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Mit 3 Löwen zum Titel? Am Donnerstag beginnt die Handball WM

erstellt am Dienstag, 08 Januar 2019
Jannik Kohlbacher / RNL - SG Flensburg vs. Rhein-Neckar Loewen. Jannik Kohlbacher / RNL - SG Flensburg vs. Rhein-Neckar Loewen. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Am Donnerstag beginnt die Handball Weltmeisterschaft, die in Deutschland und Dänemark ausgetragen wird.

Deutschland träumt vom Titel, hat aber große und starke Konkurrenz. Den Sprung in den 16 Mann Kader haben auch 3 Spieler der Rhein-Neckar Löwen geschafft: Steffen Fäth soll im linken Rückraum für Torgefahr sorgen, Jannik Kohlbacher am gegnerischen Kreis wirbeln und Patrick Groetzki auf Rechtsaußen ein ständiger Unruheherd sein.

Dass Groetzki überhaupt dabei ist, hing letztlich offenbar am seidenen Faden. Denn Bundestrainer Christian Prokop überraschte am letzten Sonntag. Er musste noch zwei Spieler streichen und entschied sich dabei für Tobias Reichmann von der MT Melsungen. Somit wird Deutschland mit nur einem gelernten Rechtsaußen ins Turnier gehen. Und zwischen Groetzki und Reichmann haben letztlich laut Prokop nur Nuancen den Unterschied ausgemacht.

Für Groetzki sprechen seine zuletzt guten Leistungen im Verein, denn wenn er die Bälle bei den Löwen in aussichtsreicher Position bekam, hat er sie in der Regel auch versenkt. Ein weiterer großer Pluspunkt des gebürtigen Pforzheimers ist seine große Erfahrung. Der 29-Jährige debütierte schon 2009 im Nationaltrikot. Mit den Löwen hat er 2 Meistertitel, 1 Sieg im DHB-Pokal und 1 Erfolg im EHF-Pokal gefeiert. Klar ist, dass auf ihn ein extrem hartes Turnier zu kommen wird. Verschnaufpausen wir er als einziger Rechtsaußen kaum bekommen.

Patrick Groetzki beim Torjubel. Foto: AS Sportfotos

Kohlbacher hat mit dem Ex-Löwen Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek, die beide für den THW Kiel spielen, 2 starke Kontrahenten auf der Kreisläuferposition. Für ihn spricht aber seine körperliche Robustheit. Kohlbacher (23 Jahre) ist ein echter Kleiderschrank, der meist nur durch Fouls zu bremsen ist, was dann häufig zu einem Siebenmeter führt.

Im Gegensatz zu den beiden Kielern ist er auch ein anderer Spielertyp. Mit seinen für Handball-Verhältnisse eher kleinen 1,93 m wird er in der Regel eher über Bodenpässe angespielt, während die 2 m Hünen Pekeler und Wiencek auch in luftiger Höhe noch eine Hand an den Ball bringen können. Kohlbacher braucht sich um seine Einsatzzeiten aber keine Sorgen zu machen. Denn gerade vor dem gegnerischen Tor ist er kaltschnäuzig ohne Ende.

Fäth war bei den Löwen in der Hinrunde das Sorgenkind. Der Neuzugang von den Füchsen aus Berlin war häufig verletzt und saß auch ansonsten häufig auf der Bank. Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen vertraute eher anderen. Und Fäth ist ein Spieler, der vor allem eines spüren muss, um zu funktionieren: Vertrauen. Und bei der Nationalmannschaft scheint es der 28-Jährige zu bekommen. In den letzten Testspielen überzeugte er. Fäth traf mehrfach und bewies damit, dass er der Mann für die einfachen Tore sein kann, den Deutschland so dringend benötigt, wenn es nach 2007 abermals für ein Wintermärchen sorgen möchte.

Einer der momentan noch in Paris spielt, aber wohl schon im Sommer zu den Löwen zurückkehren wird, ist Uwe Gensheimer (Foto oben). Und ohne den 32-Jährigen geht derzeit im deutschen Handball nicht viel. Der gebürtige Mannheimer geht als Kapitän und Identifikationsfigur ins Turnier. Gensheimer ist Anführer und Torgarant zugleich. Er gilt schon seit Jahren als bester Linksaußen der Welt.

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 09 Januar 2019

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