Mittwoch, 12. Dezember 2018

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Die Adler kreisen weiter ganz oben - 11 Siege aus den letzten 12 Spielen

erstellt am Dienstag, 27 November 2018
Brent Raedeke #9 / Adler gegen Moritz Müller und Morgan Ellis - Adler Mannheim vs. Kölner Haie DEL Eishockey Adler Mannheim 2018 / 2019. Brent Raedeke #9 / Adler gegen Moritz Müller und Morgan Ellis - Adler Mannheim vs. Kölner Haie DEL Eishockey Adler Mannheim 2018 / 2019. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Wenn es in den letzten Jahren um sportliche Erfolge der beiden Hometeams aus der Mannheimer SAP Arena ging, hatten die Rhein-Neckar Löwen klar die Nase vorne.

Während die Handballer zwei deutsche Meisterschaften und einen Sieg im DHB-Pokal vorweisen können, gingen die Eishockey-Cracks der Adler Mannheim leer aus.

Der Traditionsverein, der auf dem eisigen Untergrund schon etliche Trophäen abgestaubt hat, machte eher durch andere Dinge Schlagzeilen. Und zwar durch solche, die kein Club gerne über sich liest. Trainer mussten gehen, Spieler, die mit vielen Vorschusslorbeeren ins Bösfeld kamen, wurden wieder weg geschickt. Selbst Teal Fowler, der als Teammanager einen großen Anteil an den letzten Höhenflügen hatte, musste im letzten Jahr die Koffer packen.

Doch das ist längst in Vergessenheit geraten, denn die Zeiten haben sich geändert. Sie sind wieder richtig rosig. Adler-Macher Daniel Hopp hat mit der Verpflichtung von Trainer Pavel Gross die Wende zum Guten eingeleitet. Mittlerweile kann man sogar sagen zum sehr guten. Denn die Adler lehren der Konkurrenz wieder das Fürchten. Der sonntägliche 5:4 (1:2, 1:0, 2.2, 1:0) Sieg nach Verlängerung bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven war der 11 Sieg aus den vergangenen 12 Spielen.

Derartige Statistiken kann zurzeit kein Team in der DEL aufweisen. Das macht die Adler zu einem souveränen Tabellenführer, der kaum Wünsche offen lässt. Denn bei den Blau-Weiß-Roten stimmt die Mischung. Gewonnen wird nämlich nicht nur, wenn man einen Sahnetag hat und alles in Grund und Boden schießt, nein gejubelt wird auch an spielerisch weniger guten Tagen: Läuft die Scheibe mal nicht wie am Schnürchen durch die eigenen Reihen, wird die Brechstange raus geholt, dann heißt es kämpfen statt glänzen.

Matthias Plachta #22 / Adler gegen Ilya Proskuryakov - Adler Mannheim vs. Krefeld Pinguine. AS Sportfotos

Auch in Bremerhaven war spielerisch noch Luft nach oben, aber man nahm den Kampf an und feierte auch dank des großen Willens einen letztlich knappen aber keineswegs unverdienten Sieg. Wie hoch der neuerliche Auswärtscoup zu bewerten war, zeigt auch ein Blick auf das Aufgebot in Bremerhaven. Aus dem Vollen schöpfen ist nämlich etwas anderes: Gross musste gehörig umbauen.

Während David Wolf leicht angeschlagen war und geschont wurde, fehlten auch Cody Lampl, Moritz Seider und Nicolas Krämmer. Aber warum jammern, wenn man einen Matthias Plachta hat. Der ging mal wieder voran und steuerte zwei Treffer bei.

Klar scheint bereits jetzt zu sein: Können die Adler die Formkurve bis in die Playoffs hinüber retten, scheint in den Alles-oder-Nichts-Duellen alles möglich zu sein. Auch Serienmeister München, der sich von 2016 bis 2018 den Titel holte, scheint nicht unantastbar zu sein. Schon in den Playoffs der Vorsaison konnten die Adler phasenweise mithalten. Damals hatten sie aber bei weitem noch nicht die Form, die sie jetzt haben. Von der mittlerweile breiten Brust ganz zu schweigen.

 

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 27 November 2018

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