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Der Meistertraum lebt - Am Osterwochenende haben die Rhein-Neckar Löwen die Tabellenspitze erobert

erstellt am Dienstag, 18 April 2017
Der Meistertraum lebt - Am Osterwochenende haben die Rhein-Neckar Löwen die Tabellenspitze erobert  Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Die Osterfeiertage 2017 wird man bei den Rhein-Neckar Löwen sicher nicht so schnell vergessen.

Denn besser hätten sie nicht laufen können: Die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen schoss sich im Derby bei Frisch Auf Göppingen zu einem überzeugenden 28:24-Sieg und profitierte gleichzeitig von Patzern der Konkurrenz.

Der THW Kiel ging überraschend mit 30:34 beim Kellerkind TBV Lemgo unter und der bisherige Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt unterlag den Berliner Füchsen mit 32:34.

Das Ergebnis ist ein Tabellenbild, das man sich als Löwen-Fan übers Bett hängen kann. Die Badener haben mit 45:5 Punkten die Führung in der stärksten Liga der Welt übernommen. Auf dem zweiten Platz folgt Flensburg (44:6), Kiel ist Dritter (42:10). Man könnte es aber auch anders formulieren: Spätestens seit Ostern ist aus dem Dreikampf ein Zweikampf um die deutsche Meisterschaft geworden. Kiel ist mit zehn Minuspunkten einfach schon zu weit abgeschlagen, um noch oben angreifen zu können.

Bleiben Flensburg und die Löwen. Beide treffen Ende Mai noch im direkten Duell an der Ostsee aufeinander. Vergleicht man die beiden Kader, so muss man Flensburg eigentlich aufs Favoritenschild heben. SG-Trainer Vranjes hat einfach deutlich mehr Alternativen, hat quasi zwei Teams zur Verfügung. Doch da ist etwas, das gegen die Nordlichter spricht, nämlich die jüngste Entwicklung.

RNL Trainer Nikolaj Jacobsen zeigt es an - Daumen hoch. Die Löwen sind Tabellenführer. Rhein-Neckar Loewen vs. VfL Gummersbach. AS sportfotos

Erst war da der Endspiel-K.O. beim Final Four gegen den Erzrivalen THW Kiel und nun nur eine Woche später die Bauchlandung in der Hauptstadt. Das ist Gift fürs Selbstvertrauen. Hinzu kommt, dass Flensburg noch auf zwei Hochzeiten tanzt. Im Gegensatz zu den Löwen stehen sie im Viertelfinale der Champions League und haben mit Skopje einen dicken Brocken vor der Brust. Macht zwei Spiele, die an die Substanz gehen werden.

Die Löwen haben dieses "Problem" nicht mehr. Die kräftezerrenden "Englischen Wochen" sind erstmal vorbei. Endlich können Andy Schmid und seine Kollegen auch mal die Beine hochlegen und regenerieren. Und das hat sich mittlerweile schon bemerkbar gemacht. Die Auftritte gegen Gummersbach (34:20) und in Göppingen (28:24) waren beeindruckend.

Meisterlich lief das Bällchen durch die eigenen Reihen. Kapitän Andy Schmid, der wohl der beste Regisseur auf dem Handball-Planeten ist, sprüht nur so vor Spielwitz. Vor zwei, drei Wochen sah das noch anders aus. Eine Hüftverletzung handicapte ihn stark. Normalerweise hätte er pausieren müssen, um sich auszukurieren. Doch das ging nicht, denn die Löwen ohne Andy Schmid sind nicht vorstellbar.

Sorgen bereitet momentan lediglich die Torhüterposition. Dort steht Jacobsen mit Mikael Appelgren nur ein Mann zur Verfügung. Andreas Palicka ist verletzt und Lucas Bauer, der normalerweise in der Drittliga-Reserve aufläuft, ist noch nicht soweit, um in der Bundesliga dauerhaft auf Topniveau parieren zu können.

Das Selbstvertrauen ist jedenfalls wieder groß. Auch bei Harald Reinkind, dem Mann aus dem rechten Löwen-Rückraum. Angesprochen auf die neuerliche Chance auf die Meisterschaft sagte der Norweger: "Wir haben es in der eigenen Hand." Sein Trainer sieht das sicher genauso, doch Jacobsen ist ein alter Hase im Trainergeschäft, und die sagen eben nicht immer das, was sie denken.

"Die Saison ist noch lange, es kann noch ganz viel passieren", tritt der dänische Taktiker auf die Euphoriebremse. Wer will ihm das auch verübeln. Schließlich sind es noch neun Spiele zur heiß ersehnten Titelverteidigung - doch die Aussichten sind verlockend.

Gelesen 505 mal Letzte Änderung am Dienstag, 18 April 2017

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