünscht sich von seinen Männern einen couragierten Auftritt.

Wiedersehen mit zwei Ex-Löwen

Löwen-Rechtsaußen Bogdan Radivojevic hatte da im Interview direkt nach dem Lemgo-Spiel bereits im Sinne des Trainers gesprochen. Anstatt den Liga-Triumph zu feiern, müsse man sich auf die nächste Aufgabe vorbereiten. Als Serbe weiß „Bogi“ sehr genau, was ihn im Duell mit seinen Nachbarn erwartet. Unterschätzen dürfe man Szeged auf keinen Fall. Im Hinspiel traf der Flugkünstler bei einer starken Vorstellung viermal.

Um zu wissen, wie schwer es gegen die Südungarn werden kann, muss man nur einmal quer durch den Kader lesen: Neben den Ex-Löwen Stefan Sigurmansson und Sergei Gorbok stehen unter anderem mit Källman, Balint Fekete, Szabolcs Zubai, Denis Buntic, Dmitry Zhitnikov und Alen Blazevic zahlreiche ehemalige und aktuelle Nationalspieler im Kader, die alle technisch und taktisch hervorragend ausgebildet wurden. Lässt man diese Jungs spielen, können sie einen vor größte Probleme stellen. Entsprechend muss die Löwen-Einstellung 100 Prozent erreichen.

Im Falle eines Sieges kann sich der Deutsche Meister sogar noch Chancen auf Rang zwei ausrechnen, da man gegen den aktuell Zweitplatzierten HBC Nantes noch am letzten Spieltag zuhause ran darf und gegenüber Barcelona lediglich wegen des um drei Treffer schlechteren Torverhältnisses im Hintertreffen liegt.

Quelle: Rhein-Neckar Löwen

Letzte Änderung am Sonntag, 11 Februar 2018

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