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Kurz vor der Krönung - Die Adler Mannheim warten auf ihren Finalgegner

erstellt am Donnerstag, 11 April 2019
Kurz vor der Krönung - Die Adler Mannheim warten auf ihren Finalgegner Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Der Traum lebt. Mittlerweile ist es fast schon eine beängstigende Performance, die die Adler Mannheim seit Wochen und Monaten in der DEL aufs Eis bringen.

Selbst das Halbfinale glich nun einem Spaziergang. Mit sage und schreibe 4 Siegen am Stück wurden die Kölner Haie aus dem Meisterrennen gekegelt. Und das mit Ergebnissen (klammert man das knappe 1:0 zum Auftakt der Halbfinalserie einmal aus), die souveräner kaum hätten sein können: Das 4:1, 4:0 und 4:2 sprechen eine eindeutige Sprache.

Adler-Crack Luke Adam nach dem verwandelten Matchball am Dienstag in Köln: "Wir wollten das Ding unbedingt zu machen und den ersten Matchball verwandeln." Zur Erinnerung: Im Viertelfinale gegen Nürnberg hatte das noch nicht geklappt. Auch da führte man schon mit 3:0, ehe man doch noch eine Niederlage einstecken musste und erst im 5. Spiel den Deckel drauf machen konnte. "Gegen Nürnberg hatten wir den nötigen Killerinstinkt noch vermissen lassen", analysierte Adler-Trainer Pavel Gross, "dieses Mal hatten wir ihn aber."

Mittlerweile lässt sich längst festhalten, dass es bereits genau die Saison ist, die sich im Umfeld der Mannheimer alle gewünscht hatten. Bis dato ist es eine Spielzeit ohne Fehl und Tadel. Die Einstellung stimmt, die Spielweise begeistert - es läuft alles nach Wunsch. Und dennoch will man es jetzt natürlich zu Ende bringen.

Der Titel soll her, es wäre der 8. für die Greifvögel. Und der letzte ist schon eine gefühlte Ewigkeit her, was natürlich täuscht: 2015 war es, als die Adler letztmals mit einem Autokorso durch die Mannheimer Innenstadt rollten. Dass man diese Bilder viel weiter in der Vergangenheit wähnt, lag an der Spielweise der Vor-Gross-Zeit. Wenig erbauendes gab es in dieser Phase zu sehen.

Schwamm drüber, denn mittlerweile scheint wieder eine goldene Ära angebrochen zu sein. Gegen wen sie ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen soll, ist noch völlig unklar. Denn während die Adler quasi im Schongang durch die Playoffs eilen, müht sich die Konkurrenz ab. Aktuell steht es im 2. Halbfinale zwischen Augsburg und München 2:2 Unentschieden nach Siegen.

Geht es nach der Papierform, so müssen sich die Adler wohl auf ein neuerliches Duell mit den Münchnern einstellen, die dank der Unterstützung von Energiedrink-Hersteller Red Bull finanziell sehr gut aufgestellt sind, und sich dementsprechend zuletzt auch 3 Mal in Folge die Meisterschaft gesichert hatten.

Für die Adler heißt es nun jedenfalls erst einmal Beine hochlegen. Weiter geht es für sie am 18. April mit einem Heimspiel, dem ersten Kapitel des diesjährigen Playoff-Finals. Die Akkus können also wieder aufgeladen werden, wobei das nicht immer ein Vorteil sein muss, denn wenn man erst einmal aus dem Rhythmus gerät, kann es schwer sein, ihn wieder zu finden. Doch wer die Adler zuletzt einmal live gesehen hat, der wird und muss sich nicht wirklich Sorgen um sie machen.

 

 

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 11 April 2019

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