Mittwoch, 20. März 2019

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Ein Sieg, der gefühlt gar keiner war - Den Löwen droht in der Champions League die Übermannschaft

erstellt am Freitag, 22 Februar 2019
Rhein-Neckar Loewen vs. PGE Vive Kielce - Nr. 30 Gedeon Guardiola Villaplana. Rhein-Neckar Loewen vs. PGE Vive Kielce - Nr. 30 Gedeon Guardiola Villaplana. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Die Rhein-Neckar Löwen in der Saison 2018/2019 - irgendwie ist diesmal der Wurm drin.

Das Aus im DHB-Pokal kam kurz vor Weihnachten in Berlin und auch in der Liga hatte man schon vor der WM-Pause alle Titelchancen verspielt.

Bleibt nur die Champions League übrig und in der den Pott zu stemmen, gleicht fast einem Sechser im Lotto. Denn im Gegensatz zur Konkurrenz haben die Löwen einfach deutlich schlechtere Karten. Zum einen ist da die extrem hohe Belastung in der Bundesliga, die dazu führt, dass es keine Chancengleichheit in der Königsklasse gibt, denn während die Löwen eigentlich immer im drei - manchmal sogar - zwei Tagesrhythmus ran müssen, hat die internationale Konkurrenz oft eine Woche Zeit, sich auf ein Kräftemessen mit den Löwen vorzubereiten.

Blaz Janc gegen Gudjon Valur Sigurdsson / RNL - Rhein-Neckar Loewen vs. PGE Vive Kielce. AS Sportfotos

Und dafür schlagen sich die Löwen beachtlich. Erst am Mittwoch haben sie mal wieder ein Ausrufezeichen gesetzt. In der SAP Arena schalteten sie Vive Kielce, den Champions League Sieger von 2016, mit 30:29 aus. Der Lohn dafür: Die Gelbhemden konnten sich in der sehr stark besetzten Gruppe A auf den 4. Tabellenplatz schieben und somit an Kielce vorbeiziehen. Das ist einerseits schön, andererseits aber wohl sogar ein Nachteil: Sollten die Löwen am Ende Gruppenvierter werden und sie danach das Achtelfinale überstehen, steht der Viertelfinalgegner schon fest. Es wäre Paris.

Ein Klub, der wie die Fußballsparte auch von den Geldern eines Scheichs profitiert und der aufgrund seiner Spieler im Handball eigentlich das Maß aller Dinge ist. Man könnte also sagen, dass es eine Mannschaft ist, der man aus dem Weg gehen sollte, wenn man in der Champions League weit kommen möchte.

Den Löwen droht nun aber genau dieses Schicksal. Ihr letztes Gruppenspiel steigt am 2. März in Barcelona, während Kielce zuhause Veszprem empfängt. Läuft in diesen beiden Spielen alles normal, setzt es für Kielce und die Löwen eine Niederlage und an der Tabellenkonstellation würde sich nichts mehr ändern. Kielce würde es freuen, die würden als Fünfter nämlich auf Barcelona im Viertelfinale treffen. Auch schwer, aber eben lösbarer als Paris.

Doch es gibt auch positive Nachrichten rings um die Löwenmanege: Da Kiel kürzlich überraschend daheim gegen Magdeburg verloren hatte, sind die Löwen wieder am Tabellenzweiten aus Kiel dran. Während die Nordlichter aktuell 6 Minuspunkte angehäuft haben, türmen sich bei den Löwen 7. Warum das so erfreulich ist? Weil die Löwen somit wieder sehr gute Chancen auf den 2. Rang haben und der würde sich am Ende auszahlen: Mittlerweile qualifizieren sich nur noch die ersten beiden Mannschaften in der Bundesliga für die Champions League und im erlauchten Kreis der besten europäischen Mannschaften wäre man schon gerne wieder mit dabei.

Gerade auch im Hinblick auf den bekannten "Neuzugang" im Sommer. Die Rede ist von der Rückkehr von Uwe Gensheimer (Foto oben), der momentan noch in Paris spielt. Für ihn könnte es in einem möglichen Viertelfinale der Königsklasse somit knüppeldick kommen. Gensheimer würde mit seinem neuen Verein auf seinen alten und künftigen Klub treffen. Eine verrückte Konstellation …

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 22 Februar 2019

Handball