Mittwoch, 12. Dezember 2018

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Schlüsselspiel an der Ostsee - Die Löwen müssen beim Meister in Flensburg antreten

erstellt am Freitag, 16 November 2018
Vladan Lipovina / RNL - Rhein-Neckar Loewen vs. HC Erlangen. Vladan Lipovina / RNL - Rhein-Neckar Loewen vs. HC Erlangen. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Die Saison in der Handball-Bundesliga ist noch lang - und trotzdem steht für die Rhein-Neckar Löwen schon eine Art vorentscheidendes Spiel an:

Verlieren sie am Montag um 18.30 Uhr bei der SG Flensburg-Handewitt, wäre der Meisterzug wohl bereits ohne die Löwen abgefahren. Die Badener hätten dann nämlich bereits 5 Minuspunkte auf dem Konto, Flensburg hingegen noch gar keinen. Somit steht für die Löwen beim amtierenden Meister viel auf dem Spiel.

Dass man die Norddeutschen schlagen kann, haben die Löwen schon kurz vor dem Saisonstart bewiesen. Beim Supercup-Match in Düsseldorf, für das sich die Gelbhemden als deutscher Pokalsieger qualifiziert hatten, setzte man sich souverän durch. Damals im August überraschte das auch nicht unbedingt, denn Flensburg hatte in dieser Saison eigentlich kaum jemand auf der Rechnung, wenn man sich auf die Suche nach dem möglichen Meister machte.

Unantastbar ist Flensburg aber auch nicht, denn Siegesserie - zwölf Erfolge am Stück stehen zu Buche - hin oder her, souverän wurden die Siege nicht immer eingefahren. Mehrfach stand man schon am Rande einer Niederlage, ehe man dann in den entscheidenden Phasen der Partien doch noch die Kurve bekam.

Ob die Löwen nun die ersten sein werden, die den Champion aus dem Tritt bringen werden, bleibt abzuwarten. Die zuletzt gezeigten Leistungen machen der Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen jedenfalls Mut - klammert man die kürzliche Niederlage in Montpellier mal aus. Die neu formierte Löwen-Sieben scheint sich immer besser zu finden. Die Abwehr ist phasenweise kaum zu bezwingen und auch vor dem gegnerischen Tor werden Lösungswege gefunden.

Torjubel bei den Rhein-Neckar Löwen. von links: Jannik Kohlbacher, Andy Schmid, Patrick Groetzki. Rhein-Neckar Loewen vs. HC Erlangen. AS Sportfotos

Ein ganz großes Handicap gibt es aber: Zuletzt fiel Torhüter Mikael Appelgren aus. Der Schwede hat sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Läuft alles nach Plan, rückt er in Flensburg jedoch wieder zwischen die Torpfosten.

Wie wichtig er ist, zeigte sich unter anderem gegen den HC Erlangen. Der Gegner wurde am letzten Sonntag mit 29:26 in der SAP Arena geschlagen, war aber über rund 55 Minuten ebenbürtig. Und zwar auch deshalb, weil das Torwartspiel der Löwen diesmal nicht ganz so gut war wie sonst: Andreas Palicka, der sich auf einem ähnlichen Level wie Appelgren bewegt, war nicht der sichere Rückhalt, der er sonst ist. Und Alternativen hatte Jacobsen nicht. In Flensburg soll das nun wieder anders sein.

Besonders motiviert wird sicher auch Alexander Petersson sein. Der Isländer verlängerte seinen Vertrag unter der Woche bis 2021. Zu erwarten war das nur bedingt, schließlich ist Petersson, der im rechten Rückraum zuhause ist, bereits 38 Jahre alt und wird bei Vertragsende schon 41 Jahre auf dem Buckel haben. Das zeigt aber, wie groß das Vertrauen der Löwen in ihren Oldie ist.

 

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 16 November 2018

Handball